Doom Eternal – Ein ziemlich kompletter Shooter

Ich bin schon `was älter, ich bin Gamer schon seit einer Zeit, als es diesen Begriff noch gar nicht gab und ja, deswegen kenne ich Doom schon seit der guten, alten Zeit. Wenn Doom die Mutter aller Shooter ist, ist Duke Nukem der Vater. Zumindest, was die Mama angeht, kann ich jetzt – nach zwei Runden durch die komplette Kampagne von Doom Eternal – sagen: Das Alter tut Mama wirklich gut 😉

Nach Jahrzehnten mal wieder Damönen schlachten

Eigentlich habe ich Doom nicht sonderlich vermisst. Es ist einem natürlich als Gamer-Kind der 90er mal über den Weg gelaufen, genau wie der Papa, Duke Nukem, aber ich bin nicht über die Jahre am Ball geblieben. Doom 3 oder auch das 2016er Doom gingen an mir vorbei. Und so kam ich auch zu Doom Eternal eher, weil es im Steam Winter Sale recht günstig zu haben war und zudem auch so super bewertet worden war. Wirklich aktuell ist mein Review also keinesfalls, aber es ist ja nie zu spät für gute Erfahrungen.

„Schieß ein Loch in den Mars“ – Nee, is klar, wird gemacht 😀

Das neue Doom, das bessere Doom?

So gute Erfahrungen haben aber bei Weitem nicht alle gemacht, wie ich nach meinen ersten Spielstunden herausfand. Wie es bei so einem Klassiker eben ist: Es gibt die alte Version, die eben auch bei den älteren Spielern für immer die eine wirkliche Version bleibt. Klar, Veränderung ist nicht gleich Verbesserung, aber Entwicklung findet eben statt und im Falle von Doom Eternal ist sie meiner Meinung auch in die richtige Richtung gegangen.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Auch ich liebe Klassiker

Auch ich weiß alte Spiele zu schätzen: Colonization Classic (Platz 4 nach Spielstunden in meiner Steam-Bibliothek), Siedler 2 oder Burntime sind echte Pixelspiele aus alten Zeiten. Ich spiele sie nicht nur aus irgendeinem Retro-Hype heraus, weil ich so’n Nerd bin, sondern die wirklich immer noch gut sind und auch nicht von ihren teilweise vielen Fortsetzungen erreicht werden. Ich bin also auch ein Fan von Retro und Nostalgie und weit davon entfernt, mich nur auf Neues zu stürzen. aber bei Doom Eternal ist die Conversion nach heute meiner Meinung nach gelungen.

Doom Eternal hat viele verschiedene, sehr coole Settings

Das Gute an Doom Eternal

Denn das Spiel wirkt wirklich rund. Ohne viel Zipp und Zapp geht’s rein in die Ballerei, ich habe das Spiel kaum gestartet, da taumeln mir auch schon die ersten Dämonen entgegen. Erstmal geht’s tutorial-artig recht gemächlich los, ich soll Schritt für Schritt auf die Steuerung klarkommen. Dass das Spiel so einsteigt, finde ich gut, denn der Doom Slayer hat wirklich einiges im Waffen-Repertoire. Da muss man sich erstmal dran gewöhnen, um nicht ständig falsche Tasten zu drücken.

Level-Design vom Allerfeinsten

So bin ich also schnell mitten drin im Dämonen-Geschnetzel und auch mitten drin in einer ebenso makabren wie schönen Spielwelt. Das Setting ist einfach höllisch-schön umgesetzt. Überall Feuer, Fleisch, Metall. Im ersten Level sieht man halb zerstörte Wolkenkratzer in der Ferne, die in Lava-Seen untergehen, Schwärme von Dämonen fliegen umher und ein gigantischer Titan schleppt eine Kathedrale auf seinem Rücken durch das Inferno. Einfach hammer! Eine Stimmung, die mich an die späteren Level von The Evil Within (nicht id Software, aber immerhin Bethesda) erinnert hat. Echt Albtraum-mäßig, aber auf seine Weise auch echt schön. Da möchte man fast innehalten und staunen, kann man aber nicht, denn man muss ständig in Bewegung bleiben.

Ja, wenn ich mir die Hölle malen sollte – so würde sie aussehen *brrrr*

Dämonen, die absolut keinen Spaß verstehen

Denn die Gegner in Doom Eternal sind zwar welche, die optisch teilweise noch etwas an die aus den ersten Teilen erinnern. Aber rein vom Verhalten her ist das hier eine ganz andere untergehende Welt. Ich kann in Doom Eternal nicht mit meiner fetten Wumme mitten auf’m Platz stehen und einfach in die Runde ballern. Ganz im Gegenteil: Ich muss immer in Bewegung sein, springen, rennen, durch Portale schlüpfen, um nicht binnen weniger Sekunden zerfleischt zu werden.

Das Waffen-Arsenal in Doom Eternal

Aber neben einer unerlässlichen Agilität, die vielen alten Kempen und Doom-Fans zuwider ist, hat man ja auch noch Waffen, mit denen man den Dämonen die Hölle heiß machen kann. Zwischen bis zu 10 Waffen kann ich als Doom-Slayer wechseln, angefangen bei der Shotgun, zu der sich schon bald das schwere Maschinengewehr gesellt über die Super-Shotgun bis hin zur Super-Waffe „BFG 9000“.

Mit Schnelligkeit und Know-how immer die richtige Knarre

Dazu kommen noch der Eis- oder wahlweise Granatwerfer bzw. der Flammenwerfer und der Blutschlag, bei dem unser Doom-Slayer seine Gegner mit der bloßen Hand zerkloppt. Das ganze Waffen-Arsenal kann zudem gemoddet werden. Jede Waffe hat neben ihrem Standard-Schuss zwei zusätzliche Modi, zwischen denen ich während der Kämpfe spontan wechseln kann, und die Dämonen haben auch Schwachpunkte, die ich durch den Einsatz entsprechender Waffen ausnutzen kann.

Schnell, fordernde Kämpfe, die Übung erfordern

Spätestens im dritten oder vierten Level ist das Waffen-Arsenal schon recht groß und ich muss mir erstmal merken, was ich womit mache und was ich vielleicht auch nicht so oft nutze. Aber wenn man das dann schließlich drauf hat, geht es vor allem in den abgeschlossenen Kampf-Arenen so richtig heftig zur Sache. Wenn die Tore sich schließen, die sehr geile Heavy-Mukke aufdreht und die Viecher überall spawnen, weiß man, jetzt muss ich alles raushauen, was ich in den bisherigen Spielstunden gelernt habe.

Skillen, Items, Verbesserungen

Und natürlich kann ich mich immer wieder auch verbessern. Überall in den Levels sind Geheimnisse versteckt wie zum Beispiel Wächterkristalle, mit denen ich zum Beispiel verbessern kann, dass meine Munitions- oder Rüstungs-Items aus größerer Entfernung eingesammelt werden oder dass ich während Luftsprüngen die Zeit zum Zielen verlangsamen kann. Auch kann ich durch Münzen meinen Anzug verbessern, wodurch sich dann etwa meine Bewegungsgeschwindigkeit beim Waffenwechsel erhöht oder ich meinen Eiswerfer optimieren kann.

So wird mein Doom Slayer nach und nach zu einer noch wilderen Kampfmaschine, die auf jede höllische Bedrohung eine Antwort weiß – sofern sie denn schnell genug kommt. Denn eine Spielweise geht in Doom Eternal nicht: der Tank, der nur ballernd auf dem Fleck stehen bleibt. Das geht noch nicht mal auf dem untersten Schwierigkeitsgrad.

Doom Eternal ist bock-schwer

Apropos: Da ich wie gesagt kein Shooter-Veteran bin, habe ich auf genau diesem niedrigsten Schwierigkeitsgrad angefangen und ich fand das Spiel auch so schon fordernd. Weiter oben wird’s noch viel herausfordernder, vor allem in den höheren Levels und den besonders schweren Slayer-Toren.

Was ist nicht gut an Doom Eternal?

Das einzige, was mir an diesem ansonsten echt wirklich runden Game nicht so gefallen hat, sind die Jump & Run Passagen. Da stehe ich mit meinem unbesiegbaren, ehemals menschlichen Dämonen-Massenmörder-Kollegen, berüchtigt bis in die allerletzte Niederhölle, plötzlich vor einer Felskante und soll mich an einer Art Barrenstange, die da völlig Fehl am Platze in die blutige Fleischwand platziert wurde, zur nächsten Terrasse schwingen. Das Ganze in manchen Schauplätzen dann noch mit Hindernissen aus aneinandergeketteten Feuerbällchen, die sich um die herunterfallenden Plattformen herumdrehen, die mich doch irgendwie wieder an die 90er erinnern…Megaman und Super Mario lassen grüßen. Das ist ebenso albern wie nervig.

Doom Eternal – Absolute Kaufempfehlung…

Gut, aber man sieht schon, es ist ein kleines Mimimi nach vielen, vielen guten Aspekten, die dieses Spiel hat. Es wurde fast durchweg sehr gut von der Fachpresse und auch den Spielern bewertet (knapp 100.000 Bewertungen bei Steam, sehr positiv) und das mit Recht. Auch ich schließe mich – wenn auch sehr verspätet – an und finde Doom Eternal ganz, ganz toll, und auch wenn ich schon `was älter bin, werd‘ ich das ja noch dürfen 😉 Es ist ein sehr schneller, fordernder Shooter, der in bildschönen Levels stattfindet, viele Waffen-Modi mitbringt und einen sehr geilen Soundtrack hat. Das alles – ach ja – mit einer Story noch dazu!

…auch für die „Alten“

Ich finde, die Alten sollten sich nochmal überlegen, ob sie auch nur alte Brötchen essen, nur Oldtimer fahren oder nur Al Bundy gucken wollen, oder ob Neues nicht auch Gutes sein kann. Leute, ich weiß absolut, was Ihr meint, ich liebe auch noch viele alte Hits, ich bin einer von Euch. Doom Eternal ist vielleicht auf den ersten Blick hektisch und viel zu bunt, aber wenn man die Farben bissi runterdreht und etwas trainiert, macht es Mega-Spaß!

 

Veröffentlicht unter Der aktuelle Senf, Games Redakteur | Schreib einen Kommentar

Cyberpunk 2077 – Blick hinter die Kulisse

2015 war so ein Jahr, ein Jahr für Gamer, das man so schnell nicht vergessen wird. GTA 5, Fallout 4 und Witcher 3 – was für ein Countdown. Und vor allem Letzteres war der finale Schritt zum Durchbruch eines der heute größten Spielestudios in Europa. CD Projekt Red, ein polnischer Entwickler, der mit dem dritten Teil der Witcher-Serie endgültig in die Welt-Elite aufgestiegen ist und der 2020 – fünf Jahre nach dem letzten Hit – wieder in Erscheinung trat mit einer Neuerscheinung.

Cyberpunk 2077 – Ein Hype, an dem fast keiner vorbeikam

Cyberpunk 2077 wurde erwartet wie kein anderes Spiel dieses Jahr, ein Wahnsinns-Hype, der sowohl vor dem Release als auch danach seinesgleichen sucht: Erst die ganze Werbung, dann die ganze Kritik. Auch ich hab’s gespielt und finde, das Cyberpunk 2077 das Spielejahr 2020 nicht auf das Niveau von 2015 heben kann. Wäre vielleicht auch etwas zu viel Verantwortung für ein einzelnes Spiel. Aber Vergleiche mit Witcher 3 werden zwangsläufig gezogen, da das Spiel ja selbst mit dem großen Vorgänger kokettiert und was ist eigentlich mit den sehr, sehr hohen Erwartungen der Gamer-Welt?

Cyberpunk 2077 – selten so ein schönes Spiel gesehen

Rezeption von Cyberpunk 2077

Werfen wir zunächst einmal einen Blick zur Seite: Was sagen andere Menschen zu Cyberpunk 2077? Meinungen anderer sind ja heutzutage wichtig wie nie, und sie sind auch präsent wie nie. Aber gut, sie sind Teil des Hypes und sie sind – was Cyberpunk 2077 betrifft – durchaus unterschiedlich:

  • Bei Steam sind über 300.000 Bewertungen „größtenteils positiv“.
  • Bei Gog.com bekommt das Spiel aktuell 3,8 von 5 Sterne
  • Und was sagt die Journaille? Deutschlands führendes Magazin für Games, die Gamestar, hatte dem Spiel zum Release eine sehr starke 91 gegeben, was nur selten vorkommt. Nachdem dem Day-One-Patch wurden aber bereits 3 Punkte und der Platin-Award wieder aberkannt.

Cyberpunk 2077 – Enttäuschte Erwartungen?

Nun ist es aber so, dass das Spiel gefühlt seit einem Jahr vor dem Release schon in den Foren und Fachzeitschriften präsent war. Es wurden Erwartungen geschürt, die anscheinend nicht alle erfüllt oder sogar schwer enttäuscht wurden. Manche Spieler sind argwöhnisch, was die Objektivität der Spiele-Presse angeht. Das wollen wir hier an dieser Stelle mal nicht unterstellen, aber hey, die Spieler können ja auch selbst bewerten – bei Steam, Gog oder in ihren eigenen Blogs 😉 Und was man so liest, ist wohl sicherlich der Querschnitt durch die enttäuschte oder auch begeisterte Fan-Gemeinde, die Cyberpunk 2077 durchaus hat.

Was wird hauptsächlich an CP2077 kritisiert?

Vor allem über Bugs und Glitches wird sich dort beschwert. Autos ploppen auf, Passanten verschwinden, Handys oder Burritos schweben in der Luft. Die Welt von Cyberpunk 2077 – also Night City – sei nicht lebhaft und nicht genug gefüllt mit Möglichkeiten zur Interaktion. Die Stadt, in der Cyberpunk 2077 sich abspielt sei einfach zu sehr Fassade als dass man sie als wirklich Open World im eigentlichen Sinne spielen könnte. Zudem werden zahlreiche Details moniert wie die teilweise nutzlosen Perks, das Loot-System, die dumme KI oder die gewöhnungsbedürftige Kleidung.

Wie habe ich Cyberpunk 2077 erlebt?

Das alles stimmt. Aber schauen wir uns das Ganze doch mal selbst an. Auch ich habe Cyberpunk 2077 direkt zum Release gekauft und mich ins Getümmel von Night City gestürzt. Nein, eigentlich habe ich in den Badlands drum herum angefangen, denn ich habe den Nomaden gewählt, einen von drei Charakteren, die man in Cyberpunk 2077 wählen kann. Ich fand es lustig, ein Member eines Motorrad-Clubs zu sein, das von Björn Schalla synchronisiert wird. Warum? Er ist auch die Stimme von „Jax Teller“ in „Sons of Anarchy“, was ich just bis kurz von dem Release von CP2077 mal wieder durchgeguckt hatte.

Night City sieht atemberaubend aus

Nach einem Prolog im Umland ging es schließlich rein in die Stadt, das, was mich persönlich am Anfang am meisten interessieret hat: Wie sieht Night City aus, wie lebendig fühlt es sich an, wie sehr haut es mich vom Hocker? Und ich muss sagen, nachdem ich die erste Stunde hinter mir hatte und mich endlich frei bewegen konnte, habe ich die zweite Stunde erstmal mit Rumlaufen und Staunen verbracht.

  • Ich starte im Apartment des Protagonisten (er (und übrigens auch sie) heißt V) und wenn ich es verlasse, bin ich im Atrium meines Zuhauses, des Super-Towers 10. Das ist schon sehr atmosphärisch, sowohl optisch als auch akustisch.
  • Unten angekommen eröffnet sich mir, nicht zuletzt auch dank RTX 2070, eine lebendige, geschäftige Welt mit vielen Leuten, fahrenden und fliegenden Fahrzeugen und einer knallbunten, aber auch stimmig-siffigen Stadt.
  • Ich schaue mir die Leute an, gehe durch Gassen, betrachte die vielen Bildschirme überall, sauge die Atmosphäre hier im Startgebiet auf. Viel ‚Wow‘ und ‚Hammer‘ und ‚Sehr cool‘.
  • Auch die Gesichter in Nahaufnahmen und in Gesprächen sind hervorragend gestaltet und animiert.

Das bin ich 🙂 Ich sehe mich aber nur, wenn ich in einen der rar gesäten Spiegel schaue 🙁

Blick hinter die Kulisse von Cyberpunk 2077

Aber jetzt kommt ein kleiner Dämpfer und das, was so viele auch bemängeln. Cyberpunk 2077 ist Night City. Der Rest drumherum interessiert nicht, weil es nur Ödland und Müllhalde ist. Also konzentriert man sich auf die lebendige Stadt. Ja, lebendig ist sie, aber sie ist auch viel gescriptete Fassade:

  • Natürlich sah alles sehr lebendig und eindrucksvoll aus, als ich es das erste Mal betrachtete. Doch es ist eben alles gescriptet und wiederholt sich recht schnell wieder.
  • Die meisten Gebäude sind nicht betretbar und wenn, dann nur in kleinen Bereichen oder Fahrstühle geben vor, welche Etagen man anfahren kann.
  • Die Leute in den Imbissbuden, Restaurants und Läden sind meistens nicht interaktiv, genau wie die meisten anderen NPCs.
  • Hier muss man speziell die Polizei hervorheben: Ich begehe ein Verbrechen (knalle jemanden ab oder überfahre jemanden) und bekomme einen Haftbefehl. Ich fahre 100 Meter um die Ecke und werde nicht mehr gesucht. Kein Wunder, dass in Night City täglich so viele Leute krepieren.
  • Doof finde ich – oder man sagt ja im Soziolekt es stört die „Immersion“ – dass Autos gerade in den Außengebieten am Horizont zu sehen sind, aber bei Annäherung verschwinden.

Das sind die Punkte, die schon recht bald auffallen, wenn sich die erste Begeisterung über die ansonsten echt schöne, stylische Kulisse von Cyberpunk 2077 etwas gelegt hat und man hinter die Kulisse schaut.

Was bei Cyberpunk 2077  am meisten heraussticht

Doch es ist nicht nur Grafik. Cyberpunk 2077 ist auch deswegen bemerkenswert, weil es einfach noch viel mehr bietet. Wenn man also hinter die Kulisse schaut, sieht man auch ein Spiel, das auf mehreren Ebenen funktioniert. Ich kann meine Aufträge in guter, alter Shooter-Manier erledigen, ich kann aber auch elektronische Geräte hacken oder Leute (das auch über den Umweg von Überwachungskameras) oder ich kann in manchen Missionen auch die so genannten Braindances anwenden.

Judy führt und in die faszinierende Welt der Braindances ein

Braindances: Abgefahrene Idee!

Ein Element, das ich gern hervorheben möchte, denn sowas habe ich in 30 Jahren Zocken noch nie gesehen. Es geht im Prinzip um visualisierte Erinnerungen, in die ich eingeschleust werde und in denen ich optische, akustische und thermale Eindrücke wahrnehmen kann. Was in Night City laut Lore in erster Linie zur Befriedigung diverser bzw. perverser Gelüste dient, wird im Spiel sehr eindrucksvoll zur Aufklärung und Lösung der Hauptquest genutzt. Aber leider auch nur da. Mehr „BDs“ gibbet nicht.

Cyberware und Modding – Ich werd‘ zum Cyborg

Ebenfalls cool sind die Elemente, die über das normale Inventar hinausgehen. OK, lassen wir die teilweise gewöhnungsbedürftigen Klamotten und ihre merkwürdigen Rüstungswerte mal außen vor, sehen wir da ja noch den Bereich Cyberware im Inventar. Hier kann ich meinen Charakter mit diversen coolen Extras ausstatten, mit denen er wiederum Gegner hacken kann oder mit denen er sich zum Cyborg umbauen lassen kann. Es ist schon cool, wenn man später im Spiel mit Beinimplantaten Super-Sprünge machen und Granaten aus den Armen schießen kann!

Quests in Cyberpunk 2077

Bei den Quests wiederholt sich das Schema, das auf den ersten Blick eine großartige, AAA-Hauptquest auf der einen Seite steht und abseits davon viel repetetive Massenware auf der anderen. Das heißt, wie auch bei der Grafik ist vordergründig alles wow, aber wenn man sich die Zeit nimmt und das ganze Spiel entdeckt, kann Ernüchterung aufkommen:

  • Die Haupt-Quest ist sehr cool, sie beginnt klein und wird dann schnell immer größer, bis dann auch noch diese Sache mit Keanu Reeves kommt. Die Erzählung ist dramaturgisch echt cool, die Szenen sind kinoreif und am Ende wird’s echt cyber-mäßig abgedreht.
  • Nebenquests: Wie gesagt gibt es aber abseits davon eine Menge Ernüchterung. Ganz am Anfang klingelte alle 10 Sekunden mein Telefon, weil irgendwelche Leute ‚was von mir wollten. Ich soll hier ein Laptop holen, da jemanden befreien, aber im Großen und Ganzen läuft’s immer auf dasselbe hinaus: Fahr da hin, baller‘ die alle ab.
  • Es geht viel um sammeln, grinden und viel zu oft einfach nur um Leute-Abknallen. Was ich ja durchaus gern mache, aber das ist eben nicht alles in einer Open-World. Zumindest machen das andere Spiele viel abwechslungsreicher und auch Witcher 3 hat das viel besser gemacht.

Einordnung von Cyberpunk 2077

Aber warum sollte man Cyberpunk 2077 mit Witcher 3 vergleichen? Beide kommen von CD Projekt Red, beide sind Flaggschiffe des Studios und es gibt einfach viele Parallelen im Genre. Nicht zuletzt sind es ja auch die Spiele selbst, die miteinander flirten. So habe ich etwa zu Beginn meiner zweiten Spielrunde in Cyberpunk 2077 in der Schublade meines Schreibtischs ein Magazin namens Retro-Games gefunden mit Ciri auf dem Cover. Aber Cyberpunk 2077 hat für mich klar verloren im Vergleich mit dem dritten Witcher, und das vor allem, weil alles in Cyberpunk 2077 scheint als hätte man es zu hastig fertiggemacht. Quests, Spielwelt, KI, Items, Loot-System und so weiter und sofort – Das alles sind eben essenzielle Bestandteile eines Spiels, die wichtig sind für ein Spiel und vor allem für die Spieler!

Wie GTA 5 – Nur in der Zukunft

Ich fahre mit dem Auto durch die Stadt, steige aus, ballere ein paar Leute ab, klaue Autos, bekomme Handy-Anrufe von Auftraggebern und fahre darauf hin wieder von B nach A, wo ich dann wieder Leute abballere. Insgesamt dachte ich mit nach ein Paar Stunden Cyberpunk 2077, es ist wie GTA 5 in der Zukunft. Das ist mir zu wenig, zumal mir persönlich die GTA-Reihe seit dem vierten Teil eh nicht mehr gefiel.

Also finde ich Cyberpunk 2077 gut oder schlecht?

Bei Steam ist es so, dass man nur mit einem Daumen hoch oder runter bewerten kann. Ich finde es schwer, so stereotyp zu bewerten und ich bin etwas zwiegespalten:

  • Positiv:
    • Cyberpunk 2077 hat große Alleinstellungsmerkmale, es sieht hammer-mäßig aus, wobei ja mit noch besseren Grafikkarten noch bessere Optik möglich ist.
    • Insgesamt ist die Atmo in dieser Dystopie wirklich sehr stimmig.
    • Die Haupt-Quest ist spektakulär, es gibt viel zu tun in der Stadt, auch wenn es oft ähnliche Aufgaben sind.
    • Insgesamt habe ich bisher gut 50 Stunden in Night City Spaß gehabt.
  •  Negativ:
    • Aber wie hoch ist der Wiederspielwert von Cyberpunk 2077 ? Ich habe es bereits ein zweites Mal angefangen. Aussehen soll ja so wichtig sein in Night City, steht sogar explizit über der Charakter-Erstellung. Und? Es ist komplett egal, wer man ist und wie man aussieht. Keine Reaktion, keine Unterschiede.
    • Mein erster Spiel startete ich als „Jax Teller“, also als Nomade mit Biker-Gang-Historie, mein zweites als Konzern-Dame. Letztere hatte einen noch viel kürzeren und für mich vollkommen belanglosen Prolog und danach ging das Spiel genauso weiter wie bei meinem Nomaden. Ein paar abweichende – und im Übrigen auch irrelevante – Dialogoptionen sind der einzige Unterschied.
    • Mich persönlich hat neben dem Aussehen meiner Charaktere auch den Genotypus nicht so gut gefallen, sprich, wie ich die Werte und Fähigkeiten weiter entwickeln kann. Mein erstes Spiel war bei Level 28 vorbei, da hatte ich überhaupt nicht die Möglichkeit, in irgendeinem Talentbaum bis zu den wirklich hohen, starken Perks zu kommen. Bei vielen von denen erschließt sich mir der Sinn aber auch nicht.
    • Ansonsten kann ich mich vielen negativen Kritiken nur anschließen, und es steht ja auch weiter oben: Durch die Zeitknappheit, die ja kein Geheimnis ist, wurde das Spiel einfach nicht fertig. Es ist kein Schleifchen drum, es wirkt lieblos und am Ende zu schnell abgegeben, wie eine Mathe-Arbeit, bei der ich am Ende noch schnell hier und da ein Paar Ergebnisse hinschreibe, damit ich kein halbleeres Blatt abgebe.

Mein Fazit zu Cyberpunk 2077 – Fans & Investoren kollidieren

Das Spiel wirkt unfertig und stößt damit viele schlichtweg vor den Kopf. Seit 2015 hat CD Projekt Red viele Fans gewonnen – aber auch viele Investoren wahrscheinlich. Dass sich das – zusammen mit einer mehrmals verschobenen Release-Deadline und dem nahenden Weihnachtsgeschäft 2020 – nicht immer gut vereinen lässt, sehen wir jetzt. Viele Spieler sind unzufrieden, finden sich vielleicht mit dem ab, was Cyberpunk 2077 jetzt ist. Viele meinen, dass man Cyberpunk 2077 erst nach einem Jahr und vielen Patches spielen kann, viele sind auch bitter enttäuscht, für ein so unfertiges Werk 60€ hingeblättert zu haben.

Und was meine ich? Insgesamt tendiert der Daumen leicht nach unten. 3 von 5, 70 von 100 – nennen wir es wie wir wollen. Wenn ich meine Begeisterungskurve malen sollte, ging sie am Anfang steil hoch, fiel dann aber kontinuierlich ab, nachdem ich alles gesehen hatte. Die Hauptquest und das Rumfahren in der Stadt haben mich bei Laune gehalten, aber das zweite Spiel mit der Konzern-V habe ich dann nur noch angefangen, um zu sehen, welche Unterschiede es gibt. Nicht, weil ich es dringend nochmal spielen wollte.

Veröffentlicht unter Der aktuelle Senf, Games Redakteur | Schreib einen Kommentar

Neues Projekt: Unternehmen digitalisieren

Heute mal Werbung in eigener Sache: Ich habe ein neues Projekt gestartet, mit dem ich Unternehmen bei der Digitalisierung helfen möchte. Natürlich möchte ich auch mir selbst helfen, indem ich damit neue Kunden erzeuge. Aber es sind ja auch die Kunden, die letztlich einen wichtigen Schritt machen, einen Schritt, der nicht wenige vor scheinbar unlösbare Probleme stellt. Ich helfe beim Lösen.

Sie möchten Ihr Unternehmen digitalisieren lassen? Gute Idee!

Hier geht’s entlang!

Unternehmen digitalisieren – Für Krisen-geschüttelte Unternehmer wird’s Zeit

Dass die Digitalisierung nötig wird, wissen und wussten viele Unternehmer vielleicht schon lange. Aber dadurch, dass Corona die Laufkundschaft so gut wie komplett fernhält, müssen Produkte und Dienstleistungen jetzt zu den Kunden. Sofern es möglich ist, müssen entsprechende Unternehmer also zusehen, dass sie jetzt mal den anderen Weg gehen, wenn die Kunden wegbleiben.

Kunden liegen auf der Couch – da liegt das Problem

Die Großen wie Amazon machen es ja vor, wo momentan der Trend liegt. Da keiner mehr shoppen gehen darf, müssen jetzt die Online-Shops herhalten. Kein Problem, wenn man schon eine Seite wie amazon.com hat. Aber was, wenn man die ToDo-Liste mit „Ich muss auch dringend irgendwann mal nächstes oder übernächstes Jahr“ zum Thema Digitalisierung immer tief in der Schubladen hat liegen lassen? Corona macht uns allen Beine, was diese Schritte hin zu einem digitalen Business angeht.

Und übrigens: Seien Sie froh, wenn Sie diese Option wenigstens noch haben. Vielen hilft selbst ein digitalisierter Unternehmensauftritt nichts mehr.

Unternehmen digitalisieren – Was muss getan werden?

Wer aber das Glück hat, Produkte und Dienstleistungen auch übers Internet verkaufen zu können, hat jetzt nochmal Glück. Denn ich bin ein Digitalisierer. Seit 2010 erstelle ich mit meinem Geschäfts-Partner Websites, pflege sie redaktionell und sorge auch dafür, dass die Websites in den Suchmaschinen gefunden werden. Genau das ist es, was die meisten Unternehmer aktuell als ersten Schritt wirklich gut gebrauchen können.

Kosten und weitere Infos

Der Nutzen: Ein neuer, professioneller Internet-Auftritt, eine optimale Zielgruppenansprache und Kundenakquise über das Internet. Das Ganze ist eine Investition, die sich für jedes Unternehmen auszahlen kann. Klingt interessant auch für Sie? Besuchen Sie die neue Website des Projekts Unternehmen digitalisieren. Hier erfahren Sie alles zu den weiteren Schritten hin zu einem digitalisierten Unternehmen, zu Nutzen und Kosten.

Veröffentlicht unter Selbstständigkeit, Texter Business | Schreib einen Kommentar

Das Apostroph – So gern genommen, so missverstanden

Sprache ist ja so toll, weil sie einem überall begegnet, man kann das Erlernte immer und überall anwenden – So hab‘ ich das früher als Linguist mit Illusionen und Idealen gedacht. Heute fühle ich mich umgeben von plangebügelten Sprach-Fähnchen im Wind, die…nein, so schlimm ist es auch wieder nicht, aber man muss sich doch manchmal fragen, warum alle so viel falsch machen (wollen).

Wofür wird das Apostroph eigentlich genutzt?

Es fängt schon an mit selbständig, das einfach verkrüppelt wird, geht weiter mit Wörtern, die einfach zwangsverehelicht werden wie infolge oder infrage und betrifft auch ein diakritisches Zeichen, das den Genitiv markiert – im Englischen aber! Was redet der da? dia-wat?!? Diakritische Zeichen sind an Buchstaben und in Wörtern angebrachte Zeichen, die…ach, komm hier, Wikipedia.

Wo wird das Apostroph falsch genutzt?

Ja, aber was soll jetzt die ganze Aufregung vom Sprach-Klugscheißer? Er sieht immer wieder Lieferwagen, Ladenschilder und auch Labels verschiedener Produkte, auf denen das Apostroph als Genitiv-Marker genutzt wird. Das macht man aber nur im Englischen so, im Deutschen ist Genitiv einfach ihm sein eigener Kasus, der kann das auch ohne das kleine Zeichen.

Apostroph richtig benutzen – So geht’s, so nicht

Wenn ich also schreibe Sebastian’s head explodes, ist das im Englischen so richtig. Wenn ich aber schreibe Sebastian’s Kopf explodiert, ist das – ja, richtig – falsch! Unser Genitiv im Deutschen macht das schon, er braucht kein Apostroph. Wo wir es aber machen können, ohne Fehler zu machen und arme Linguisten zu empören, ist zum Beispiel bei „Wie geht’s Dir?“, nicht aber bei „Ich freue mich auf’s DSDS-Casting.“. Das muss wiederum heißen „Ich freue mich aufs DSDS-Casting.“

Tja, so ist das, wer’s richtig machen will, kommt ums Lernen nicht herum – Denkt an Sebastians Worte. Ich bin Linguist, ich darf das 😉

Veröffentlicht unter Der aktuelle Senf, Sprache | 1 Kommentar

Mein Smart TV kann so viel – auch nerven

Ja wow, endlich ein Smart TV, endlich „die neuesten Folgen streamen“ und endlich NOCH MEHR WERBUNG!?! Da denkt man, man investiert in ein neues Gerät, um sich mehr Komfort und Programmvielfalt ins Haus zu holen; das geht aber nicht, ohne dass wir zu noch mehr Geld-Ausgeben animiert werden. Mein liebstes Reizthema Werbung und warum sie immer, immer, immer mehr auf dem Programm steht.

Unterlassungsklage gegen Werbung – Hach, was wär‘ das schön

Stellen wir uns doch mal vor, Werbung wäre eine reale Person, diese Promoter, die einen manchmal beim real fast über’n Haufen rennen. „Hallo, haben Sie schon Sky?“ – „Hallo, haben Sie schon Urlaub gebucht?“ – Hallo, Du gehst mir auf’n Sack, ich brauch nur Klopapier und Nudeln, die Welt geht bald unter, was soll ich da im Urlaub? Also wäre die Werbung, die mein TV macht in menschlicher Vertretung hinter mir her, ich würde ihr eine Unterlassungsklage an den Hals hängen.

So penetriert mich mein Fernseher

In der Werbung – also damit meine ich unter Werbetreibenden – heißt es penetrieren, wenn man das Beworbene wiederholt nennt. Wir kennen ja alle diesen Werbespot für Seitenbacher Müsli, der sagt ja fast nichts anderes. Das ist im Kontext Werbesprache Penetration, aber ganz allgemein gesehen kann auch Werbung an sich penetrieren, und zwar mich, und zwar in meinem Smart TV.

Smart TV Werbung noch und nöcher

Ich hab auch so einen. Schön groß, schön smart isser, und was macht er aus seinem Smart-Sein? Er nutzt seine Talente, um mich mit Werbung zu nerven. So kleine Werbekacheln und Apps, die er mir andauernd wärmstens ans Herz legt. Und dann ploppen auch immer, gerade nach dem Einschalten, immer wieder Werbe-Rahmen ins Programm oder es kommen Werbespots zusätzlich zur Regel-Werbung. Werbung, exklusiv für mich?!? Was bin ich doch für ein Glückspilz!

Besonders viel Werbung auf Samsung Fernsehern

Dachte ich auch, als ich mir einen neuen Samsung-Fernseher kaufte. Ich hatte auch seit 2011 schon einen, jetzt musste ein größerer her, ich kann ja nicht auf 40 Zoll gucken, das ist ja menschenunwürdig! Sarkasmus aus, *klick* Jedenfalls an die Kiste und schon ging das Bombardement los. Was ich nämlich nicht wusste: Bei Samsung sind sie wohl ganz Schlimme, die extra viel Werbung machen. Die Nutzer sind schon sauer, oh nein!

Was tun gegen Smart TV Werbung?

Wie es immer so ist, man kann die Werbung nur bedingt ausblenden, man muss sie ein Stück weit wohl ertragen. Obwohl: Der Smart TV Werbung kann man den Stecker ziehen, im wahrsten Sinne! Einfach LAN-Verbindung kappen und feddich. Aber dann kann man wieder nicht „die neuesten Folgen streamen“, ohne dass man das wieder einrichten muss. Ist auch unbequem, dann doch lieber Werbung. Tja, man haddet schwer.

Veröffentlicht unter Der aktuelle Senf | Schreib einen Kommentar

„Masken bringen doch nichts“ – Wie Polemiker zum Grinch werden

Neulich war es soweit – endlich will ich jetzt nicht sagen, aber es hat mich schon gewundert, dass es bis November dauert, bis mir mal ein Exemplar dieser „Masken-Gegner“ über den Weg läuft. Man kennt sie ja sonst nur aus dem Fernsehen, aber jetzt habe ich eins in freier Wildbahn gesehen. Und es hat mit mir gesprochen. Da fiel mir mal wieder auf, wie selten ich mit Polemik konfrontiert werde – zum Glück.

Ich würde allen Grinches diesen Artikel empfehlen.

Masken-Gegner – Muss man da zuhören?

In unserem Gespräch hörte ich so einiges Halbwissen über die Gefahr, die eigentlich wirklich nur von Corona ausginge, wie wenig Masken dagegen bewirken könnten und so. Ich habe ehrlich gesagt nicht wirklich zugehört, es sollte meinetwegen kein bilaterales Gespräch über das neue Lieblingsthema einiger Leute zustande kommen. Es ist zutiefst polemisch, es spaltet die Gesellschaft, ein Riss, der auch in den besten Familien zu einem Knacks führen kann, zwischen Freunden und Nachbarn. Streit-Potenzial, das man nur mit ausgewählten Gesprächspartnern ausschöpfen sollte.

In der Polemik ist Einigkeit schwer zu erreichen

Es ist erstens potenziell unerwünscht, andere mit seiner Meinung über ein solches Thema zu behelligen, zweitens kann es auch zu echten Problemen führen, wenn man auf einen temperamentvollen Gegenpart trifft und drittens wird es auch keine Einigung bei diesem Thema geben. Polemik halt. Einer müsste nachgeben, einen Kompromiss eingehen wenigstens. Aber wer will das schon 😀

Zack, da ist die Polemik und wie reagiere ich da jetzt drauf? Hier ein kleiner Survival-Guide – ToDos, wenn die Polemik hinter’m Busch lauert.

Themen, mit denen man Weihnachten besser nicht anfängt

Die Masken, Corona-Maßnahmen, die Pandemie – allgemein ist mittlerweile alles in diesem Themen-Komplex hochgradig polemisiert, man schaue mal zu den Demos, wo ein gewisses Exemplar mitmachen möchte, wo man auch mal nach links und rechts schauen sollte, wer da noch mitläuft. Wer einen Themenbereich anspricht, läuft Gefahr, in einen Streit zu geraten. Die gleiche Erfolgsaussicht habe ich zum Beispiel auch, wenn ich über das Tempolimit spreche, über „die richtige“ Kindererziehung, Hartz 4, den Klimawandel oder über die Programme der politischen Parteien – und das sind ja noch die harmlosen Themen. Mich wird jedenfalls niemand mal eben zu einer anderen Partei labern – das muss schon fundiert entschieden werden.

Das sind alles polemische Themen, die nicht für den Stammtisch bestimmt sind, bei denen Ungemach planbar ist. Wenn Ihr also Weihnachten früher gehen wollt, sprecht doch mal bei Hirsch mit Rotkohl auch endlich mal wieder über den guten alten Klimawandel. Da fühlt man sich dann richtig verbunden miteinander. In diesem Sinne Frohes Fest – sofern es denn stattfindet.

Veröffentlicht unter Der aktuelle Senf | Schreib einen Kommentar

Neue Sprach-Neurosen braucht das Land 2020

Wow, jetzt ist es tatsächlich schon über drei Jahre her, dass ich mich zuletzt hier über Sprach-Neurosen der Anderen ausgelassen habe! Dabei ist Sprache ja so wahnsinnig dynamisch, da müsste es doch eigentlich alle Nase lang genug Futter für solche gehässigen Artikel geben, oder? Naja, deswegen sammle ich ja auch und werde gleich drei sprachliche Säue durchs Dorf treiben.

Schuld sein / Schuld haben

Zum Glück habe ich die falsche Version des ersten Beispiels an den Anfang der Headline geschrieben, so muss ich mir wenigstens keine Gedanken machen, wie ich das Schreibweisen-Dilemma löse. Denn Schuld sein, was ja viele sagen und auch so schreiben, ist falsch, wird aber in seiner falschen Anwendung oft auch noch falsch-falscher geschrieben. Denn entweder ist man schuldig oder man hat Schuld. Man ist aber nicht schuld und schon gar nicht Schuld! Sogar der Duden hat sich davon schon anstecken lassen. Schuld wird hier einfach in eine ganz andere Wortklasse gepresst, wo sie sich gar nicht wohlfühlt. Und Ihr habt Schuld!

Bilateral

Für das erste Beispiel gilt es gar nicht mal so sehr, aber viele der nervigsten Sprachneurosen kommen direkt aus dem Business-Life – oder sagen wir aus einem Soziolekt. Der scheint irgendwie so fancy, dass man unbedingt sagen muss, das man bei jemandem ist, wenn man seiner Meinung ist. Bilateral ist auch so ein Ding. Ich höre es bisher nur aus geschäftlichen Kreisen oder auf meinem Lieblingssender, WDR5. Die Nutzer (ja, und natürlich auch die Nutzerinnen) haben bilaterale Gespräche geführt oder sorgen sich um die bilateralen Verhältnisse zwischen Deutschland und den USA. Es ist irgendwie so schicki-micki-Nase-hoch-frag-mich-doch-wenn-du-wissen-willst-was-es-heißt, aber eigentlich heißt es nur beidseitig. Wer also ein bilateriales Gespräch führt, führt einen Dialog – Ist doch auch n nettes Fremdwort.

Safe, Digger

Hach ja, was soll’s, ich muss ja nicht hinhören 🙂 Dann müssen die Menschen halt monolateral sprechen…ohne mich, in dem Fall.
Das mir sympathischste „Neuröschen“ ist ein Pärchen aus dem Jugendslang. Oh je, hoffentlich darf ich mich da überhaupt einmischen in meinem Alter. Apropos: Aus Alter wurde Digger und aus ’sicher, Digger‘ wurde ’safe, Digger‘. Digger aus dem Norddeutschen und safe offenkundig aus dem Englischen, aber nicht wirklich entlehnt, sondern entfremdet eher. Denn was unsere hippen Millenials safe finden, finden englischsprachige Pendants eher sure. „Liebse misch?“ – „Ja, safe, Digger!“
Bilaterale Liebe. Sind sie nicht süß? 🙂

Veröffentlicht unter Der aktuelle Senf, Sprache | Schreib einen Kommentar

Meine Abnehm-Rezepte: „Huhn Tom-Pap“

So, gestern mal wieder am Herd gestanden, nachdem ich eine kleine Fahrrad-Tour gemacht hatte. Zeit, einmal eines meiner aktuellen Lieblingsgerichte für die Mittagszeit vorzustellen, samt Profilbild, Rezept und natürlich Kalorien (ungefähr) und Nährwerten. Und wie sich herausstellen wird: Es ist yummy und gesund!

„Huhn Tom-Pap“ – Das ist drin: 

  • 400 Gramm Hühnchenbrust-Filet
  • 1/2 rote Paprika
  • 1/2 Zucchini
  • 1/2 Zwiebel
  • 200 Gramm passierte Tomaten
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Tomaten-Ketchup
  • 1/2 EL Hühnerbrühe
  • 1/2 EL Frischkäse
  • Meersalz, Knoblauch, frischer Pfeffer, Paprikapulver

So bereite ich Tom-Pap zu

Jawoll, jetzt liegt das alles da, die Zubereitung ist auch ganz einfach und dauert keine Viertelstunde. Ich habe die Paprika, die Zucchini und die Zwiebel gemeinsam in Olivenöl leicht angebraten und recht bald das Huhn hinzugegeben. Nach etwas Brutzelzeit leicht salzen und mit Paprikapulver überstreuen und den Honig hinzugeben. Dann die passierten Tomaten drüber, die Brühe, den Ketchup und die Gewürze dazu und gute umrühren. Nach ein paar Minuten auf halber hitze köcheln noch den Frischkäse für die „sahnige“ Note und Farbe einrühren und zum Schluss pfeffern. Voilà, Tom-Pap.

Kalorien und Nährstoffe von Tom-Pap

Und das ist lecker! Je nach Geschmack kann man zum Beispiel durch mehr Honig etwas süßer machen, mit Chili schärfen oder auch ein paar Würfel Schafskäse unterrühren. Auch Mais macht sich gut darin, ebenso wie Oliven oder mein aktuelles Lieblings-Superfood, Brokkoli.

Und was spielt sich so hinter den Kulissen ab? Die Nährstoffangaben von Tom-Pap:

    • Hähnchenbrust-Innenfilet: 416 Kalorien laut Verpackung
    • passierte Tomaten: 60 kcal
    • Honig: 50 kcal
    • Paprika: 25 kcal
    • Zucchini: 25 kcal
    • Zwiebel: 10 kcal
    • Rest: 50 kcal

Gesamt: 636 Kalorien

Runden wir einfach mal auf 700 auf, da es ja hinterher doch immer mehr ist als man denkt. Ich habe – sagen wir mal – drei Viertel Tom-Pap gegessen, also 525 Kalorien. Ich war vom Tom-Pap pappsatt (auch nachhaltig) und es war richtig lecker. Ich kann es nur empfehlen, nachher gibt’s den Rest 🙂

Veröffentlicht unter Abnehm-Blog | Schreib einen Kommentar

Brokkoli Super-Food – schnell und megagesund

Für meine neue Kategorie Aus Schlau wird Schlank mit Seb gibt’s heute neues Futter, und zwar frisches und gesundes: Brokkoli. Er fiel mir bei den Tipps zur Ernährungsumstellung beim Abnehmen auf, da er bei vielen der Nährstoffe und guten Inhaltsstoffe sehr präsent war. Und weil er schmeckt und gerade mal wieder einer im Topf gegart wird, dachte ich, ich breche hier mal eine Lanze für ihn.

Brokkoli: Leckeres Super-Food mit typischem Gemüse-Ruf

Warum muss ich für so ein Super-Food eine Lanze brechen? Naja, es ist ja wie immer, Gemüse fällt vielen Leuten erstmal nicht ein, wenn sie an leckeres Essen denken. Grünzeug, Hasenfutter und Co. sind Wörter für Sachen, die eigentlich ganz wunderbar sind. So auch und gerade der Brokkoli, der nicht nur lecker sondern mega-gesund ist. Ich würde ja schreiben, jetzt kommt ein Zubereitungs-Tipp oder sogar ein Rezept, aber ich mache eigentlich kaum was, um den Nährstoff-Turbo mit Brokkoli zu zünden.

Vollgepackt mit tollen Sachen: Diese Nährstoffe sind in Brokkoli

Und da zündet so einiges, ich liste es einfach mal auf:

    • versch. Vitamin B Komplexe
    • Vitamin C
    • Vitamin E
    • Vitamin K

Bei den Mineralien und Spurenelementen sind es:

    • Kalzium
    • Magnesium
    • Eisen
    • Kalium
    • Zink

Wichtig ist, den Brokkoli zum Erhalt der Nährstoffe nicht zu kochen, sondern zu dämpfen. Man kann ihn auch roh essen, dann verkocht sicher gar nichts von den Nährstoffen.


Wofür du diese Nährstoffe im Körper brauchen kannst, liest Du hier. 


Viel ist drin im Brokkoli, aber nicht, was die Kalorien angeht. Nur ca. 50 davon sind in 100 Gramm Brokkoli enthalten.

Nur 2 Minuten vor- und zubereiten

Oft ist ja das Argument ‚Hach, das ganze Geschnippel ist mir zu langwierig‚, aber beim Brokkoli kann man das wirklich gelten lasse – wie bei vielen anderen auch, das sind nur Ausreden. Ich habe gerade mal die Stoppuhr für Euch laufen lassen: Mein Brokkoli war innerhalb von 95 Sekunden ausgepackt, geschnitten und im Wasser. Den Rest macht jetzt der Herd, der den Brokkoli 15 Minuten kocht.

Ganz einfach pur genießen oder mit Meersalz

Das war’s schon, meine Vitamin- und Nährstoff-Bombe ist in der Mache, und wird schließlich entweder einfach so oder mit etwas Meersalz gegessen. Meersalz ist auch kein Feenstaub aus dem Bio-Laden, das gibt’s in jedem Discounter mittlerweile. Aber auch ohne hat Brokkoli einen ganz typischen Geschmack, den ich sehr mag. Er schmeckt pur, für sich und ganz allein gut als Zwischenmahlzeit oder Vorspeise.

Brokkoli-„Créme“-Suppe geht auch

Einmal habe ich den Brokkoli im Topf vergessen, da war er sehr verkocht und matschig – Wer will’s ihm verdenken? Aber ich habe ihn mit dem Pürierstab gerettet und mit etwas Vollmilch, Salz und einer Brise Gemüsebrühe eine Suppe draus gemacht. Super-Suppe!

Veröffentlicht unter Abnehm-Blog | Schreib einen Kommentar

Verquer im Verkehr – Die Psyche der Autofahrer

Autofahren – Manchmal muss es sein, aber manches, was da passiert, müsste nicht sein. Wir Männer sind es, die den Straßenverkehr zum Stresser-Verkehr machen. Manchmal kommt es mir so vor, als sinke der männliche IQ um wenigstens 50 Punkte, wenn Mann sich hinters Steuer setzt. Aber auch die Damen der Schöpfung sorgen manchmal für Kopfschütteln. Aggression, Rücksichtslosigkeit oder sind sie einfach nur allein auf der Welt? Die verqueren Verhaltensweisen einiger Verkehrsteilnehmer sind ebenso unverständlich wie auch mittlerweile leider üblich und damit nur zu vorhersehbar. Einige Highlights…

Als Fahrradfahrer unter Autofahrern

Fangen wir mal mit zwei Rädern an. Als ich noch in Düsseldorf gewohnt und versucht habe, mich in der Stadt sportlich zu betätigen, habe ich es mit dem Fahrradfahren versucht. Da steht man mit einem Bein schon praktisch im Grab. Die Düsseldorfer Autofahrer haben in der Regel kein Auge für Radfahrer, so jedenfalls meine Erfahrung. Sie biegen rechts über Fahrradwege ab, ohne zu gucken, sie parken auf Radwegen, die schreien Fahrradfahrer an, obwohl sie sie gerade fast übern Haufen gefahren hätten.

Rücksichtslose Spurwechsel

Doch es stehen nicht nur Autos auf Radwegen, es stehen auch oft Lkw, Lieferwagen oder Paketzusteller auf rechten Spuren. Dann kommt es zu einem weiteren Phänomen, dem nahezu unangekündigten Spurwechsel. Habe ich ein Hindernis auf meiner Spur, darf ich diese wechseln, ganz egal, was gerade auf der Spur passiert, auf die ich wechsle. Mir kommt es so vor, als dächten viele genau so. Die meisten geben ziehen einfach rüber, egal ob eine Lücke frei ist oder nicht, viele ohne Blinken. Wenn sie den Platz, den sie für ihr waghalsiges Manöver erhalten ihnen nicht ausreichend respektvoll erscheint, bremst man denjenigen einfach eben noch aus, der einen gerade eben noch reingelassen hat.
Und wehe, einer schafft es nicht mehr über die Kreuzung und die anderen haben grün – Dann schwelt der blanke Hass!

Alpha-Männchen, natural born Linksfahrer

Fahren wir mal auf die Autobahn, oh, ganz großer Sport. Hier herrschen wieder ganz eigene Regeln. Die selbsternannten Herrscher sind mittlerweile die SUV-Fahrer. Bei ihnen fährt der Habitus mit, alle müssten sich in den Staub werfen, wenn sie angewalzt kommen. Aber auch hochmotorisierte Fahrzeuge anderer Art werden häufig von kernigen Alpha-Männchen gesteuert, die über die rechten Spuren oder auch so manche Verkehrsregel erhaben sind. Wer nicht gehorcht, wird genötigt, rechts überholt, ausgebremst, mit Handzeichen beleidigt.

Bräsige Mittelspur-Schleicher

Alledem würde man ja gerne ausweichen, aber manchmal muss man einfach die linke Spur benutzen, um die anderen Klassiker der Autobahn loszuwerden, die Mittelspur-Schleicher. Drei- oder gar vierspurige Autobahn, rechts ist über Kilometer alles frei, aber der Herr in seinem Kompakt-SUV muss mit 110 auf der mittleren Spur den Verkehrsfluss stören. Nichts anderes ist das, denn es gilt Rechtsfahrgebot. Wer sich also für die rechte Spur zu schade ist, denkt, diese sei nur den Lkw vorbehalten oder es einfach aus Unwissenheit tut: Mittelspur-Schleichen ist gegen die Regeln, liebe Herrschaften.

Rücksichtlos hat Recht

Während die Mittelspur-Schnarcher passiv den Verkehr stören, sind gerade Drängler, Raser und Nötiger diejenigen, die aktiv die Unfallstatistik mitgestalten, denn die meisten Verkehrsunfälle passieren genau so. Das Dumme sind aber nicht nur diese Fahrer, sondern es ist auch die Tatsache, dass sie sich auch noch im Recht fühlen. Wenn man sich die Schikane nicht gefallen lassen will, geht es schnell in die nächste Eskalationsstufe, weil die Herren meinen, ein bisschen Drängeln und Ausbremsen bei 130 km/h sei ein Kavaliersdelikt und ihr Verhalten ihr gutes Recht.

Umweltspuren – Neues Konfliktpotenzial

Das sehen manche auch darin, über die leergeräumten Umweltspuren zu fahren, die es jetzt in vielen Städten gibt. Die meisten stellen sich brav in der noch übrigen Spur an, was man auch mal hervorheben muss. Aber es gibt doch immer wieder welche, die meinen, dass wir alle nur für sie Platz machen. Da ist die Denke womöglich ähnlich wie bei denen, die durch Rettungsgassen fahren.

Merkwürdige Lichtblicke im Verkehr

Dabei gibt es auch Momente, in denen man den gesunden Menschenverstand irgendwie durchschimmern sieht. Zum Beispiel warnt man sich gern gegenseitig vor Blitzern, indem man den Gegenverkehr anblinkt. Wenn Leute aus einer Ausfahrt oder Seitenstraße kommen oder in selbige einbiegen möchte, findet sich schnell jemand, der sie reinlässt. Dann wird sich bedankt, gegrüßt und freudig geblinkt – Es geht ja auch anders, aber eben nur viel zu selten. Und eine Ecke weiter kann es dann auf dem Aldi-Parkplatz passieren, dass ich mit Kind und Einkäufen fast über’n Haufen gefahren werde. Ja, selbst Fußgänger und Fahrradfahrer, die sogenannten schwächeren Verkehrsteilnehmer, sind ja nicht vor dem Allmachtsverständnis mancher Autofahrer sicher.

Wo liegt das Problem? Rücksichtslosigkeit und Egoismus

Aber es sind auch noch andere Beweggründe, mit denen sich diese Abarten der menschlichen Autofahrer-Psyche erklären lassen könnten. Manche bewegen sich, als seien sie allein auf der Welt. Andere halten es für selbstverständlich, dass die anderen Verkehrsteilnehmer für sie mitaufpassen.
Und es herrscht mehr Aggression im Straßenverkehr. Das kann einfach am erhöhten Verkehrsaufkommen, gerade in den Städten, liegen. Viele Menschen sind wahrscheinlich aus verschiedenen Gründen gestresster und verhalten sich dementsprechend. Das wird wahrscheinlich ganz unterschiedliche Gründe haben.

Gelegenheit durch Anonymität, fast wie in sozialen Netzwerken

Früher haben mir Autofahren und auch Autobahnfahren Spaß gemacht. Heute versuche ich Autofahrten zu vermeiden. Der Stress, den andere ausstrahlen, ist ansteckend und damit kann praktisch jede Autofahrt anstrengend werden.

Die viel zitierte Verrohung der Gesellschaft zeigt sich auch im Auto, das ja auch zu einem gewissen Grad Anonymität erzeugt. Wir sind in unserem faradayschen Käfig, hier kommt erstmal keiner an uns ran, noch die Fenster abdunkeln und schon surfen wir anonymus – wenn nur das doofe Kennzeichen nicht wär‘.

Aber trotzdem muss schon eine Menge passieren, damit ich erkannt und für mein Vergehen belangt werde. Also lass ich die Sau raus, das ist nicht ganz so schlimm wie in sozialen Netzwerken, aber vom Ansatz her ähnlich. Ich bin jedenfalls noch nie im Supermarkt in der Form beschimpft worden, weil ich mit meinem Einkaufswagen auf der falschen Spur gefahren bin.

 

 

 

Veröffentlicht unter Der aktuelle Senf | Schreib einen Kommentar