7 Jahre selbstständig

In ca. 574 Stunden jährt sich meine Selbstständigkeit zum siebten Mal. Zeit für einen Rückblick? Ja, alles gut soweit. Läuft. Aber was gehört dazu? Was macht das Ganze auch noch Spaß und erfüllt mich die Selbstständigkeit noch? Und was spricht eigentlich dafür, es auch mal wieder mit einem festen Job zu versuchen? Schaun mer mal.

7 Jahre selbstständig

Man, was ist das schon lange her, seitdem ich über 1 Jahr Selbstständigkeit geschrieben habe…
Als Selbstständiger ist man „selbst und ständig“, sagt man so (mehr oder weniger) schön. Es war eine Zeit, in der ich persönlich in meiner Selbstständigkeit mir nicht unbedingt den Buckel krumm gemacht habe, was aber auch Gründe hat: Ich sorge unbewusst für eine gesunde Work-Life-Balance, pfui, ein abscheuliches Wort. Wie, unbewusst? Naja, ich kann als Texter nicht einfach acht Stunden durchtexten, ohne dass mir vollkommen der Schädel brummt, und wenn ich einen zufriedenstellenden Tagesumsatz erreicht habe, höre ich dann auch gerne einfach mal auf, und das absolut reinen Gewissens. Seit sieben Jahren geht das jetzt so, und rein statistisch und von den Umsätzen her geht es stetig und kontinuierlich bergauf.

Was gehört dazu, als Texter selbstständig zu sein?

Auf jeden Fall eine Erfolgsstatistik, auf die man auch mal stolz sein kann, wurde mir gesagt. Schließlich gehört für eine jahrelange erfolgreiche Selbstständigkeit auch eine Menge Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen dazu. Man muss einfach zusehen, dass man sich nie zu lange mit dem Erreichten zufrieden gibt und auf den paar Lorbeeren ausruht, die man so ergattert hat. Speziell in meinem Fall kommt noch dazu, dass ich auch keinerlei teure Anschaffungen tätigen muss, mir reicht ein Computer und ein Tisch, ja ein Stuhl ist auch ganz nett.

Wie bleibt man erfolgreich selbstständig?

Was aber jeder Selbstständige braucht, sind Kunden. Nun habe ich keine Eisdiele und bin auch kein freiberuflicher Müllmann, sondern online aktiv. Das hat gleich zwei essentielle Konsequenzen: Ich muss online aktiv und präsent sein, ich bin aber gleichzeitig auch vollkommen ortsungebunden. Beides zusammen ergibt eine gute Suchmaschinenoptimierung, in der mich meine Kunden finden. Aktive Kundenakquise musste ich noch nie machen, vielleicht das, worauf ich meisten stolz sein kann.

Gute Präsenz in den Suchmaschinen

Gute Beispiele für meine gute Auffindbarkeit in den Suchmaschinen durch meine aktuelle Regio-Kampagne ist in den letzten Tagen eine Kundin aus Berlin, einer aus Dresden und einer aus Karlsruhe. Sie haben ich bei Google gefunden, mich angerufen und mir verraten, wie sie mich gefunden haben. In Berlin z.B. bin ich gut auf der ersten Google-Seite zu finden, obwohl ich 600 km entfernt wohne und arbeite. I love SEO eben.

Kundenfreundlichkeit, Erreichbarkeit, Qualität

Andererseits bringt es einem ja auch nichts, wenn man Kunden anhäuft, diese aber alle nicht zufriedenstellen kann. Also gehört auch mehr dazu als viel virtuelles Publikum. Man muss es auch begeistern, das Publikum und als kundenorientierter Dienstleister fängt diese Orientierung schon bei einer guten Erreichbarkeit an. Immer schön ans Telefon gehen, auf Email-Anfragen prompt reagieren, das mögen Kunden, wie mir derjenige aus Karlsruhe neulich noch als einen Grund dafür bestätigte, warum ich sein Auserwählter bin.

Transparenter Auftragsablauf

Was Kunden ebenfalls mögen, ist ein reibungsloser Ablauf, wen wundert’s? Wie ich auch auf den LandingPages zu meiner Regio-Kampagne beschreibe, verläuft so ein Texter-Auftrag bei mir im Prinzip immer gleich ab, aber eben auch immer gleich kundenorientiert:

  • Kontakt per Email oder Telefon
  • Textbedarf erörtern
  • Erarbeitung eines Briefings (sofern noch nicht vorhanden)
  • Lieferung einer ersten textlichen „Duftnote“…
  • …damit der Kunde einschätzen kann, ob die „Schreibe“ passt
  • Falls ja, Erstellung der weiteren Texte
  • Immer zuverlässig, nach Terminabsprache
  • Lieferung per .doc
  • Mit Zwischenlieferung, Komplettlieferung oder auch Einpflegen ins CMS des Kunden
  • Zum Schluss formelle Abschlussrechnung als PDF

Extra-Wünsche der Kunden

Natürlich bestellt nicht jeder Kunde regelmäßig Texte, schließlich bin ich ja kein Pizzataxi und Texte sind eher ein Gut des mittelfristigen Bedarfs. Trotzdem hat sich dieser Ablauf mit der Zeit meiner Selbstständigkeit mehr und mehr als kundenfreundlich und auch zielführend herauskristallisiert. Dazu kommen manchmal auch Sonderwünsche, wie Website-Building oder auch Arbeit vor Ort. Alles kein Problem, der brave Selbstständige nimmt gutmütig alle Kundenwünsche entgegen, sagt aber auch, wenn er etwas nicht kann.

Das kann ich nicht – muss auch mal gesagt werden

So weise ich z.B. immer bei entsprechenden Anfragen darauf hin, dass ich zwar sehr gut und auf akademischem Niveau Englisch kann, das aber nur für Übersetzungen ins Deutsche gebrauche. Ich bin also kein Englisch-Texter, da jeder Muttersprachler mich sofort enttarnen könnte. Ich kann auch nicht so gut filetieren oder Fallschirme falten. Sowas muss eben auch mal gesagt werden.

Was spricht gegen einen festen Job?

So weit so gut, wie wäre es denn mal wieder mit einem festen Job? Habe ich mich letztes Jahr schon einmal gefragt, und manchmal, wenn das Finanzamt nervt oder man sich mal wieder einen Urlaub wünscht, kommen einem Gedanken an die abhängige Beschäftigung. Ich finde aber, gerade wenn es gut mit der Selbstständigkeit läuft, sind die Freiheiten und die Unabhängigkeit der „bequemen“ Selbstständigkeit doch sehr von Vorteil. Ein paar Kollegen wären manchmal ganz nett. Aber gut, dafür hat man es ja als Selbstständiger selbst in der Hand, wann man mal Feierabend macht, um die sozialen Kontakt außerhalb der Arbeit zu pflegen.

Also dann, auf die nächsten 7 Jahre…(?)

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