Ablauf von Texteraufträgen, Teil 1: Erster Kontakt

Das Texter-Business, der Alltag als Autor, der Arbeitsablauf des Schreiberling – Oh man, muss das aufregend sein, oder? Naja, manchmal ist es schon aufregend, wenn man sich zum Beispiel mit einer Kundin uneins über das telefonische Briefing ist und der Text-Output dann so gar nicht ankommt. Dann sind Korrekturen nötig und die möchte man natürlich vermeiden. Doch Briefing, Erreichbarkeit oder Korrekturen sind jetzt noch ein ein paar Schritte entfernt, denn wir konzentrieren uns hier und heute auf den ganz anfänglichen Beginn einer Zusammenarbeit – einer möglichen, denn mit den ersten Kontakt kann alles beginnen, aber auch gleich wieder enden.

Wie wird man überhaupt gefunden?

Aber bevor überhaupt irgendwas beginnt oder endet, stellt sich erst einmal die Frage, wie man überhaupt als Texter gefunden wird. Schließlich hat man ja als solcher kein Ladenlokal in der Fußgängerzone, präsentiert sich auf dem Flohmarkt oder verteilt Flyer in der Innenstadt. Texter machen das eigentlich eher in einschlägigen Kreativportalen wie z.B. das-auge.de, versuchen, sich bei XING ein paar Kontakte und Kunden unter den Nagel zu reißen. Sie können auch Werbung machen, vornehmlich in den Suchmaschinen-Anzeigen oder auch gleich ihre eigene Suchmaschinenoptimierung machen…wenn sie halt eh schon beim Texten sind, ein bisschen Eigenwerbung geht immer.

Kundenquelle Suchmaschine

Das ist letztlich auch meine hauptsächliche Kundenquelle, aber auch über die Portale kommt immer mal wieder ‚was ‚rein. Die meisten kommen aber über die Google-Suchergebnisse, zum Beispiel wenn sie irgendwas mit Texter oder ähnlichen Begriffen suchen. Dann landen sie entweder auf einer LandingPage oder auf meiner Startseite und klicken sich dann irgendwann zur prominent platzierten Kontakt-Seite. Dort gibt es ein Kontaktformular, das einige nutzen. Der Großteil ruft aber direkt an, und da muss dann der Kundenflüsterer ran 😉

Der Kunde so: ‚Machen Sie sowas auch?‘

Oft führt dann der Weg in diesem Erstgespräch mit Neukunden zu sowas wie der Frage ‚Machen Sie sowas auch?‘. Ich bejahe diese Frage in der Regel, weil die meisten Kunden sich auch schon einiges auf meiner Website durchgelesen haben und ungefähr ein Bild davon haben, was ich so zu bieten habe. So biete ich zum Beispiel Werbetexte, Marketing-Texte Online-Texte oder auch solche für die Suchmaschinen an, um nur einmal grob zu umreißen, bei welchen Kundenwünschen das Erstgespräch weitergehen kann. ablehnen muss ich dagegen zum Beispiel ab und zu mal englisches Texten, weil ich zwar sehr gut Englisch spreche und schreibe, es aber einem Muttersprachler sofort auffallen würde, wenn er einen von einem Nicht-Muttersprachler verfassten Text lesen würde.

Wie teuer & bis wann?

Nachdem die generelle Machbarkeit des Auftrags geklärt ist, brennen zwei weitere Fragen den Neukunden meistens unter den Nägeln – aber ist ja auch verständlich. Natürlich wollen sie gerne wissen, bis wann sie mit der Auftragserstellung rechnen können und auch, mit wie vielen Kosten sie dabei rechnen müssen. Bei mir läuft das dann so ab, dass ich generell bei Neukunden eine 50%ige Anzahlung berechne. Ist diese eingegangen, erstelle ich eine textliche „Duftnote“ anhand derer sich die Kundin einen Eindruck von meiner „Schreibe“ verschaffen kann. Ist der Eindruck gut, plane ich den neuen Auftrag zwischen den bestehenden ein und kann, je nach Auftragsvolumen einen konkreten Abgabetermin durchgeben. Die Restzahlung erfolgt dann in der Regel mit Auftragsabschluss.

Auf ersten Kontakt folgt erste Rechnung

Speziell bei der Anzahlung muss man bei manchen Neukunden noch argumentieren. Ich habe allerdings mindestens eine schlechte Erfahrung zu viel gemacht, um einfach so drauf los zu texten. Wenn man ein-, zweimal auf seiner getanen Arbeit sitzenbleibt, überlegt man sich ja doch, wie man sich das zukünftig ersparen kann. Die allermeisten Neukunden haben dafür auch Verständnis.
Der erste Kontakt endet dann in der Regel mit der Übereinkunft über die eben skizzierten nächsten Schritte, also Anzahlung, Kostprobe, Termin für Abgabe und los.

Weiter geht’s hier direkt mit Teil 2: Ablauf von Texteraufträgen, Teil 2: Textbedarf ermitteln

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