Erfolgreich abnehmen – ohne Alkohol

Die Alkoholabstinenz war einer der letzten Meilensteine in meiner Abnehm-Geschichte. Als ich Anfang 2020 damit aufhörte – und zwar komplett und ohne Kompromisse – habe ich noch einen Schritt weiter gemacht, und zwar sowohl im Gewicht als auch im Körpergefühl allgemein. Was Alkohol mit dem Körper anstellt, ist vielen entweder nicht bewusst oder es wird – nicht selten in der sogenannten Bierlaune – billigend in Kauf genommen. Durch meinen Verzicht habe ich nicht nur Kilos verloren, sondern auch jede Menge Lebensqualität gewonnen, und ich kann das aus beiden Gründen nur jedem empfehlen.

Alkohol – viel zu etabliert bei uns

Jedem und jeder deswegen, weil Alkohol seit jeher mitten in unserer Gesellschaft anerkannt, ja, sogar liebgewonnen ist. Alkoholgenuss muss man hier natürlich vom regelrechten Saufen und vom Alkoholismus trennen, aber so oder so ist es besser, den Alkoholkonsum einzustellen. Das Problem ist auch hier – ähnlich wie bei leichtem, schnellem Essen oder auch Zigaretten – dass Alkohol viel zu einfach und zu billig zu haben ist. 0,5 Liter Bier für 49 Cent, 0,7 Liter Wodka für 4,99 €. Das ist schwer zu verstehen, aber ganz normal hier bei uns. Trinken ist gesellschaftlich etabliert, erwünscht schon beinahe, es gibt zahlreiche Begebenheiten, wo Alkoholkonsum vollkommen normal ist. Dass ich an dieser Kultur nicht mehr teilnehme, hat mir gleich zwei große Vorteile eingebracht.

Trinken kann dick machen…

Denn Alkohol hat Kalorien ohne Ende. Damit meine ich nicht nur das oft zurecht verdächtigte Bier. Auch Alkohol an sich, ob er jetzt mit Hopfen und Malz versetzt ist oder nicht, hat eine Menge Kalorien, die man sich in Flüssigform in raunen Mengen zuführt. Und was das Bier – auch „Flüssigbrot“ genannt – an kalorienreichen Eigenheiten mitbringt, das schaffen andere durch Begleiterscheinungen wie Zucker, siehe Mixgetränke oder Cocktails.
Da man meistens abends trinkt und man ja abends eigentlich eher zurückhaltend Kalorien zu sich nehmen sollte, ist das schon mal ein Eigentor.

…und dann macht es ja auch noch hungrig

Und nur kurze Zeit später steht es dann meistens auch schon 2:0 für den Alkohol, und zwar dann, wenn der nächtliche Hunger kommt. Was meinst Du, warum es zum Beispiel hier in der Düsseldorfer Altstadt, der „längsten Theke der Welt“, praktisch immer abwechselnd geht: Kneipe, Fressbude, Club, Imbiss, Disko, Fastfood-Kette. Klar, wer trinkt, hat irgendwann umso mehr Hunger und dann geht’s natürlich nicht nach hause, wo der vielleicht heute Mittag noch gutgemeinte Salat wartet. Nein, dann gibt’s an der Döner-Theke oder beim Burgerladen schön noch 700 Kalorien aufs heutige Konto oben drauf.

Einmal ist keinmal?

Ich will jetzt gar nicht jedem, der mal in der Stadt die Sau rauslässt zum verfressenen Säufer abstempeln, um Gottes Willen. Jeder soll machen, was er oder sie will. Wenn das Abnehmen aber auch dazugehört, muss man sich natürlich darüber im Klaren sein, dass Klare, Kräuterschnäpse, Bier oder Weine immer auch ein Teil des Problems sein können. Wie gesagt, Alkoholabstinenz ist Teil meiner persönlichen Strategie. Das musst Du natürlich für Dich so nicht adaptieren, aber Du musst Dich auch nicht wundern, dass Du gewisse Ziele nicht oder nur recht langsam erreichst, wenn Du jedes Wochenende um die Häuser ziehst.

Das ist wie auch bei den anderen falschen Dingen, die man lassen sollte oder den guten Dingen, die man machen sollte, um erfolgreich abzunehmen: Wenn Du auf der Waage mal wieder unzufrieden bist, brauchst Du nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen, wenn das heutige Ergebnis frustrierend ist. Wenn du aber zu dem Schluss kommst, Du machst alles richtig, ernährst Dich gut, machst sogar regelmäßig Sport, aber trinkst auch regelmäßig viel (plus Mitternachtssnacks), dann weißt du ja, wo der Übeltäter ist 😉