Ernährungsumstellung: abends, Snacks & Heißhunger

Abends: Fisch und Salate

Beim Abendessen gilt bei mir dasselbe wie bei einem erfolgreichen Fußball-Team: never change a winning team. Starspieler ist in meinem Team der Fisch. Und abends ist strenge Kohlehydrate-Abstinenz angesagt. Ich esse schon seit ca. zwei Jahren abends gar keine Kohlehydrate mehr, also Abendbrot oder gar Pizza – wie zu guten alten Zeiten – gibt’s hier gar nicht mehr. Muss auch für mich auch nicht, denn ich habe mehr als adäquaten Ersatz gefunden. Und für mich ist das Fisch. Vor allem Heringe, Forellen, Lachs und Krabben esse ich sehr gern abends. Sie haben das Herzhafte, das ich mir wünsche, sie haben aber auch tolle Nährstoffe und können sofort und ohne zusätzlichen Aufwand verzehrt werden. Ich finde auch, dass man Meeresfrüchte gar nicht großartige mit Saucen oder Sättigungsbeilagen „stören“ sollte. Die schmecken alle so super, die muss man pur genießen.

In der Regel esse ich nach der Reise ans kulinarische Meer noch einen Salat. Der ist meiner Ansicht nach eine Wissenschaft für sich, denn mit Salaten habe ich mich lange schwergetan. Jetzt aber habe ich mein – und ich meine wie immer wirklich mein persönliches – Rezept für den Salatgenuss. Es geht hier für mich vor allem um tolle Zutaten und das richtige Dressing. Ich habe lange an „meinem“ Salat herumgebastelt, aber bin sehr froh, dass ich da mein Glück gefunden habe. Wie auch oben schon mal: hier gibt’s mehr Infos dazu.

Und sonst? Snacks am Abend

Gut, soweit mein persönlicher Tages- und Ernährungsplan, mit dem ich konstant abnehme und trotzdem glücklich ernährt bin. Aber was, wenn man dann nach dem letzten Salatblatt oder der letzten Krabbe doch noch ein Hüngerchen verspürt? Oder wenn man später nochmal was snacken möchte? Ganz empfindliches Thema für viele: Die Knabbereien, Süßigkeiten und Snacks am Abend. Was ist das Problem? Man sitzt inaktiv vor dem Fernseher und schon schweifen die Gedanken zur Süßigkeitenschublade. Wie lässt sich das Problem lösen? Lange Zeit vorher schon, indem man die falschen Sachen gar nicht erst einkauft und indem man stattdessen Alternativen hat:

Wie gesagt Möhren sind für mich eine super Kaubeschäftigung am Abend. Während ich an meinen Möhren kaue, kann schon mal eine Folge Big Bang Theory durchlaufen. In der Zeit schaufeln andere sich Chips für 1.000 Kalorien rein. Es geht meistens nur ums Kauen und dass man sich irgendwas in den Mund schiebt. Das geht mit Möhren ebenso wie mit Kohlrabi oder Paprika. Mein Dreigestirn des abendlichen Snackens!

Kompromiss für Knabberzeugs

Und wenn es schon salziges Knabberzeug sein muss, nimm wenigstens nicht sowas wie Kartoffelchips oder geröstete Cashewnüsse. Das ist der absolute Hammer, danach kannst Du erstmal drei Stunden lang joggen, um das wieder abzuarbeiten. Tust Du das? Nein, dann iss lieber sowas wie Salzstangen. Die sind auch nicht perfekt, beinhalten massig Kohlehydrate, aber sie sind als Kompromiss wenigstens gut zum Umgewöhnen. Mir haben sie geholfen, wenn ich mal Heißhunger auf Snacks hatte.

Heißhunger auf Süßes am Abend?

Wenn ich stattdessen etwas Süßes brauche, greife ich auf Reiswaffeln zurück. Früher hat die nur mein Sohn gegessen, wir nennen sie Karton, weil irgendwie so schmecken, wie ich mir den Geschmack von Kartons vorstelle. Das Süße daran ist aber nicht etwas ein Schokoguss, wie bei manchen Süßwaren im Supermarkt. Ich gebe etwas Honig auf die Reiswaffeln. Wenn ich abends etwas Süßes „brauche“, esse ich eine oder zwei RW-Ho, wie ich sie in meinem Ernährungstagebuch nenne, drehe sie zwei Minuten im Kreis, damit der Honig gleichmäßig verläuft und schmause dann. Für den Honig gilt Ähnliches wie für die Salzstangen: Perfekt ist das nicht, gerade zu späterer Stunde, lieber weglassen. Aber immer noch viel besser als abends noch richtige Süßigkeiten zu essen. Ich will ja hier wie gesagt keine Revolution anstiften, sondern auch einen schrittweisen, behutsamen Weg aufzeigen, der nicht gleich mit totalem Verzicht an allen Fronten einhergeht, und da sind so Kompromisse wie Honig oder Salzstangen ganz gut.

Was ist eigentlich dran am Intervallfasten?

Interessant ist auch die Zeit, in der ich all das esse. Vom Intervallfasten habe ich schon mal gehört. Da halte ich es aber genauso, wie mit diesen ganzen anderen Hypes und den Diäten, die jetzt gerade alle toll finden: erstmal Füße stillhalten. Unabhängig vom Hype ums Intervallfasten habe ich aber auch festgestellt, dass mein Essenszeitraum nie viel mehr als 10 Stunden beträgt. Das liegt aber daran, dass ich ein sehr später Frühstücker bin – ich trinke immer erstmal ausgiebig Kaffee zum Wachwerden und frühstücke dann am späten Vormittag. Abendessen gibt’s in der Regel so gegen 19 Uhr und dann ist – abgesehen von ein paar Möhren oder einer Reiswaffel – Schluss. Generell bin ich aber bei solchen Themen wie dem Intervallfasten, mit denen man plötzlich überall konfrontiert wird, sehr skeptisch. Man muss eben auch bei den Tageszeiten seinen eigenen Weg finden.

Wasser trinken in der Ernährungsumstellung

Was ich aber den ganzen Tag über mache, ist Wasser trinken. Und auch hier gibt’s ja diese weit verbreitete Überzeugung, dass man drei Liter Wasser pro Tag trinken soll. Ich übertreffe das teilweise noch deutlich (zu den Höchstzeiten bis zu sechs Liter pro Tag), und ich habe Wasser von Anfang an als hilfreich beim Abnehmen empfunden. Du hast es immer zur Hand, kannst den Magen damit etwas füllen und nimmst etwas zu Dir. Andere Getränke kommen mir in der Regel auch nicht mehr in die Gläser – selten, an Cheat Days gibt’s mal ausnahmsweise einen kleinen Softdrink, wobei ich die meistens noch nicht mal austrinke. In den letzten Monaten habe ich mich auch etwas zum Teetrinker hinentwickelt, aber im Großen und Ganzen spüle ich meinen Körper gut mit medium-geprickeltem Wasser durch. Ich kühle es, da ich kühle Getränke besser finde, es muss etwas Kohlensäure haben und fast jeden Tag gibt’s ein Glas davon mit frischgepresster Zitrone. So führe ich mir Nährstoffe zu und trage zur Entgiftung des Körpers bei. Einziger Nachteil: Ich muss mittlerweile jede Nacht mindestens einmal raus, seitdem ich so viel trinke.

So, das war der Hauptartikel zum Thema Ernährungsumstellung zum Abnehmen. Auf manche Themen gehe ich noch dezidierter ein, lies da ruhig über die Links weiter, wenn Du Interesse hast. Generell ist die Ernährung für mich eine der drei Grundsäulen zum Abnehmen und natürlich auch für ein längeres, gesünderes Leben. Man fühlt sich einfach besser und es macht Spaß, neue Dinge zu entdecken und zuzubereiten. Gesunde Ernährung ist auch gar nicht so komplex oder kompliziert.

Hier kannst du mehr über Inhaltsstoffe und Nährstoffe lesen, welche wir brauchen und wo sie drin sind.

Mach dich schlau, mach Dich schlank 😉

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.