Kalorienverbrauch am Tag – Die Abrechnung

Kalorien nicht nur vermeiden, sondern effektiv verbrennen

Nun ist das mit den Kalorien aber keine Einbahnstraße. Man kann sie nicht nur zu sich nehmen, sondern auch selbst verbrennen. Was auch immer mit dazugehört, wenn man über Kalorien spricht ist Bewegung und Sport. Oh Gott, jetzt auch das noch, sagst Du vielleicht (?) Aber warte, Sport ist eine wichtige Grundsäule beim Abnehmen, es geht um ein Vielfaches einfacher, wenn Du auch aktiv an Deinem täglichen Kalorienhaushalt arbeitest. Zudem – leichte Entwarnung – verbrennst Du ja auch bei ganz normalen Alltagsaktivitäten Kalorien, ja, sogar beim Fernsehen! Schau mal, hier ist eine Kalorientabelle.

Kalorienverbrauch am Tag – Rechnen wir mal zusammen

Wie Du zum Beispiel in der Tabelle mit vielen verschiedenen Richtwerten siehst, ist das mit den Kalorien schon sehr weit erforscht. Manche Damen werden sich freuen, ‚Oh super, ich kann 125 Kalorien verbrauchen, während ich shoppe!‘, andere werden sagen ‚Gut, ich kann auch zehn Stunden fernsehen und habe auch 400 Kalorien verbraucht.‘ Du musst für Dich Deinen Ansatz finden, meiner liegt ganz klar in der Ernährungsumstellung, dem gleichzeitigen Sport und dem Alkoholverzicht. So geht’s schneller, denn ich sage Dir:

Je länger Du schwer bleibst, desto schwerer wird das Durchhalten!

Gut, jetzt rechnen wir, ich nehme mich als Beispiel:

Bleiben wir mal bei der Tabelle oben – sie muss nicht immer 100%ig richtig sein und natürlich sind die folgenden Werte nur Richtwerte, aber trotzdem hat man so einen Anhaltspunkt für die tägliche Kalorienrechnung:

  1. Gehen wir mal davon aus, mein täglicher Kalorienverbrauch liegt bei 2.400 am Tag.
  2. Ich esse zwei Chia Vital Brote aus dem Supermarkt mit jeweils 5 Gramm Butter und Hühnchen in Aspik und zwei Knäckebrote mit jeweils 2 Gramm Butter, 20 Gramm Frischkäse und einem Schuss Honig.
  3. = Brote 278 kcal, Aspik 88 kcal, Knäcke 74 kcal, 14 Gramm Butter 103,6 kcal, Frischkäse 54 kcal, Honig 30 kcal = 627,6 kcal. Find‘ ich schon relativ happig fürs Frühstück. Aber wie gesagt, ich setze schon aufs Frühstück als Basis für den Tag und esse auch bewusst hier meine Kohlehydrate.
  4. Mittags esse ich mein Hühnchen mit Paprika-Tomatensauce – schwer auszurechnen, da alles selbstgemacht ist, aber setzen wir einfach mal großzügige 600 Kalorien an – ich glaube, das wird nicht so viel sein.
  5. Abends esse ich drei halbe Matjes – sagen wir 262 kcal und 400 Gramm von meinem Salat, wie schwer zu sagen, weil er sich aus vielen verschiedenen und sehr variablen Zutaten zusammensetzt. Sagen wir mal, der hat zwischen 300 und 500 kcal.
  6. Anschließend drei Möhren, sagen wir 50 kcal und zwei Reiswaffeln mit Honig, schätzungsweise 100 kcal (ca. fifty-fifty zwischen Waffel und etwas Honig).

Zusammengerechnet:

  • Frühstück: 627,6
  • Mittagessen: 600
  • Abendessen: 762
  • Snacken 150

= 2.139,6 Kalorien am Tag. Passt doch soweit, nicht wahr? Hat es auch, als ich während des Lockdowns die Füße verletzt hatte und trotzdem abgenommen habe. Es geht auch, indem man einfach weniger zu sich nimmt als man verbrennt, klar. Aber Meistens ist es nicht so einfach. Man snackt ja doch nochmal hier und da – und gerade die Kleinigkeiten schlagen irgendwo doch noch zubuche. In meiner Rechnung sind keine alkoholischen Getränke mit eingerechnet, die ich ja nun auch gar nicht mehr konsumiere. Aber es gibt manchmal abends noch ein paar Salzstangen, wirklich nur so 10 – 20 Stück, aber immerhin. Auch Äpfel, Kohlrabi oder selten mal zwei Kekse oder was einem manchmal so unterkommt, muss man eben im Auge behalten. Manchmal komme ich auch mit meinem Gegessenen nicht hin und mache mir nachmittags meine „Obstkotze (OK)“. So nenne ich liebevoll eine Mischung aus 500 Gramm Yoghurt (3,8% Fett), einem Apfel, 200 Gramm Früchtemüsli und ca. zwei EL Honig. Rechnet man eine ordentliche Portion „OK“ bei meinem Beispiel-Tag dazu, kommen sicher noch einmal 400 Kalorien dazu. Dann bin rein rechnerisch und vom Essen her ich schon im roten Bereich. Aber: Ich habe früher sicher nicht selten doppelt so viele Kalorien zu mir genommen und noch nicht mal die Hälfte dessen verbraucht, was ich heute durch Sport verbrauche.

Deine Kalorien-Bilanz: Gut informiert ist besser ernährt

Also: Immer die kcal im Auge und Hinterkopf behalten, denn man rutscht doch recht schnell über die Grenze, auch mit vermeintlich unbedenklichen Lebensmitteln. Natürlich verbrennst Du praktisch auch durch reines Nichtstun Kalorien, es ist wie gesagt keine Einbahnstraße. Aber gerade wenn Du noch auch einige Kalorien-Bomben nicht verzichten kannst, vielleicht job-bedingt oft essen gehst oder das Snacken abends einfach nicht lassen kannst, musst Du aufpassen und mit mehr Bewegung gegensteuern. So geht die Rechnung dann wieder auf! Aber denk dran: Für eine Tüte Chips müsstest Du – rein kalorien-technisch betrachtet und etwas überschlagen – mehr als eine Stunde joggen 😉