Das Linguistik Studium – Morphologie & Syntax

Und weiter geht’s im Text, bzw. der Vorstellung meines Studiums und wie es sich aufgebaut hat. Wie im ersten Artikel zum Linguistik Studium bereits erwähnt, geht es zunächst um die Grundlagen dreier Hauptthemenbereiche. Einen davon, den für Texter wohl wichtigsten, nehme ich mir direkt mal als Erstes vor, den Bereich Morphologie & Syntax.

Morphologie – Wie Worte sich aufbauen und warum

Die Morphologie beschäftigt sich mit den Wortbildungsprozessen im Deutschen, aber natürlich auch anderer Sprachen der Welt. Hier werden die Wortbildungsmechanismen analysiert und miteinander verglichen. Flexion, Derivation oder Komposition, alles Wortbildungsarten des Deutschen, manche produktiver als andere, manche in anderen Sprachen produktiver als im Deutschen, manche in anderen Sprachen gar nicht vertreten. Durch sie werden Worte verändert, bekommen neue Elemente hinzu. So sind e, s oder en zum Beispiel Suffixe für den Deutschen Plural, im Englischen ist hierfür fast ausschließlich das s zuständig.

Im Basiskurs Morphologie lernt man eine Menge interessanter Dinge und erhält eine Grundlage dafür, dass man sich „am Ende des Studiums nicht mehr normal unterhalten kann“ – So hieß es jedenfalls bei uns 😉 Tatsächlich ist es ein wenig so, denn jedes Gespräch mit anderen Menschen bietet Gelegenheit zur Analyse, nicht nur auf morphologische Aspekte, sondern auch auf alle anderen Gebiete.

Syntax – SVO, SOV, OSV usw

Wie natürlich auch auf die Syntax – Der Disziplin, die sich mit dem Satzbau befasst. Was die Morphologie auf Wortebene tut, tut die Syntax eine Stufe darüber. Sie analysiert, warum Sätze so gegliedert sind, wie sie sind. Sätze werden dafür in Phrasen unterteilt, die wiederum auf ihre gegenseitige Relation zueinander analysiert werden. Natürlich entdeckt man dabei auch, dass die Reheinfolge sich meistens wiederholt: Das Deutsche und auch Niederländische stellen Sonderfälle in Sachen Grundwortstellung dar. Während Englisch oder Französisch relativ sicher SVO zugeordnet werden können (also Subjekt, Verb, Objekt) kann das Deutsche diese rigide Grundwortstellung verlassen, ein typisch Deutsches Phänomen ist z.B. die Verb-Endstellung im Relativsatz – Doch das geht jetzt schon zu tief ins Detail und ist auch fast Stoff aus den Aufbauseminaren.

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