Deutsche Synchronstimmen – Verehrte Damen und Herren

Da fang ich doch neulich an, Vikings zu gucken und siehe da, nein höre da: Geralt von Riva spricht zu mir! Wie kann das sein? Naja, er hat dieselbe Synchronstimme wie Rollo, der Serienbruder von Ragnar Lodbrok in Vikings. Schon mochte ich die Serien gleich noch etwas lieber und da fiel mir wieder auf, wie stimmenaffin ich doch bin. Ich liebe einfach manche Synachronstimmen und ich weiß noch, wie ich als Kind einen Schock bekam, als jemand bei ALF seine Stimme verlor.

Markus Pfeiffer in The Witcher 3

Velen, Temerien – Ein weißhaariger Mann mit zwei Schwertern metzelt blutrünstige Monster dahin, eins nach dem anderen, schneidet ihnen mit der Silberklinge die Extremitäten ab und kommentiert das Ganze: „Wie schmeckt Dir das Silber?“, „Bist Du hässlich!“, „Werden wir jetzt nervös?“.

Wie nervös Zombies wie Ghule oder Moderhäute tatsächlich werden, darüber findet man im Spiel keinerlei Nachweise. Eines ist aber ganz klar: Geralt ist ne „coole Sau“ und das liegt nicht zuletzt auch an seiner markanten Stimme, die ihm in der deutschen Fassung von Markus Pfeiffer verliehen wird.

Hier ein interessanter Clip zur Witcher-Synchronisation:

Und ich muss sagen, Herr Pfeiffer, Sie sind damit in die Riege meiner Lieblingssprecher aufgestiegen. Große Ehre für Sie 😉

Stimmliche Unterschiede zwischen Witcher und Vikings

Also spricht Herr Pfeiffer auch den Rollo Lodbrok in Vikings. Bis mir das klar wurde, musste er sich schon eine Weile mit seinem Bruder unterhalten, bis ich das rausgehört hatte. Der große Unterschied zwischen Rollo und Geralt ist aber, dass Markus Pfeiffer in Vikings weniger Druck im Kehlkopf, bzw. auf die Stimmlippen aufbaut, sodass Rollo weniger kernig klingt als der Hexer.

Irgendwo zwischen Geralt von Riva und Tom Cruise

Geralt klingt einfach eine ganze Ecke cooler, und seine Stimme ist deutlich druckvoller. Rollo ist so eine Art Schnittstelle im Stimm-Spektrum des Sprechers und rangiert irgendwo zwischen Geralt von Riva und Tom Cruise, den spricht Markus Pfeiffer nämlich unter vielen anderen auch in einem meiner Lieblingsfilme, Krieg der Welten.

Meine Lieblingsstimmen

Ähnlich spektakulär geht es in 2012 zu, wo Roland Emmerich einmal mehr sein Talent als Weltenzerstörer beweist. Bei dem ganzen Lärm geht eine meiner Lieblingsstimmen fast unter: Andreas Fröhlich, den ich übrigens auch als Synchronstimme von Gollum erkannt habe – offenbar als einer der wenigen:

Außerdem hören sich folgende Herren ganz toll an:

  • Benajmin Völz (Charlie Sheen, David Duchovny, James Spader, Keanu Reeves, Matthew McConaughey, Mathew Modine, Tim Roth)
  • Tobias Meister (Brad Pitt; Kiefer Sutherland; Sean Penn; Tim Robbins; Gary Sinise; Forest Whitaker)
  • Tobias Kluckert (Tom Hardy, Gerard Butler, Bradley Cooper, und und und, sowie aktuell sehr gefragter Werbesprecher)

Stimmen-Hopping

Besonders witzig ist es – wie im oben beschriebenen Fall -, Stimmen in Serien oder Filmen wiederzuerkennen. Es ist nicht immer so ein Hardcore-Level wie bei Gollum, so erkennt man zum Beispiel und aktuell die deutsche Synchronstimme von Penny aus The Big Bang Theory auch in der im Pro7-Programm direkt darauf folgenden Serie, Two Broke Girls wieder. Dort spricht Sonja Spuhl nämlich ebenfalls die Haupt-Blondine.

Verehrte Damen

Apropos Blondine: Meine liebste weibliche Synchronstimme, Christin Marquitan, sorgte für den ersten Synchronstimmen-Schock in meiner Kindheit, als sie plötzlich Lynn Tanner in Alf sprach. Wo die alte Stimme hin war, weiß so recht keiner meh, vielleicht ist sie zum Melmac geflogen. Lynn’s neue Stimme hörte man fortan aber immer wieder, bei Two and a Half Men, X-Men oder Greys Anatomy.

Letzteres ist aber eher für die Damen der Schöpfung. Wir Herren stehen eher auf Hexer und Vikinger 😉

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