Diese Sprachfehler macht jeder (fast)

Irgendwer muss doch alles richtig machen – so sprachlich. Mein hochgebildeter Freund, der Texter, mein Opa oder wenigstens der Sprecher von der Tagesschau.

Klar, jeder macht mal Fehler. Manche Fehler machen viele, andere Fehler machen nur ganz wenige, und trotzdem sind sie falsch.

Es gibt so ein paar Fehler, die fast jeder macht und die deswegen wahrscheinlich gar nicht als Fehler angesehen werden. Hier die Top 3 der sprachlichen Fehler, die man sogar bei der Tagesschau hören kann:

Brauchen ohne zu gebrauchen: Wenn im Deutschen gesagt wird, dass jemand etwas nicht zu tun braucht, geht dies mit dem Zusatz „zu“ einher. Beispiel: Das brauchst Du nicht zu machen. Was man also sehr wohl zu machen braucht, ist im Deutschen „brauchen“ mit „zu“ zu gebrauchen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man „brauchen“ als Modalverb nutzt. Viele Sprecher des Deutschen behandeln diesen kleinen sprachlichen Partikel aber leider sehr stiefmütterlich.

Schuld sein vs. Schuld haben: Alle sagen, „du bist Schuld“. Schuld daran hat der Volksmund, denn wenn es alle so sagen, denken auch alle, sie machten es richtig. Sie sind aber alle auf dem Holzweg, denn richtig heißt es „du hast Schuld.“ Schuld ist ein Nominativ, „sein können“ kann man aber nur ein Adjektiv, sprich „du bist schuldig“.

Sinn machen: Ein Fehler, der schon zu den Bekannteren gehört und trotzdem noch von vielen weiter falsch ausgesprochen wird!?! „Sinn machen“ entsteht dadurch, dass diese Sprachwendung im Englischen“to make sense“ genutzt wird. Also ein entlehnter Sprachfehler sozusagen. Richtig wäre „Sinn ergeben“.

Immer dran denken: Auch wenn es jeder falsch macht, ist es trotzdem nicht richtig. Amen!

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