Game Review – Civilization: Beyond Earth, Teil 1

Klassiker mit neuem Gewand aber auch neuen Schwächen

Schon wieder mal ein Game mit einem Doppelpunkt im Titel. Früher hieß es einfach Civilization 1,2 oder 3, IV oder V. V ist ein gutes Stichwort, denn das war der Vorgänger von Civilization: Beyond Earth, doch dazu später noch ein Wort. Jetzt interessiert uns erstmal ein ganz anderes: Exodus. Das nämlich ist der Plan der Menschheit, die in einer hübschen Intro-Geschichte von der Erde verabschiedet wird.
Es geht endlich auf den neuen Planeten, den so viele Civ-Fans sich schon in ihren kindlichen Träumen ausgemalt haben.

Nein, es ist NICHT Alpha Centauri!

Nein, es ist NICHT Alpha Centauri!

Präambel: Civilization-Spieler sind keine normalen PC-Spieler. Wir haben einen nicht unerheblichen Teil unserer Lebenszeit damit verbracht, uns im Micro-Management der Weltensimulation zu verlieren, um am Ende zu gewinnen.

Immerhin zählt seit Civ V unser Steam-Account mit, wie viel unserer Lebenszeit für das Spiel aufgewendet werden. Der Hardware-Aufwand ist gleichzeitig vergleichsweise gering, liegt wohl in der Natur des Genres. „Zivilisierte“ Gamer spielen jedoch wegen des Spielkonzepts. Daher macht es uns auch nichts, dass Ende 2014 noch immer wenige grafische Offenbarungen zu vermelden sind, zumindest im Vergleich zu Titeln anderer Genres, die dieser Tage so erscheinen. Civ ist an sich etwas Besonderes und deshalb erfreuen nicht wenige sich auch noch am ersten Civilization aus dem Jahre 1991:

Goodbye Erde – Die Exodus-Doku

Jetzt heißt es Koffer packen und auf zu neuen Welten. Was für Welten das sind, das können wir im Spiel-Setup beeinflussen oder wir starten ein neues Spiel mit zufälligen Werten allenthalben.
Doch das Spiel-Setup ist interessant, hier können wir einige zentrale Voreinstellungen vornehmen:

Erstmal ein Volk auswählen. Nanu, keine Deutschen, keine Amis oder Chinesen? Na, immerhin schreiben wir das 27. Jahrhundert, da haben sich einige neue Fraktionen herausgebildet, wie Franco-Iberia, die Slawische Föderation oder ARG. Insgesamt gibt es nur 8 Länder – oder „Sponsoren“ zur Auswahl. Sie alle haben zwar Spezialfähigkeiten, die meisten sind aber ziemlich schwach oder haben nur sehr begrenzte Auswirkungen. Da scheinen der Produktionsbonus für Wunder und die 25% schnelleren Bautrupps der Panasien Kooperative noch den meisten Vorteil zu bringen.

Ich packe meinen Koffer…

In weiteren Schritten können wir nun auswählen, welche besonderen Dinge wir in unsere Raumkapsel packen, wie zum Beispiel einen Extra-Bautrupp oder einen Scanner, der uns direkt von Anfang an sämtliche Küstenverläufe offenbart. Zudem lässt sich auswählen, von welchem Schlag unsere Kolonisten sind, wie etwa Ingenieure, Künstler oder Aristrokraten. Die individuellen Bonus-Werte für die Kolonisten sind auf jeden Fall nützlich und immer eine Überlegung wert.

Nachdem wir insgesamt 5 wegweisen Grundauswahlen getroffen haben, trifft unsere Raumkapsel auf der neuen Welt ein:

k-2014-10-24_00003

Die blaue Umrandung zeigt den Bewegungsradius des Erkunders, das fesche Lila zeigt das aktuelle Einzugsgebiet der Stadt.

Es gibt recht grüne Waldplaneten, karge Wüstenplaneten und bläuliche Pilzplaneten. Als Pre-Order Bonus gibt’s zusätzlich auch noch das Exoplanets Map Pack.

Sie alle warten mit einigen altbekannten Geländefeldern auf, wie Ebene, Fluss, Wald oder Hügel. Auch Obst, Öl oder Basalt hat man als Mensch schon mal gehört. Aber wir haben hier auch Exotisches wie Resilit, Schwebestein oder Firaxit. Letzters, ja, ist nach dem Entwicklerstudio Firaxis benannt und eine der wichtigsten taktischen Ressourcen im Spiel.

Unsere Ladungskapsel landet nun auf einem Feld, das wir innerhalb einer recht eng begrenzten Fläche auswählen durften. Da steht ein Erkunder, dort ein Bautrupp oder Soldat…Es geht los mit Civilization: Beyond Earth.

Bald geht’s weiter mit Teil 2 Review Civilization: Beyond Earth

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.