Game Review – Civilization: Beyond Earth, Teil 2

Nachdem wir im Game Review – Civilization: Beyond Earth, Teil 1 den Exodus der Menschheit von der Erde geplant und durchgeführt haben, sind wir nun endlich auf dem neuen Planeten angekommen. Hier erwartet uns – sowohl als Civ-Spieler, wie auch als junge Nation – eine neue Welt, bestehend aus fremden Geländearten, Wissenschaften und auch Wesen.

Die Aliens sind eigentlich wir

A propos Wesen: Eigentlich sind wir – die Menschen – ja die Außerirdischen auf den Planeten, die wir in Civilization: Beyond Earth erschließen sollen. Die eigentlichen indigenen Kreaturen die wir hier vorfinden, stellen aber eine interessante zusätzliche Fraktion zu den menschlichen dar.

Koexistenz mit den Aliens

Dabei ist Streit gar nicht unbedingt nötig, denn ein friedliches ein Zusammenleben mit den grünen Krabblern ist durchaus möglich. Wenn wir entsprechende Bereiche im Technolige-Netz erforscht haben, können wir auch Alien-Reservate oder sogar eigene Alien-Einheiten bauen.
Doch auch für friedliebende Staatsoberhäupter kann es mitunter in Civilization: Beyond Earth schwierig sein, einen Konsens mit den grünen Viechern zu finden. Denn je nach Startpunkt unserer neuen Zivilisation können sie uns nah auf die Pelle rücken.

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Da ist es schwierig, schnell neue Städte zu gründen, weil die Aliens von ihren Nestern aus teilweise ganze Küstenstreifen bevölkert.

Krieg mit den Aliens

Also müssen sie weg! Vor allem dann, wenn auch noch menschliche Fraktionen aus den anderen Himmelsrichtungen angesiedelt kommen. Das wiederum kann für Verstimmung bei den anderen Erdlingen sorgen. Die haben gut reden, denn sie müssen sich ja unter Umständen gar nicht mit den aufdringlichen Grünlingen beschäftigen, sondern erschließen ungestört die Landschaft. Hier kann man also gleich zu Spielbeginn mit schwerwiegenden Entscheidungen konfrontiert werden. Oder man hat Glück und gar keine grünen Nachbarn, das gibt’s auch.

So oder so, die Aliens sind eine interessante Komponente, die das neutrale Zünglein an der Waage sein können. Mehr als die Entscheidung für oder gegen einen Kampf bringen sie aber auch nicht ins Spiel mit ein.

Die menschlichen Fraktionen

Anders sieht es da natürlich mit den Mitmenschen aus. Nach und nach trudeln sie in Habitat-Kapseln auf dem neuen Planeten ein (teilweise erst mehrere Runden nach dem Spielstart) und melden sich direkt erstmal kurz an:

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Einer der Anführer im Gespräch, hier Samatar von der Afrikainschen Fraktion

Hallo und auf Wiedersehen‚ heißt es anfangs erstmal nur und auch viele Runden später sind die neuen Menschen nicht gerade Plappermäuler:
Die Diplomatie in Civilization: Beyond Earth beschränkt sich auf ein paar Besprechungsoptionen. Man kann versuchen, etwas zu tauschen oder vielleicht Besprechungen über andere Völker zu führen. Aber nur selten haben die anderen Bedarf an Handelsbündnissen oder Allianzen, ja, selbst die offenen Grenzen werden oftmals abgelehnt.
Da wird man schon mal schnell zum Eigenbrödler.

‚Hat jemand Lust auf Krieg?‘

Oft gibt’s sogar relativ flott die ersten Verstimmungen oder gar Verbannungen – eine neue, sagen wir mal, Vorkriegsstufe.
Relativ regelmäßig wird man von verschiedenen oder gleich allen Fraktionen angemault, weil man Aliens angreift oder eine der unabhängigen Stationen aus dem Weg räumt – die Stationen haben übrigens keinerlei Auswirkung aufs Spiel haben, außer Handelpartner zu sein.

Die anderen Menschenfraktionen mosern viel herum, scheinen es aber dann auch nicht ganz so ernst zu meinen. Denn sie sind auch selbst oft ganz vorne mit dabei, wenn es gilt, Aliens abzuschlaten. Irgendwie inkonsequent, das Ganze.

UND: Mit einer Kriegserklärung halten sie extrem lange hinterm Berg. In mittlerweile 87 Stunden Spielzeit hat uns keiner den Krieg erklärt!
Das ist bei Civilization: Beyond Earth ganz anders als zum Beispiel in Civilization VI, wo die Kriegserklärung stets nur eine Frage der Zeit war.

Bald geht’s weiter mit Teil 3 Review Civilization: Beyond Earth.

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