Mein USA Blog – Teil 1: Anreise, Jetlag, erste Eindrücke

Der Sebastian geht auf große Reise. Da musste ich erst über 8.000 km wegfliegen, um mal wieder an mein Blog zu denken. Aber jetzt gibt es auch wirklich und endlich mal wieder ‚was zu berichten, und zwar meine Reise nach Seattle. Die wird mehr als einen Monat andauern und einiges zu bieten haben – Aber erstmal musste ich sie antreten und hinkommen, und das hat eine ganze Weile gedauert.

Fast 20 Stunden auf Achse

Begonnen hat das Ganze in Düsseldorf, wo ich nicht nur meine Reisevorbereitungen treffen, sondern zu allem Überfluss auch noch zwei Tage vorher und bei Rekordhitze umziehen (lassen) musste. Von dort aus ging es nach Emmerich. Von da aus brachte mich meine Mutter liebenswürdigerweise am nächsten Morgen um 5 Uhr nach Amsterdam. Ich habe diesen Flughafen gewählt, weil ich unbedingt einen zeitraubenden Zwischenstopp vermeiden wollte. Gut, dass ansonsten alles so schnell ging:

  • 1 Stunde Fahrt von Düsseldorf nach Emmerich
  • 2 Stunden Fahrt nach Amsterdam
  • 3 Stunden Aufenthalt in Amsterdam – warum auch immer!?!
  • 10 Stunden Flug nach Seattle
  • 0,5 Stunden warten am Gateway
  • 1,5 Stunden Wartezeit auf die Passport-Kontrolle
  • 0,5 Stunden Fahrt von Tacoma nach Milton

Mein erster Flug seit 2006 war…

Gut, wenn man sich auf so eine Reise begibt, ist das ja alles relativ positiv aufregend, und bis wir ungefähr über Island waren, war das ja auch alles noch ganz witzig. Aber dann fiel mir auf, dass ich immer noch acht Stunden zu fliegen hatte. In der Kopflehne des Vordersitzes war ja zum Glück so eine Art Tablet mit so einer Art Streaming-Dienst. Folgende Filme habe ich gesehen:

  • Predator, das Original aus 1987 – in Englisch, Arnie ist einfach so drollig im Original.
  • The Meg – Riesenhai entdeckt die große, weite, leckere Welt.
  • Arctic – Hätte ich schlafen können, hätte mir dieses „Cast Away“ im Eis wahrlich dabei helfen können, gähn.

So müde

Doch leider musste ich feststellen, dass ich nicht im Flugzeug schlafen konnte. Nach einer nur ca. 4-stündigen Nacht in Emmerich musste ich also bis zu meiner Ankunft in Seattle durchhalten – und darüber hinaus. Als ich am Airport ankam, war ich bereits seit 15 Stunden wach – Was normalerweise so ca. mein Tagesende markiert. Aber es war ja irgendwie wieder erst Vormittag!! Die ca. zweistündige Warterei am Flughafen SEA-TAC war ja zum Glück sehr abwechslungsreich, sodass ich…nee, das war wirklich nicht hilfreich. Und während ich im Flugzeug alle 90 Minuten aufstehen musste, weil ich nicht mehr sitzen konnte, taten mir mittlerweile die Beine vom Stehen weh.

Die Schlange an der Passport-Kontrolle war mindestens 200 Leute stark (ich habe ein Foto, das ich aber wohl eigentlich nicht hätte machen dürfen, deswegen zeig ich’s hier mal lieber nicht). Das war mehr Anstehen als an der besten Achterbahn in Disneyland. Aber wie sagten die komischen Jungs aus Rumänien in der Schlange vor mir: „At least we are in America“ – yeah, right :/ …

24 Stunden wach

Nachdem mir der Police-Officer in der Passport-Kontrolle ein paar ziemlich verstörende Fragen gestellt hatte, durfte ich ENDLICH zur Gepäckausgabe, wo sich die Koffer von mindestens drei Flügen schon stapelten. Dann noch eben mit der flughafeneigenen U-Bahn eine Station gefahren und da waren sie endlich, am Ende eine Rolltreppe: drei Mitglieder meiner vierköpfigen Gastgeberfamilie! Die Freude war groß, die Müdigkeit aber auch.

Aber ich hatte beschlossen, bis mindestens 20:30 h deutscher Zeit wach zu bleiben. Das würde sicherlich helfen, den Jetlag möglichst schnell zu überwinden, das wären dann aber auch insgesamt 24 Stunden wach und es waren auch noch fast 6 Stunden bis dahin.

Och Mist, ich muss ja jetzt Englisch sprechen

Doch jetzt, frisch angekommen und die Koffer im Subaro SUV verstaut, war erstmal Englischsprechen angesagt. Meine Konzentration war jetzt freilich nicht mehr die beste, aber jetzt ging die eigentliche Denkarbeit erst so richtig los. Wie hieß nochmal das, was war nochmal die Vokabel für…? Aber mir wurde bereits im Stau auf der Rückfahrt ein tolles Vokabular attestiert. Von einer Muttersprachlerin! Alles gut.

Das erste Mal USA seit 1999

Alles Weitere war dann erstmal Impressionen aufsaugen: Im Urlaub und in manchen anderen Ländern ist es einfach so, ein anders Licht, ein anderer Geruch, eine ganz andere Atmosphäre. Ich fand es erstmal einfach nur cool, seit 20 Jahren mal wieder in Seattle zu sein. Was für’n cooler Highway, was für Riesen-Trucks, oh wow, guck mal, ein VW! Dann verließen wir den Highway und ich sah direkt so viele Unterschiede, wie zum Beispiel Ampeln, die an Kabeln und auf der anderen Seite der Kreuzungen hängen. Und ich sah die gigantische Anzahl von Fastfood-Restaurants und da wollte ich jetzt hin.

Make yourself at home

Es ging zu Taco Time (hier) und danach zu Starbucks, die im Prinzip denselben Parkplatz teilen. Erst aß ich einen Burrito und trank danach meinen geschätzt 10. Kaffee an diesem Tag, der eigentlich mittlerweile schon zwei Tage war. Das taten wir in meinem Zuhause für die nächsten knapp fünf Wochen, ein wunderschönes 7-Zimmer-Haus, in dem ich ein eigenes Gästezimmer mit Riesen-TV, Klimaanlage und natürlich einem Boxspringbett habe. Sehr cool, ich fühlte mich gleich vollkommen willkommen.

Ab in den Supermarkt: Puh, ist das alles teuer hier

Dann ging es zum Supermarkt, der wirklich ziemlich supergroß ist. Safeway, noch nie gehört, aber auch so schnell nicht mehr vergessen: Unglaubliches Sortiment. Von allem gibt es hier viel. Außer Vollkornbrot. Außerdem ist es sehr teuer. Eine Packung Walnüsse ca. 250 Gramm zum Beispiel 6$ usw. Dafür eine unfassbare Auswahl an Fertiggerichten von amerikanischen Gerichten wie Chicken Alfredo über Riesen-Sandwiches bis hin zur Theke mit eingebautem Chinarestaurant, mit allem, was man zuhause nur von KFC kennt, einem Dutzend verschiedener Salate und 20 Meter weiter rechts dasselbe nochmal mit Donuts, Torten, Pie und, und, und. Doof nur, dass ich meine Ernährung seit Februar umgestellt hatte und schon sehr fein abgenommen hatte…

Naja, aber das Thema gesundes Einkaufen, Essen und Bewegen haben wir dann in späteren Einträgen. Und verpassen solltet Ihr außerdem nicht: Minigolf in America, Kölsch aus Alaska und natürlich den 4th of July! In diesem Sinne, bis bald!

 

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