Mein USA Blog – Teil 12: zurück in Deutschland, Jetlag und Fernweh

So, 12. und letzter regulärer Beitrag zum USA Blog…bis auf Weiteres. Denn ein nächster Besuch ist bereits in Planung. Aber zunächst einmal zum finalen – auch emotionalen – Ausklang der ersten Reise.

Rückreise-Blues mit Beinfreiheit

Ich steige mal direkt dort ein, wo ich beim 11. Beitrag aufgehört hatte: Beim Einstieg ins Flugzeug. Nachdem ich am Flughafen noch ein 9-Dollar-Sandwich gekauft hatte, ging es ohne große Verzögerungen rein in den Flieger. Ich saß am Notausgang, was mir und meinem indischen Sitznachbarn eine sehr ordentliche Beinfreiheit bescherte. Ansonsten fühlte ich mich nicht so frei, sondern schon etwas bleiern, als mir bewusst wurde, dass das Abenteuer jetzt vorbei war.

Schlechtes Wetter im Gepäck

Ja, es machte sich auf jeden Fall ein gewisser Blues in mir breit, aber die Vorfreude auf Sammy hellte meine Laune doch durchaus wieder auf. Nach 10 Stunden Flug (Filme: „Der Vorname“, „127 Hours“ und das erste Drittel der „Goonies“) und wiederum keinem Schlaf im Flieger kam ich in einem verregneten Amsterdam an. Entgegen der Hinreise gab es (für mich als EU-Bürger) keinerlei Wartezeit bei der Passport-Kontrolle. Nach kurzer Wartezeit auf den Koffer trat ich in den Ankunftsbereich und hatte dann den kleinen Mann im Arm – Das war wunderbar 🙂

Zusammen mit der etwas gestressten Oma ging’s ins Auto und dann rein in Nieselregen. Entgegen der letzten Wochen war es nicht heiß, ich hatte sozusagen Seattle-Wetter mitgebracht (obwohl ich ja wie gesagt nur einen winzigen Schauer in der eigentlich so regenreichen Stadt erlebt hatte).

Jetlag….JEEETLAAAG!

Wie auch auf dem Hinweg hatte ich geplant, dem Jetlag ein Schnippchen zu schlagen, indem ich den jetzigen, ersten Tag nach dem Flug einfach direkt komplett wachbleibe. Insgesamt sollte ich 28,5 Stunden seit dem letzten Aufwachen in Seattle wach geblieben sein – Dabei half mir die Präsentation der Fotos aus dem Urlaub:

785 Fotos und Filme habe ich auf den TV gezeigt – Die „Diashow“, wie man es früher mal nannte, dauerte insgesamt mehr als 3 Stunden. 3 Stunden, die ich sonst wohl nicht wachgeblieben wäre und wegen denen es jetzt auch schon ca. 22h Uhr gewesen war. Doch ich wurde im 2:30 h schon wieder wach. In der nächsten Nacht um 4:44 h und dann sogar wieder um 2:30! Erst in der Nacht drauf (in unserer Ferienwohnung in Eckenhagen) knallte ich gleich volle 12 Stunden Schlaf drauf – da war es dann eigentlich geschafft.

PHS – schon mal gehört?

Schon mal ein Problem weniger, aber trotz des überwundenen Schlafmangels umfing mich eine Art umgekehrtes Heimweh. Nennen wir es Fernweh oder auch Post-Holiday-Syndrom – wie man es online nachlesen kann. Sei mal dahingestellt, wie fachlich fundiert die Diagnose ist, aber dennoch fühlte ich mich irgendwie so. Der Urlaub war vorbei, aber er war doch auch so schön gewesen, hach Mensch. Aber ein Tipp, um das „PHS“ zu überwinden – so rieten die einschlägigen pseudo-wissenschaftlichen Internetseiten – ist, einfach schon mal den nächsten Urlaub zu buchen. Daher bin ich schon mitten in den Planungen für die nächste USA-Reise.

Dauerhaft bleiben? Wie geht Auswandern in die USA?

Manche Menschen begnügen sich nicht mit einem selbst fünf Wochen langen Aufenthalt in den USA, sondern wollen permanent bleiben. Wie geht das? Es gibt folgende Möglichkeiten:

  1. Der Klassiker: Eine/n US-Staatsbürger/in heiraten.
  2. Auch eine schnelle Möglichkeit: In den USA einen Job annehmen. Aber: Diese Alternative kann nur funktionieren, wenn das Unternehmen wirklich keine adäquate Alternative unter den verfügbaren US-Bürgern finden konnte – man also als Einwanderer die ultimative Besetzung für den Job ist. Hier kommen im Prinzip ohnehin nur Jobs in leitenden Positionen, für Akademiker und ähnlich hoch Qualifizierte in Frage.
  3. Die Greencard Lotterie: Auch irgendwie ein Klassiker, aber mit möglicherweise sehr langer Wartezeit. Jedes Jahr im Herbst können sich Einwanderungswillige aus aller Welt für eine Greencard bewerben, um damit Staatsbürger der USA zu werden. Ob und wann es klappt, ist allerdings nicht vorherzusagen.
  4. Bürgschaften: Wer einen Bürgen in den USA hat – das kann ein Unternehmen oder eine Privatperson sein -, kann auch Chancen auf eine Migration in die USA haben. Der Bürge muss den Migranten sozusagen mitfinanzieren, sponsern. Das Sponsoring muss auch im Falle einer möglichen Scheidung greifen oder wenn Bürge oder Immigrant die USA dauerhaft verlassen.

Schön hatten wir’s trotzdem 🙂

Aber natürlich habe ich die Zeit in den letzten zwei Wochen nicht nur genutzt, um Trübsaal zu blasen. Nein, nein, nein:

 

Dieser Beitrag wurde unter USA Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.