Mein USA Blog – Teil 6: Die große Reise nach Montana 2

Nach einer guten Nacht mit erfreulichen 9 Stunden Schlaf öffnete ich das stolze, silberne Streitross, das brav auf dem zimmereigenen Parkplatz Nummer 8 parkte und packte meine 7 Sachen ein – ja, diese Zahlen entsprechen so wirklich der Wahrheit!
Heute stand der zweite Teil des Roadtrips an, des Hinwegs von Seattle nach Montana, und zwar der wesentlich größere Teil der Reise:

Ein guter Roatrip beginnt in einem Highway Cafe

Doch bevor ich die ca. 400 Meilen in Angriff nahm, nahm ich erst einmal ein zünftiges amerikanisches Breakfast zu mir. Den Besuch im „Highway Cafe“ hatte ich bereits am Abend zuvor geplant – in meinem quietschenden Bett auf Rollen 😀
Das Highway Cafe war nur ein paar Meilen vom Davenport Motel entfernt und ein idealer Startpunkt für den heutigen Tag:

I like your accent

Zum ersten Mal wurde ich jetzt auf meinen Akzent angesprochen. Die Bedienung, Sarah, hatte wohl keine Schwierigkeiten, zu merken, dass ich ganz woanders herkomme, mochte meinen Akzent aber nach eigener Aussage. Kann natürlich auch sein, dass das Kompliment auch durch den Wunsch nach einem größeren Trinkgeld motiviert war, wovon man hier übrigens üblicherweise sehr viel gibt.

Hit the road again

Frisch gestärkt ging es los in Richtung Spokane, der letzten wirklich größeren Stadt in Washington, bevor man in östlicher Richtung die Staatsgrenze von Idaho erreicht…und das tat ich dann auch nach ca. 50 Minuten Fahrt:

In Idaho begann auf jeden Fall einer der schönsten Streckenabschnitte überhaupt von Coeur d’Alene bis Missoula:

Man fährt zwischen Bergen hindurch, Nadelwälder zu beiden Seiten an den Hängen, dazwischen immer wieder diese malerischen, verschlafenen Nester an Seen und Flüssen. Einfach hinreißend. Da wundert es auch nicht, dass in diesem Abschnitt auch der Ort liegt, in den ich mich sehr verguckt hatte und in dem ich auf der Rückfahrt Station machen werde: Wallace, Idaho. Auch das Motel habe ich schon ausgewählt, das Bitterroot Motel, ein ähnlich stimmungsvolles Plätzchen wie das Davenport Motel auf der ersten Etappe des Hinwegs 😉

In Idaho durfte ich auch ein paar Meilen pro Stunde schneller fahren (immer noch nicht viel mehr als 120 km/h) und es gab auch in den folgenden Meilen (inkl. Staatsgrenze nach Montana) jede Menge großartiger Dinge zu sehen und zu fotografieren:

Es ist schon manchmal nicht so leicht, wenn man sich auf die Straße konzentrieren muss, aber die Gegend drum herum einfach so aufsehenerregend ist! Auch an diesem zweiten Tag des Roadtrips hätte ich viel, viel häufiger anhalten und Aufnahmen machen können als ich es tatsächlich gemacht habe.

Welcome to the „Big Sky“

Die Landschaft hat sich von Bellevue bis Great Falls so oft verändert, von Hügelwäldern über Gebirge bis hin zu Hochebenen, aus denen weite Teile Montanas ja bestehen. Hier in Great Falls sind wir immerhin gut 1.000 Meter über Normalnull. Und der Staat hat seinen Namen zurecht, hier sind teilweise Gebirge so weit das Auge über die schier unendlichen Ebenen reicht. Montana wird auch „Big Sky“ genannt:

Und das gesamte Land nennen die Amerikaner ja unter anderem auch „God’s own Country“. Ich finde, sie sollten es tun, aber nicht aus patriotischen Gründen, sondern weil er sich hier einfach selbst übertroffen hat. Allein die drei Staaten, die ich bisher gesehen habe, bieten so viele atemberaubende Naturschauplätze – Hier hat der liebe Gott sich irgendwie einfach selbst übertroffen.

Ziel erreicht – Ende einer denkwürdigen Reise (aber die nächste folgt schon bald)

Doch irgendwann gelangte ich wieder in von Menschenhand geprägte Gefilde. Nachdem ich mein Frühstück in der Highway Bar gegen 10:40 Washington-Zeit bezahlt hatte, war ich um 18:25 Montana-Zeit bei meinem neuen Gastgeber auf Zeit und in Great Falls, Ramon (Bild), bzw. an meinem Ziel (eingebetteter Tweet) angekommen:

Ich darf vorstellen: Ramon aus Emmerich, bzw. jetzt Great Falls (rechts im Bild) 🙂

Und hier sind wir jetzt bis zum 18.07.:

…ja, und dieser eingebettete Tweet ist eigentlich auch die perfekte Überleitung zum darauf folgenden Tag, dem Tag, an dem ich nicht nur in meinen vierten US-Staat auf der Reise, sondern gleichzeitig auch in den legendären Yellowstone Nationalpark fahren sollte. Alles zu diesem neuerlichen Roadtrip, dem Old Faithful und einer unerwarteten Rückreise erfahrt Ihr im nächsten Beitrag  😎

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