TWD infiziert FTWD

Heute mal mein aktueller Senf zum Thema Serien: Ich musste gestern eine herbe Enttäuschung bei meiner aktuell angesagten Serie erleben. Fear the Walking Dead (FTWD) hat mich von der ersten Folge an voll überzeugt. Endlich mal wurde die Zombie-Apokalypse von Beginn an gezeigt, wie sie ausbricht und langsam zum Niedergang der Zivilisation führt. Die Darstellung von ersten Gerüchten und Infizierten bis hin zur Evakuierung der Ballungszentren und letztlich deren Bombardierung durch die Militärs fand ich sehr interessant. Mit einem leichten Tief Anfang der zweiten Staffel konnte die Serie den guten Level halten. Mir gefiel vor allem der stringente, lineare Erzählstil ohne übermäßige Setting-Wechsel und die Konzentration auf die Familie als Kerngruppe, aber auch die Nebencharaktere haben sich gut entwickelt – Daniel: cool! Troy: auch!

Fear the Walking Dead kaputt geschrieben

Jetzt, mit Beginn der vierten Staffel, hat sich leider alles geändert, denn TWD infiziert FTWD. Die sogenannte Mutterserie hatte ich bis zum aktuellen Stand gesehen und war vor allem von den Staffeln 7 und 8 The Walking Dead (TWD) schon sehr enttäuscht. Nach einem krachenden Start in Folge 7/01, in der Negan eingeführt wurde, ist die Serie komplett abgesackt. Die hohen Erwartungen konnten nicht im Geringsten erfüllt werden, langweilig, langatmig und teilweise völlig unerklärliche Story.
Genau dieses Virus scheint jetzt auch das Spin-Off zu erreichen: FTWD ist auf einmal langweilig und entwickelt an den Haaren herbei gezogene Storys. Diese Journalistin ist dermaßen blödsinnig. Ihre Neurose mit den Storys nervt einfach nur und ihr Truck verbraucht mindestens 25 Liter auf 100km, aber egal. Warum der neue Vorspann? Was soll bitte dieser Schwarz-Weiß-Filter? Aber das schlimmste Virus hat TWD direkt und auch buchstäblich aus der einen in die andere Serie rübergeschickt: Morgan. Warum Morgan?!? Ein Pazifist in der Zombieapokalypse ist das Eine. Dann nervt er aber andauernd mit seinem Mantra und seiner miesen Laune und diesen nervigen Monologen mit erhobenem Zeigefinger. Morgan war schon in TWD einer der nervigen Nebencharaktere und wird jetzt anscheinend zu einem Hauptcharakter in FTWD.

Morgan ist ein ganz schlechter Ersatz für Nick!

Ein anderer macht ja für ihn Platz: Nick wird einfach in der dritten Folge gestorben. Nick! Er hat die Serie mitgetragen, hatte sich wunderbar entwickelt und war mir unheimlich sympathisch mit seiner schrulligen Art. Sollte mal Fear and Loathing in Las Vegas 2 gedreht werden, kann er als Johnny Depp anheuern. Frank Dillane ist super. Aber jetzt in Nick tot, Madison ist verschwunden, keiner weiß, was im Jahr zwischen den Staffeln passiert ist, aber dafür haben wir Morgan und die anderen beiden Neuen. Die uns das ganze restliche neue Rezept der Serie werden uns jetzt einfach aufgedrückt. Es wirkt so aufgezwungen, als habe jetzt jemand anderes das Ruder übernommen und versuche nun auf Teufel komm raus alles anders zu machen. Es wurde aber alles nur verschlimmbessert, denn FTWD war eine wunderbar funktionierende Serie, die wunderbar neben der „Mutter“ funktionierte, für mich auch deutlich besser war. Aber genau das ist vielleicht das Problem: FTWD sollte vielleicht nicht TWD überflügeln und wird nun auf dessen Niveau der letzten Staffeln herunter gezogen. Sehr, sehr schade. Ich will das in der Form beides nicht mehr gucken.

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Ablauf von Texteraufträgen, Teil 3: Angebotserstellung

So, da jetzt die wichtigsten Details rund um den gerade entstehenden Auftrag geklärt sind, siehe hier, geht es nahtlos weiter zum nächsten Schritt, dem Angebot. Der Textbedarf ist ermittelt, es gibt ein schlüssiges Briefing, jetzt ist der Texter dran: Butter bei die Fische, wie die Kollegen im Norden so schön sagen. Wie man ein Angebot erstellt und worauf es dabei ankommt.

Schriftform des Angebots

Das Angebot ist der letzte Schritt, um einen neuen Auftrag so richtig schön festzuzurren. Ich nutze zur Angebotserstellung WISO Mein Büro, ebenso wie auch zur Rechnungserstellung. Das Angebot kann man dann per PDF oder auch schönem Briefpapier verschicken und dann voller Vorfreude darauf warten, dass es der Kunde dann letztendlich auch annimmt.

Das Wesentliche vorher abklären – keine Überraschungen

Doch was steht am besten drin im vollständigen Angebot? Natürlich sollte man alles Wesentliche und eventuell kritische schon im Erstgespräch mal angesprochen haben oder den Kunden jedenfalls nicht mit etwas ganz Wesentlichem überraschen. So sollte der Preis auf jeden Fall schon geklärt sein, und auch über den Zeitrahmen hat man sich in der Angebotsphase vielleicht vorher schon unterhalten.

Besondere Zahlungsmodalitäten

Speziell bei Texten steht im Angebot immer die Textmenge, die Länge der Texte, also die Wortzahl und ein Preis, der für den so entstehenden Gesamtumfang des Auftrags entsteht.
Auch Details und eventuelle Sonderregelungen zur Bezahlung sollten im Angebot stehen. Wenn ich also zum Beispiel eine Anzahlung erhebe oder etwa eine Drittelzahlung, dann sollte das so im Angebot verankert sein.

Rechtliches im Angebot

Auch kann es nicht schaden, direkt vor Beginn des Auftrags Rechtliches im Angebot zu klären, wie den Haftungsausschluss, wer die Rechte an den Texten hat und dass diese nach Entrichtung des Honorars an den Auftraggeber gehen – so mache ich es jedenfalls.

Mit Unterschrift ist der Auftrag sicher

Bei manchen Aufträgen lege ich Wert darauf, dass ich das Angebot unterschrieben zurück erhalte, bevor ich mit der Auftragsbearbeitung starte. Das ist besonders bei großen Aufträgen so, die auch lange Zeit in Anspruch nehmen. Mit einer Unterschrift bin ich auf der sicheren Seite. Diese Seite kann auch wieder auf Briefpapier kommen, per FAX oder auch als Scan per Email, sie sind alle gleich rechtskräftig. Und danach kann es losgehen, und zwar mit der ersten textlichen Kostprobe. Um die geht’s im nächsten Teil.

Weiter geht’s hier mit: Ablauf von Texteraufträgen, Teil 4: Erste textliche Kostprobe

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Das spricht für Sprechstunden

Ich arbeite an einem Text, denke nach und überlege, und da kommt mir eine Idee! Doch da geht sie auch schon wieder, denn es kommt auch ein Telefonanruf rein. Weg ist die Idee und da ist eine Kundin, die ein paar Fragen hat, ein paar Anregungen oder auch Problemchen. Was auch immer sie (oder vielleicht auch er) hat, es hat Auswirkung auf die Arbeit, die ich gerade gemacht hatte. Kurzum: Ich bin raus und muss mich jetzt um den Anruf des Kunden kümmern. Das mache ich als serviceorientierter Dienstleister natürlich gern, aber ich denke schon darüber nach, es nur noch zu bestimmten Sprechzeiten zu tun.

Für die Arbeit immer Zeit…

Gerade als Selbstständiger hat man ja generell immer zu tun, jedenfalls halten es manche so. Aber eigentlich ist es schon so: So richtig Feierabend hat man eigentlich nicht, wenn man die Eigenverantwortung für seinen Job, sein Geld oder vielleicht auch noch Mitarbeiter hat. Da kann es schon mal vorkommen, dass man auch noch um 21h noch oder sonntags Kundentelefonate führt. Alles schon passiert.

…Problem unserer Zeit

Das war eigentlich auch nicht das Problem, weswegen ich mich mit einem anderen Freiberufler über Sprechzeiten unterhalten hatte. Wir kamen darauf, weil ich zwei Kunden gleichzeitig hatte, die immer wieder großes Bedürfnis zu telefonieren hatten. Beides freundliche Menschen mit schönen Aufträgen, aber sie wollten lieber weniger schriftlich über die Aufträge sprechen, als jedes Mal anzurufen. So ist das mit der ständigen Erreichbarkeit, und sie kann irgendwann auch mal nerven, und das nicht nur im beruflichen Sektor, sondern zum Beispiel auch bei diesen ganzen nervigen WhatsApp-Gruppen.

Nachrichten-Filter Sprechstunde

So eine habe ich beruflich zum Glück nicht auch noch, aber ich habe ja zwei Telefonnummern, unter denen mich die beiden besagten Kunden sehr häufig anriefen. Ich schwankte zwischen ‚Ich muss Ihnen die Zeit ab einem gewissen Pensum berechnen.‘ und ‚Lassen Sie uns bitte einen Telefontermin ausmachen.‘ Letzeres wurde es dann, doch noch einfacher, als mit allen Kunden immer Termine auszumachen, ist doch die Sprechstunde. Die gilt dann für alle gleich und man muss nicht individuell immer wieder neue Termine finden. Somit schweigen die Telefone und alles andere geht über Email.

Auch bei Emails beschränken?

Apropos: Viele erlegen sich aber sogar bei den Emails solche Beschränkungen auf, denn schließlich können uns auch die aus der Ruhe bringen oder vom Thema abbringen. Ganz so schlimm finde ich es bei Emails nicht, weil ich die ja erst lese, wenn ich bewusst meinen Email-Client öffne und alle Push-Benachrichtigungen am Smartphone sowieso ausgeschaltet sind. Aber beim Telefon gibt’s jetzt eine Sprechzeit, es ist beschlossene Sache, der Ein-Mann-Betriebsrat hat einstimmig beschlossen!

Sprechzeit ist jetzt Dienstags und Donnerstags von 12 – 13h. Fast wie beim Arzt.

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Umzug ins externe Büro

Im kommenden Juni ist es mal wieder soweit: Meine Selbstständigkeit jährt sich ein weiters Mal, ich komme ins 9. Jahr! Und diese ganze Zeit habe ich überwiegend im Home Office verbracht. Das eigene Zuhause als Büro – Das kann schon durchaus dafür sorgen, dass einem die Decke auf den Kopf fällt, und da das nicht nur mir, sondern auch einem befreundeten Entwickler aus dem Düsseldorfer Umland so geht, geht’s zusammen in ein gemeinsames Büro. Da wir dort durchaus auch gemeinsame Projekte planen, suchen wir nicht nur nach Büromöbeln und Mietparkplätzen, sondern auch nach einer neuen Identität.

Auch sichtbare Veränderung

Was jetzt aber so hochtrabend klingt, haben wir wohl bei einem gemeinsamen Anbieter namens Helloprint gefunden. Hier können der Entwickler und der Texter – ehemals Einzelkämpfer – sich zusammen auf eigenem Werbematerial verewigen und so die potenziellen Neukunden von sich überzeugen und vor allem auch im Kopf bleiben. Prospekte, Flyer und die natürlich für den Neukundenkontakt unerlässlichen Visitenkarten – Wir freuen uns schon drauf!

Möbel-Taxi – gibt’s sowas?

Bei office-4-sale, ganz im Düsseldorfer Süden haben wir uns für mietbare Büromöbel interessiert. Natürlich ist das neue, gemeinsame Büro mehr als nur ein Testballon, aber es wird schon so lange dauern, dass wir dafür auch mal ein Stuhl zum Hinsetzen brauchen und einen Rollcontainer, wo der „Papierkram“ Platz finden kann. Bei den Mietmöbeln sind wir interessiert am Bring- und Aufbaudienst, denn beim schwedischen Möbelhändler um die Ecke gibt’s das nicht grundsätzlich ohne saftige Aufpreise.

Auf der Schattenseite des Bürolebens

Insgesamt wollen wir natürlich auch ein bisschen repräsentieren, mit schönen Mappen und Möbeln, aber vielleicht irgendwann auch mit einem dieser schicken Kaffeevollautomaten. Und auch Mitarbeiter und/oder die Anmietung zusätzlicher Büros haben wir schon bedacht. Aber jetzt erstmal eins nach dem anderen. Wichtig war, eine Büroeinheit auf der Schattenseite zu bekommen, zu einem erschwinglichen Preis, Internetanbieter dazu, ein paar Möbel kommen bald und mein neue Arbeits-Laptop ist auch schon in der Post, sagt Amazon. Dann kann’s ja losgehen, auf zu neuen Ufern…auf der anderen Rheinseite…

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Ablauf von Texteraufträgen, Teil 2: Textbedarf ermitteln

Manchmal melden sich Kunden, die zwar wissen, dass sie Text erstellen lassen wollen, aber was sie da eigentlich genau wollen, wissen sie nicht. Das ist dann ein wenig so, als ginge ich in eine Bäckerei und sage ich möchte Brötchen. Da bekommt man dann wahrscheinlich auch nicht genau die 4 Laugen-Eckchen, das man eigentlich haben wollte, wenn man nicht 4 Laugen-Eckchen sagt. So kann es vorkommen, dass im Zuge des ersten Kontakts bei einem Texterauftrag auch erst einmal ermittelt werden muss, welche Art von Texten die Kundin braucht und in welcher Anzahl und Wortmenge.

Texterauftrag ist nicht immer von vorn herein klar

Als vorbereitenden Schritt zum Erarbeiten eines Briefings brauche ich Informationen zum Textauftrag dergestalt, dass ich den Umfang und die Einordnung der Textsorte wissen muss. Nur so kann ein vorläufiges Angebot und ein Zeitrahmen, bzw. die generelle Machbarkeit erörtert werden. Da nicht alle Kunden schon öfter einen Texter beauftragt haben oder sich in der Materie völlig verständlicher Weise nicht so gut auskennen, ist hier manchmal Beratung gefragt.

Was Kunden wollen

Was ist denn überhaupt ein SEO-Text? Wie viele Wörter muss der haben? Oder brauche ich für meine Unternehmenskommunikation ein Mailing oder ist es vielleicht doch eher ein Newsletter? An dieser ganz frühen Stelle im Texter-Auftrag ist manchmal erst ein Sondierungsgespräch vonnöten, um zu eruieren, was Kunden wollen.

Mögliche Textarten

Im Erstgespräch wird also der Textbedarf ermittelt bezüglich Textart und Textmenge. Während viele Texte aus dem Bereich Werbung und Marketing auch kurz und knapp und dafür aussagekräftig ausfallen können, können SEO-Text je nach Bedarf auch mal drei oder vier Word-Seiten lang werden. Zudem gibt es auch Kunden, die ihre Texte sprachlich einfach mal „rund gemacht“ haben möchten. Da geht es dann eher ums Redigieren, als ums Texten – Hier ist dann auch die Preisgestaltung ganz anders. Auch Übersetzungen, Broschüren, Pressemeldungen oder technische Dokumentation sind bei mir als Texter möglich.

Spezialfall SEO Texte

Vor allem bei den SEO Texten und wenn Kunden online mit ihrer Webpräsenz auch Kunden generieren wollen, kann es einiges an wichtigen Vorabinformationen geben. Hier berate ich rund die Hälfte meiner Kunden im Vorfeld bezüglich dieser Textart. Wie lang sollten sie sein? Welche Keywords kommen rein? Wie baut man so eine Content-Kampagne auf, damit sie auch Effekte in den Suchmaschinen hat? Hier ist schon ein genaues Briefing notwendig, damit der Output letztlich so wird, wie es sich der Kunden wünscht.

Zwischenschritt textliche „Duftnote“

So oder so, bei grundsätzlich allen Text-Arbeiten, arbeite ich in dieser Frühphase eines Auftrags immer gerne mit der von mir so genannten textlichen Duftnote. Dabei handelt es sich um eine kurze textliche Vorablieferung vor Beginn des eigentlichen Auftrags. Anhand der Textprobe können Kunden meine Art zu schreiben kennenlernen und falls nötig noch Anmerkungen zum Schreibstil machen. So kann man erreichen, dass dann auch die Gesamtlieferung zur Zufriedenheit des Kunden ausfällt.

Mehr dazu auch in Ablauf von Texteraufträgen, Teil 4.

Alles für den Auftrag vorbereiten

Durch diese vielen kleinen Zwischenschritte wird eine gute Vorbereitung auf die eigentliche Vorbereitung des Auftrags, das Briefing, geleistet. Wenn ich weiß, was ich wie machen soll, bekommt der Kunde / die Kundin auch das, was gewünscht ist. Denn schließlich sage ich ja auch beim Bäcker, was ich will, und das schmeckt mir dann auch am besten 😉

Weiter geht’s hier mit: Ablauf von Texteraufträgen, Teil 3: Das Angebot

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Irren ist textlich 2

Auch heute habe ich mal wieder ein paar herrliche „Fählerchen“ zusammengetragen. Man findet sie hier und da, manchmal findet man sie mehr, manchmal weniger nachvollziehbar. Irren ist eben menschlich, und da Texte menschlich sind, ja…

Liebe „Ertappte“ – bitte nich bös sein, ich will Sie auf keinen Fall ärgern, sondern nur darauf hinweisen, das wir alle mal etwas falsch machen. Ja, sogar ich als Texter. Bitte nehmen Sie es mir nicht so krumm, dass ich diese Fehler entdeckt habe. Ich habe die Fotos entsprechend so markiert, dass niemand weiß, wer genau gemeint ist. Also nix für ungut – Wenn Sie auf meiner Website Fehler finden, können Sie Gratis-Texte bekommen. Versuchen Sie’s mal, es kann sich lohnen, rächen Sie sich 😉 

Ja, auf der A52, Essen Richtung Düsseldorf, kann man auch zu bestimmten Tageszeiten zügig durchfahren. Und da überholen wir doch glatt dieses Dienstfahrzeug mit einem Grammatik-Fehler drauf. Denn ganz am Ende fehlt ganz klar ein „n“. Mehr zum gefürchteten Dativ.

Hier, beim Baumarkt um die Ecke, passiert, was so vielen passiert: Das Genitiv-S wird von einem Apostroph begleitet. Wie gesagt, ein häufiger Fehler, aber was viele falsch machen, ist trotzdem nicht richtig. Siehe auch…

Dann hier, ebenfalls um die Ecke, eine schöne Bar, die ihren Fehler gleich auf das Schaufenster gesetzt hat. Denn der gute Mann, der hier zitiert wird, ist der Erfinder der Simpsons und heißt Matt Groening, nicht Groning – hier mal in Simpsons-Gelb markiert. Übrigens hier ist das Apostroph bei der Genitivbildung nicht falsch, denn im Englischen ist das richtig.

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Ablauf von Texteraufträgen, Teil 1: Erster Kontakt

Das Texter-Business, der Alltag als Autor, der Arbeitsablauf des Schreiberling – Oh man, muss das aufregend sein, oder? Naja, manchmal ist es schon aufregend, wenn man sich zum Beispiel mit einer Kundin uneins über das telefonische Briefing ist und der Text-Output dann so gar nicht ankommt. Dann sind Korrekturen nötig und die möchte man natürlich vermeiden. Doch Briefing, Erreichbarkeit oder Korrekturen sind jetzt noch ein ein paar Schritte entfernt, denn wir konzentrieren uns hier und heute auf den ganz anfänglichen Beginn einer Zusammenarbeit – einer möglichen, denn mit den ersten Kontakt kann alles beginnen, aber auch gleich wieder enden.

Wie wird man überhaupt gefunden?

Aber bevor überhaupt irgendwas beginnt oder endet, stellt sich erst einmal die Frage, wie man überhaupt als Texter gefunden wird. Schließlich hat man ja als solcher kein Ladenlokal in der Fußgängerzone, präsentiert sich auf dem Flohmarkt oder verteilt Flyer in der Innenstadt. Texter machen das eigentlich eher in einschlägigen Kreativportalen wie z.B. das-auge.de, versuchen, sich bei XING ein paar Kontakte und Kunden unter den Nagel zu reißen. Sie können auch Werbung machen, vornehmlich in den Suchmaschinen-Anzeigen oder auch gleich ihre eigene Suchmaschinenoptimierung machen…wenn sie halt eh schon beim Texten sind, ein bisschen Eigenwerbung geht immer.

Kundenquelle Suchmaschine

Das ist letztlich auch meine hauptsächliche Kundenquelle, aber auch über die Portale kommt immer mal wieder ‚was ‚rein. Die meisten kommen aber über die Google-Suchergebnisse, zum Beispiel wenn sie irgendwas mit Texter oder ähnlichen Begriffen suchen. Dann landen sie entweder auf einer LandingPage oder auf meiner Startseite und klicken sich dann irgendwann zur prominent platzierten Kontakt-Seite. Dort gibt es ein Kontaktformular, das einige nutzen. Der Großteil ruft aber direkt an, und da muss dann der Kundenflüsterer ran 😉

Der Kunde so: ‚Machen Sie sowas auch?‘

Oft führt dann der Weg in diesem Erstgespräch mit Neukunden zu sowas wie der Frage ‚Machen Sie sowas auch?‘. Ich bejahe diese Frage in der Regel, weil die meisten Kunden sich auch schon einiges auf meiner Website durchgelesen haben und ungefähr ein Bild davon haben, was ich so zu bieten habe. So biete ich zum Beispiel Werbetexte, Marketing-Texte Online-Texte oder auch solche für die Suchmaschinen an, um nur einmal grob zu umreißen, bei welchen Kundenwünschen das Erstgespräch weitergehen kann. ablehnen muss ich dagegen zum Beispiel ab und zu mal englisches Texten, weil ich zwar sehr gut Englisch spreche und schreibe, es aber einem Muttersprachler sofort auffallen würde, wenn er einen von einem Nicht-Muttersprachler verfassten Text lesen würde.

Wie teuer & bis wann?

Nachdem die generelle Machbarkeit des Auftrags geklärt ist, brennen zwei weitere Fragen den Neukunden meistens unter den Nägeln – aber ist ja auch verständlich. Natürlich wollen sie gerne wissen, bis wann sie mit der Auftragserstellung rechnen können und auch, mit wie vielen Kosten sie dabei rechnen müssen. Bei mir läuft das dann so ab, dass ich generell bei Neukunden eine 50%ige Anzahlung berechne. Ist diese eingegangen, erstelle ich eine textliche „Duftnote“ anhand derer sich die Kundin einen Eindruck von meiner „Schreibe“ verschaffen kann. Ist der Eindruck gut, plane ich den neuen Auftrag zwischen den bestehenden ein und kann, je nach Auftragsvolumen einen konkreten Abgabetermin durchgeben. Die Restzahlung erfolgt dann in der Regel mit Auftragsabschluss.

Auf ersten Kontakt folgt erste Rechnung

Speziell bei der Anzahlung muss man bei manchen Neukunden noch argumentieren. Ich habe allerdings mindestens eine schlechte Erfahrung zu viel gemacht, um einfach so drauf los zu texten. Wenn man ein-, zweimal auf seiner getanen Arbeit sitzenbleibt, überlegt man sich ja doch, wie man sich das zukünftig ersparen kann. Die allermeisten Neukunden haben dafür auch Verständnis.
Der erste Kontakt endet dann in der Regel mit der Übereinkunft über die eben skizzierten nächsten Schritte, also Anzahlung, Kostprobe, Termin für Abgabe und los.

Weiter geht’s hier direkt mit Teil 2: Ablauf von Texteraufträgen, Teil 2: Textbedarf ermitteln

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7 Fehler, die es beim Gestalten einer Broschüre zu vermeiden gilt

Wir leben in einer digitalen Zeit, in der so gut wie jedes Unternehmen über eine Firmenwebsite verfügt und Newsletter verschickt. Aber gerade deshalb sticht eine hochwertige Broschüre als Werbemittel hervor. Denn im Gegensatz zu den flüchtigen Internet-Medien vermittelt eine schön gestaltete und hochqualitativ gedruckte Broschüre Dauerhaftigkeit. Vermeiden Sie die häufigsten Gestaltungsfehler mit diesen sieben Tipps:

  1. Fehlendes Konzept

Überlegen Sie als Erstes, was eigentlich das Ziel Ihrer Broschüre ist – was und wen wollen Sie damit erreichen? Handelt es sich um eine allgemeine Broschüre, um Ihr Unternehmen vorzustellen oder soll zum Beispiel ein konkretes Produkt damit beworben werden? Denken Sie im Detail darüber nach, welche Informationen für Ihren Zweck und Ihre Zielgruppe von Bedeutung sind. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Inhalt Ihrer Broschüre einen echten Mehrwert bietet – wenn alle darin enthaltenen Informationen bereits auf Ihrer Website zu finden sind, haben Ihre Leser keinen Grund, die Broschüre zu lesen. Die Broschüre sollte ein informatives Dokument darstellen, das Ihre Kunden immer wieder gerne zur Hand nehmen.

  1. Mangelnde Druckqualität

Der erste Eindruck zählt. Das beste Konzept nützt nichts, wenn es an der Druckqualität hapert und das Endprodukt dadurch minderwertig wirkt. Suchen Sie sich einen professionellen Druckpartner, der Ihre Visionen ansprechend umzusetzen vermag. Eine gute Druckerei sollte verschiedene hochwertige Papiersorten im Angebot haben und mehrere Druckverfahren anbieten. Die Online-Druckerei Cewe-Print verwendet für Broschüren beispielsweise keine Papiere mit einer Grammatur unter 135g/m2, da ein zu dünnes Papier wenig stabil ist und schnell billig wirkt. Allein das ist bereits ein Qualitätsmerkmal, auf das Sie achten sollten. Außerdem bietet eine seriöse Druckerei eine breite Auswahl an Formaten und Bindungen an und steht Ihnen bei der Auswahl beratend zur Seite.

  1. Schlecht strukturierter Aufbau

Machen Sie sich auch einige Gedanken zum Aufbau. Denn die klassische Struktur von Vorwort – Unternehmensgeschichte – Produktpalette – Kontaktdaten ist nicht immer zielführend oder fesselnd. Besser ist, den Aufbau der Broschüre von deren Zweck abhängig zu machen. Erfahrungsgemäß lesen Kunden spezifische Broschüren, wie zum Beispiel Produktbroschüren, genauer als allgemeine Unternehmensbroschüren. Deshalb empfehlen sich für spezifische Produktbroschüren aufeinander aufbauende Kapitel, während bei allgemeinen Broschüren vor allem ein ansprechendes Design wichtig ist. So können Sie die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und sein Auge auf bestimmte Abschnitte ziehen.

  1. Zu viel Text

Es ist aus Unternehmersicht verständlich, möglichst viele Informationen in einer Broschüre unterbringen zu wollen. Aber niemand möchte sich durch elend lange Textwüsten quälen – Sie riskieren damit, Ihre Leser zu verlieren. Achten Sie bei der Gestaltung der Broschüre darauf, den Text durch interessante Grafiken und packende Bilder aufzulockern. Halten Sie sich kurz und unterscheiden Sie wirklich relevante Informationen von unnötigen Details. Fürchten Sie sich nicht vor Weißraum – dieser ist ein wichtiges Gestaltungselement, der den Text erst richtig hervorstechen lässt.

 

  1. Zu trockener Schreibstil

Nicht nur zu viel Text, auch ein zu trockener Schreibstil ist ein häufiges Problem bei Unternehmensbroschüren. Vermeiden Sie lange Schachtelsätze, die dann vielleicht noch mit zahlreichen Fachbegriffen und Fremdwörtern gespickt sind. Ein guter Text sollte klar und lebendig sein, so dass der Leser in den Textfluss hineingezogen wird. Wenn Sie wenig Erfahrung mit der Erstellung derartiger Texte haben, empfiehlt es sich, einen Spezialisten hinzuzuziehen. Gute Texter sind ihr Geld wert.

  1. Fehlende Handlungsaufforderung

Im Idealfall stellt Ihre Broschüre einen Erstkontakt zu neuen Kunden dar. Aber die Kunden sollen sich nicht nur damit begnügen, die Broschüre zu lesen – sie sollen daraufhin auch handeln. Deshalb ist ein sogenannter „Call To Action“ ein Muss. Liefern Sie Ihren Lesern einen Grund, Sie zu kontaktieren und machen Sie klar, wie die nächsten Schritte aussehen.

  1. Keine klare Kontaktmöglichkeit

Womit wir beim letzten Punkt wären: Allzu viele Broschüren bieten zwar detaillierte Informationen zu Produkt und Unternehmen, vergessen dann aber, eine klar ersichtliche Kontaktinformation anzugeben. Soll der Kunde mit Ihnen in Kontakt treten, so muss ihm das leichtfallen. Platzieren Sie Ihre Telefonnummer und Website-Adresse an einer gut ersichtlichen Stelle. Denn wenn der Kunde ewig lang nach der gewünschten Information suchen muss, verliert er womöglich die Geduld und verzichtet ganz auf die Kontaktaufnahme.

 

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Irren ist textlich

Neue Rubrik: Fehler aufzeigen. Nicht jeder macht immer alles richtig, mich sogar tatsächlich eingeschlossen! Fehler machen auch die ganz Großen mal, sie laufen einem überall über den Weg (also nicht die ganz Großen, sondern die Fehler) und ich habe mir gedacht, mit einem Augenzwinkern kann man sie mal dokumentieren.

Fehler bei kicker.de – Was hier weiter gehen muss, ist das großgeschriebene Kölner Warten

Fehler bei Amazon Video: Da fehlt einfach ein r im Meer

Fehler in einem meiner Lieblingsspiele, Fallout 4. Hier ist das Adjektiv im falschen Genus.

Fehler bei Spiegel Online: Wo im Meer das r zu wenig, ist hier ein t übrig.

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Wie Schuld zum Adverb wird

Es benutzt ja jedermann, warum sollte es dann falsch sein? Ich finde Schuld sein kann man nicht schuld sein schon gar nicht, und es handelt sich hier um dieselbe Fehlerklasse wir bei dem ebenfalls beliebten „das macht keinen Sinn“. Warum ergibt es aber Sinn, sich über das „schuld sein“ Gedanken zu machen, wenn es doch sowieso anerkannt ist? Nennt mich Linguisten-Querulant, aber ich finde, es ist und bleibt falsch.

Schuld, schuld, sein und haben

Denn genau wie beim Beispiel „Sinn machen“ kommt das „schuld sein“ einfach daher, dass es mal wieder alle falsch machen und es somit scheinbar die Legitimation zum Richtigen bekommt. Bei Selbständigkeit und Selbstständigkeit vollzieht sich übrigens auch gerade ein solcher Prozess, wie mir scheint. Schuld hat man, man ist sie nicht, denn Schuld ist ein Nominativ und kommt als solches nicht für die Verwendung mit dem Auxiliarverb ‚haben‘ in Frage. Daher muss es heißen und geschrieben werden:

  • Du hast Schuld

und nicht

  • Du bist schuld

Die adverbiale Verwendung eines Nominativs könnte man ansonsten auch folgendermaßen weitergeführt werden:

  • Du bist Größe
  • Er ist Glück
  • Sie ist Stinken
  • Ich habe Fertig

Nicht schuld sein, Schuld haben oder schuldig sein

Richtig muss es im Fall Schuld und schuldig heißen:

  • Du bist schuldig

In der vorliegenden Verwendung ist Schuld ein Adverb und wird auch in vielen Fällen trotzdem großgeschrieben, was dann für diese Wortklasse gleich doppelt falsch ist. Denn letztendlich ist schuld für mich kein Adverb, zu dem es gemacht wird, sondern ein Nominativ. Für das Adverb und auch das Adjektiv besteht bereits mit schuldig eine adäquate Lösung.

Linguisten-Querulant hat fertig.

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