Mein USA Blog – Teil 3: Sabatian, Gig Harbour und erster Arbeitstag

So, liebe Leute, ich hole auf, was die Blogeinträge angeht, denn ich fass jetzt ein paar Tage zusammen. Es kann ja nicht jeden Tag so Spektakuläres abgehen, wie das Minigolf-Match vom Samstag, dem 29.06. – Wir fahren fort mit den Problemen, die mein Name den Amerikanern anscheinend macht, unserer Exkursion zu einem echt wunderbaren Fleckchen Erde und mit dem finalen Überwinden des Jetlags!

Übrigens: Ich habe beschlossen, für viele weitere Details und Impressionen von unterwegs jetzt doch auch parallel auf Twitter zu posten. Guckt mal rein unter dem Hashtag #sebinusa

Gestatten, mein Name ist „Sabatian“

Schon die Kinder meiner Gastfamilie (5 und 3 Jahre jung) hatten so ihre Probleme mit meinem Namen. Sie waren sich auch ohnehin nicht ganz sicher, wie sie mich eigentlich jetzt nennen sollen. Wir hatten Geomez ganz am Anfang (das war der Spitzname, den ihre Mama damals in den späten 90ern für mich hatte), dann war es friend, guest oder auch einmal Dad 😀 Mittlerweile sind sie auf Sebastian umgestiegen, „because that is his name„, können es aber noch so ganz richtig aussprechen, weswegen wir uns jetzt bei „Sebäschtän“ eingependelt haben.

Viel leichter scheint es aber auch den erwachsenen Amerikanern nicht zu fallen, meinen Namen auszusprechen, wie man hier, auf der Quittung von Wendy’s, sehen kann:

„Sabatian“… Naja, das Eis war trotzdem lecker.

Wendy’s war übrigens ein Wunsch von mir, ich konnte mich erinnern, dass es da ganz lecker ist. Aber wir hatten noch mehr auf der Liste, wie zum Beispiel Denny’s, ein Hawaiianisches Diner oder auch Dave’s of Milton – dazu im nächsten Beitrag noch etwas mehr. Immer, wenn wir was Leckeres sehen oder über so ein Restaurant sprechen, heißt es „Put it on the list“ und dann versuchen wir, da bald mal essen zu gehen.

Gig Harbor – Och, lasst mich einfach hier

Wendy’s lag jedenfalls auf unserem Weg Richtung Gig Harbor. Wir kletterten also alle Fünf in den Subaru und fuhren zum beliebten Ausflugsziel. Gig Harbor ist ein wunderbarer Küstenort, der versteckt in einem der vielen Sounds hier liegt:

Es ist einfach n Träumchen dort:

…also ich würd‘ hier wohl wohnen können.

Mach’s gut, Jetlag!

Nach diesem wunderbaren Sonntagsausflug, den wir noch über das Umland ausgedehnt hatten, ging dann am darauffolgenden Montag der Ernst des Lebens wieder los. Alle mussten arbeiten, ich auch. Ich würde sagen, dass an diesem 01.07. der Jetlag endgültig und nach drei Nächten überwunden war. Und so war ich auch wieder fit zum Arbeiten. Das ist wohl das Gute an einem Mobile Office: Man nimmt es einfach mit in den Urlaub 😎

Und nun war es auch nicht mehr lange bis zu einem Highlight in eben jeden Urlaub und auch zu einem Jahr in Amerika: Der 4th of July, der wichtigste Nationalfeiertag in den USA, stand bevor. Mehr zur Stimmung am Indepenence Day und dem aufregenden Special, das wir uns für diesen ohnehin schon besonderen Tag überlegt hatten, gibt’s im nächsten Beitrag. Stay tuned!

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Mein USA Blog – Teil 2: Der Markt der Welt, Minigolfen, bare Dollars

So, liebe Reise-Fans, weiter geht’s auch schon mit dem Report: Der Sebastian geht auf große Reise. Nachdem ich im letzten Artikel, der ja gleichzeitig auch der erste war, erst einmal hier hinfliegen und ankommen musste, geht’s nun weiter ins erste Wochenende in den USA.

Immer noch so müde

Wie das wohl leider so ist, ist man immer noch ziemlich müde mit einem so dicken, fetten Zeitunterschied, selbst wenn man gute 9 Stunden geschlafen hat. So geschehen in meiner ersten Nacht in meinem wunderbaren Gästezimmer. Ich war so zwischen 5 und 6 Uhr wach und damit natürlich der erste, aber ich bin ja hier super versorgt mit Wi-Fi, einem gut gefüllten Kühlschrank und drei verschiedenen Arten von Kaffeemaschinen.

Geschenke für Oma kaufen

Natürlich soll sich meine – sagen wir Gastfamilie – in keinster Weise umstellen, so lange ich hier bin. Ich möchte miterleben, keine großen Sightseeing-Touren machen oder alle nach meiner Pfeife tanzen lassen. Oma und Opa der Kleinen hier hatten sich für heute Nachmittag angekündigt, und dafür mussten noch Geschenke organisiert werden. Also fuhren wir los, um entsprechende Erledigungen zu machen.

Mal wieder erstaunt von Sortimenten

Dazu fuhren wir ein Weilchen von Milton nach Tacoma und besuchten den selbsternannten World Market. Dort fand ich einige interessante Dinge:

Hier im World Market kauften wir übrigens auch das von mir gewünschte Vollkornbrot – Das gesunde Frühstück war also gerettet, wenn ich auch lieber Pumpernickel gehabt hätte oder wenigstens ein Vollkornbrot, bei dem man nicht schmeckt, dass es ein Ladenhüter war.

Wiedersehen nach 20 Jahren

Kurze Zeit später waren die Einkäufe gemacht und wir gingen zu einer Art Coffee-Shop, einem dieser Kaffees, in dem sich zum Beispiel in meinem ehemaligen „Kiez“ die Capucchino-Mütter gerne sehen lassen. Damit war dann auch ein Schmackofatz für Oma organisiert und es ging zurück nach Milton, wie immer begleitet von jeder Menge angewandtem Sprachtraining und interessanten Reiseinformationen all der Dinge, die man vom Auto sehen kann.

Dann halten wir meine Wunschliste bzgl. gesundes Essen (abermals bei Safeway, dem Supersupermarkt) ab und ich traf meine Gastgeber vom letzten Seattle-Aufenthalt in 1999 wieder. Das war schon sehr cool! Wie ich erfuhr, haben wir damals wohl die gesamten Vorräte an Oreos und Dr. Pepper wie Heuschrecken vernichtet  😀

Minigolf in USA

Nun aber zum Highlight des Tages: dem amerikanischen Minigolfplatz! Die Bahnen in Deutschland sind ja im Prinzip alle ziemlich gleich. Kennse einen, kennse alle. Aber hier war für mich alles neu:

  • Die Bahnen sind nicht aus Stein, sondern aus einem frisch-grünen Rasenteppich.
  • Das Betreten der Bahnen ist nicht nur erlaubt (während man hierfür in Deutschland fast schon eine saftige Vorstrafe riskiert), sondern nötig, um überhaupt weiterzukommen.
  • Total anderes Bahnen-Design als bei uns mit meterlangen Tunneln oder Wasserlauf-Schikanen.
  • Die Minigolfbälle sind sehr „bouncy“, nicht so hat wie unsere, sodass man viel weicher schlagen muss – Das hat mich wohl auch den Sieg gekostet…

Richtig fein essen gehen – oder?

Nach dem anstrengenden Sportprogramm mussten wir uns alle stärken und das Geburtstagskind hatte sich ein Diner in einem Restaurant gewünscht, auf das wir erst einmal eine Stunde warten mussten. Da fiel mir diese charmante Kreuzung auf, die für mich so typisch amerikanisch aussah:

 

…und gegenüber dieser 7 Eleven, ein günstiger Supermarkt, in dem auch ein ATM steht (also ein Geldautomat) und in dem ich somit endlich mein eigenes Bargeld abheben konnte. Meine ersten eigenen Dollars 🙂

Nachdem wir uns die Zeit in einem hübschen Park in diesem lustigen Ort namens Pullayup vertrieben hatten, gab’s dann auch endlich Happihappi:

Auch der zweite Tag war wieder voller Impressionen für mich, und das sollte in den nächsten Tagen natürlich auch noch so weitergehen. Lest demnächst: Wie zum Teufel spricht man eigentlich Sebastian aus, wo die beneidenswerten Menschen von Gig Harbour wohnen & die Aktivierung des Mobile Office. Schüssi!

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Mein USA Blog – Teil 1: Anreise, Jetlag, erste Eindrücke

Der Sebastian geht auf große Reise. Da musste ich erst über 8.000 km wegfliegen, um mal wieder an mein Blog zu denken. Aber jetzt gibt es auch wirklich und endlich mal wieder ‚was zu berichten, und zwar meine Reise nach Seattle. Die wird mehr als einen Monat andauern und einiges zu bieten haben – Aber erstmal musste ich sie antreten und hinkommen, und das hat eine ganze Weile gedauert.

Fast 20 Stunden auf Achse

Begonnen hat das Ganze in Düsseldorf, wo ich nicht nur meine Reisevorbereitungen treffen, sondern zu allem Überfluss auch noch zwei Tage vorher und bei Rekordhitze umziehen (lassen) musste. Von dort aus ging es nach Emmerich. Von da aus brachte mich meine Mutter liebenswürdigerweise am nächsten Morgen um 5 Uhr nach Amsterdam. Ich habe diesen Flughafen gewählt, weil ich unbedingt einen zeitraubenden Zwischenstopp vermeiden wollte. Gut, dass ansonsten alles so schnell ging:

  • 1 Stunde Fahrt von Düsseldorf nach Emmerich
  • 2 Stunden Fahrt nach Amsterdam
  • 3 Stunden Aufenthalt in Amsterdam – warum auch immer!?!
  • 10 Stunden Flug nach Seattle
  • 0,5 Stunden warten am Gateway
  • 1,5 Stunden Wartezeit auf die Passport-Kontrolle
  • 0,5 Stunden Fahrt von Tacoma nach Milton

Mein erster Flug seit 2006 war…

Gut, wenn man sich auf so eine Reise begibt, ist das ja alles relativ positiv aufregend, und bis wir ungefähr über Island waren, war das ja auch alles noch ganz witzig. Aber dann fiel mir auf, dass ich immer noch acht Stunden zu fliegen hatte. In der Kopflehne des Vordersitzes war ja zum Glück so eine Art Tablet mit so einer Art Streaming-Dienst. Folgende Filme habe ich gesehen:

  • Predator, das Original aus 1987 – in Englisch, Arnie ist einfach so drollig im Original.
  • The Meg – Riesenhai entdeckt die große, weite, leckere Welt.
  • Arctic – Hätte ich schlafen können, hätte mir dieses „Cast Away“ im Eis wahrlich dabei helfen können, gähn.

So müde

Doch leider musste ich feststellen, dass ich nicht im Flugzeug schlafen konnte. Nach einer nur ca. 4-stündigen Nacht in Emmerich musste ich also bis zu meiner Ankunft in Seattle durchhalten – und darüber hinaus. Als ich am Airport ankam, war ich bereits seit 15 Stunden wach – Was normalerweise so ca. mein Tagesende markiert. Aber es war ja irgendwie wieder erst Vormittag!! Die ca. zweistündige Warterei am Flughafen SEA-TAC war ja zum Glück sehr abwechslungsreich, sodass ich…nee, das war wirklich nicht hilfreich. Und während ich im Flugzeug alle 90 Minuten aufstehen musste, weil ich nicht mehr sitzen konnte, taten mir mittlerweile die Beine vom Stehen weh.

Die Schlange an der Passport-Kontrolle war mindestens 200 Leute stark (ich habe ein Foto, das ich aber wohl eigentlich nicht hätte machen dürfen, deswegen zeig ich’s hier mal lieber nicht). Das war mehr Anstehen als an der besten Achterbahn in Disneyland. Aber wie sagten die komischen Jungs aus Rumänien in der Schlange vor mir: „At least we are in America“ – yeah, right :/ …

24 Stunden wach

Nachdem mir der Police-Officer in der Passport-Kontrolle ein paar ziemlich verstörende Fragen gestellt hatte, durfte ich ENDLICH zur Gepäckausgabe, wo sich die Koffer von mindestens drei Flügen schon stapelten. Dann noch eben mit der flughafeneigenen U-Bahn eine Station gefahren und da waren sie endlich, am Ende eine Rolltreppe: drei Mitglieder meiner vierköpfigen Gastgeberfamilie! Die Freude war groß, die Müdigkeit aber auch.

Aber ich hatte beschlossen, bis mindestens 20:30 h deutscher Zeit wach zu bleiben. Das würde sicherlich helfen, den Jetlag möglichst schnell zu überwinden, das wären dann aber auch insgesamt 24 Stunden wach und es waren auch noch fast 6 Stunden bis dahin.

Och Mist, ich muss ja jetzt Englisch sprechen

Doch jetzt, frisch angekommen und die Koffer im Subaro SUV verstaut, war erstmal Englischsprechen angesagt. Meine Konzentration war jetzt freilich nicht mehr die beste, aber jetzt ging die eigentliche Denkarbeit erst so richtig los. Wie hieß nochmal das, was war nochmal die Vokabel für…? Aber mir wurde bereits im Stau auf der Rückfahrt ein tolles Vokabular attestiert. Von einer Muttersprachlerin! Alles gut.

Das erste Mal USA seit 1999

Alles Weitere war dann erstmal Impressionen aufsaugen: Im Urlaub und in manchen anderen Ländern ist es einfach so, ein anders Licht, ein anderer Geruch, eine ganz andere Atmosphäre. Ich fand es erstmal einfach nur cool, seit 20 Jahren mal wieder in Seattle zu sein. Was für’n cooler Highway, was für Riesen-Trucks, oh wow, guck mal, ein VW! Dann verließen wir den Highway und ich sah direkt so viele Unterschiede, wie zum Beispiel Ampeln, die an Kabeln und auf der anderen Seite der Kreuzungen hängen. Und ich sah die gigantische Anzahl von Fastfood-Restaurants und da wollte ich jetzt hin.

Make yourself at home

Es ging zu Taco Time (hier) und danach zu Starbucks, die im Prinzip denselben Parkplatz teilen. Erst aß ich einen Burrito und trank danach meinen geschätzt 10. Kaffee an diesem Tag, der eigentlich mittlerweile schon zwei Tage war. Das taten wir in meinem Zuhause für die nächsten knapp fünf Wochen, ein wunderschönes 7-Zimmer-Haus, in dem ich ein eigenes Gästezimmer mit Riesen-TV, Klimaanlage und natürlich einem Boxspringbett habe. Sehr cool, ich fühlte mich gleich vollkommen willkommen.

Ab in den Supermarkt: Puh, ist das alles teuer hier

Dann ging es zum Supermarkt, der wirklich ziemlich supergroß ist. Safeway, noch nie gehört, aber auch so schnell nicht mehr vergessen: Unglaubliches Sortiment. Von allem gibt es hier viel. Außer Vollkornbrot. Außerdem ist es sehr teuer. Eine Packung Walnüsse ca. 250 Gramm zum Beispiel 6$ usw. Dafür eine unfassbare Auswahl an Fertiggerichten von amerikanischen Gerichten wie Chicken Alfredo über Riesen-Sandwiches bis hin zur Theke mit eingebautem Chinarestaurant, mit allem, was man zuhause nur von KFC kennt, einem Dutzend verschiedener Salate und 20 Meter weiter rechts dasselbe nochmal mit Donuts, Torten, Pie und, und, und. Doof nur, dass ich meine Ernährung seit Februar umgestellt hatte und schon sehr fein abgenommen hatte…

Naja, aber das Thema gesundes Einkaufen, Essen und Bewegen haben wir dann in späteren Einträgen. Und verpassen solltet Ihr außerdem nicht: Minigolf in America, Kölsch aus Alaska und natürlich den 4th of July! In diesem Sinne, bis bald!

 

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Gedanken zur Digitalisierung

Viele Versuche der Definition des Begriffs Digitalisierung scheitern manchmal, weil sie nicht in die Breite gehen. Denn Digitalisierung ist nicht mit einer Erklärung, bzw. einem allein stehenden Aspekt dieses Wandels hin zum Digitalen erklärbar. Die Digitalisierung ist – soweit lässt sich das simpel und in einem Satz sagen – eine Entwicklung zu einem digitaleren Leben. Wie aber auch das Leben selbst ist dieser Wandel vielseitig und hält in viele Bereiche des Lebens Einzug, von der Arbeit über das Privatleben bis hin zu der Frage, ob es sich bei der Digitalisierung um eine plötzliche Umwälzung oder einen fast schon natürlichen Prozess handelt.

Digitalisierung elektronischer Geräte

Ein Aspekt der Digitalisierung, der eigentlich jedem auffällt, ist die Entwicklung elektronischer Geräte und ihrer Peripheriegeräte. Ein ganz einfaches und verständliches Beispiel ist der Computer. Er hat in seinen Anfängen noch ganze Räume gefüllt, ohne dabei eine herausragende Rechenleistung im heutigen Maßstab zu erzielen. Heute – so berichtet die Folklore – erbringt ein handelsüblicher Laptop mehr Leistung als die gesamte Nasa-Leitstelle bei der ersten Mondlandung.

Die Digitalisierung in unserer Hand

Hinzu kommen zahlreiche weitere Beispiele dafür, dass die Digitalisierung sich praktisch in unseren Händen abspielt: Vor allem mit dem Start von Handys und zu Beginn des Jahrtausends durch die Smartphones vollzog sich Digitalisierung sozusagen bei jedem von uns mit dem nächsten Vertragshandy. Aktuelle Telefone können, wozu man früher zehn verschiedene Einzelgeräte brauchte von Kamera über Organizer und Taschenrechner bis hin zum Internet-Browser hat die Digitalisierung alles ins Taschenformat komprimiert.

Digitalisierung im Privatleben

Damit seien auch schon zwei große, wichtige Beispiele für Digitalisierung im Privaten genannt. Doch die Geräte können nicht nur sehr viel, sie sind auch Antrieb der sozialen Netzwerke. Manchmal werden sie als Fluch, manchmal als Segen empfunden, soziale Netzwerke werden durch die Digitalisierung (nicht zuletzt auch der mobilen Endgeräte) erst ermöglicht; ebenso wie alles, was wiederum durch diese sozialen Medien möglich wird: Vom Teilen der Urlaubsfotos bis hin zur Manipulation von Präsidentschaftswahlen hat die Digitalisierung nachhaltig die Welt verändert.

Vernetzung von Geräten

Damit einher geht auf der technischen Ebene natürlich auch die Vernetzung von Elektronikgeräten. Auch hier spielen Smartphones eine Rolle, aber es geht mehr und mehr auch noch einen Schritt weiter, zum Beispiel bei den Smart Homes. Hier sind alle Geräte irgendwie smart, der Kühlschrank kann seinem Besitzer seinen aktuellen Kalorienverbrauch nennen oder auch schon mal im Hintergrund den nächsten Wocheneinkauf bestellen. Die Waschmaschine kann neues Waschmittel ordern und Smart Speaker wie zum Beispiel Amazon Echo (auch als „Alexa“ bekannt) sind sowieso allgegenwärtig, dimmen das Licht oder zählen die Minuten herunter, bis die Aufbackbrötchen fertig sind.

Digitalisierung im Job

Viele Errungenschaften der Digitalisierung sind natürlich auch im Berufsleben interessant. So verändern sich durch die Digitalisierung die Arbeitsmittel und Arbeitsplätze, aber auch die Arbeitsweise geht den Prozess der Digitalisierung mit. Traditionelle Arbeitsstrukturen sind im tertiären Sektor und vor allem im Quartärsektor nicht mehr gefragt, weswegen Ältere sich durchaus auch vor der Digitalisierung fürchten.
Letztlich ist die Digitalisierung durchaus mit der industriellen Revolution vergleichbar. Sie bringt tiefgreifende Veränderungen im gesamten Spektrum des menschlichen Lebens mit, die in ihrer Tragweite heute nicht vollkommen abzusehen sind.

Ein Text, der ursprünglich für einen Kunden gedacht war, der mir dann aber so gut gefallen hat, dass ich ihn lieber für mich behalte 🙂
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Korrekturlesen lohnt sich doch immer

Plakatives Bild mit leicht weit hergeholtem Bezug zum Beitrag – mein (c)

Hach, schön, der Text fertig, die Arbeit fertig und weg damit. Ja, so könnte es gehen in einer fehlerlosen, kinderleichten Texter-Welt. Wie singen die Fantas? „Es könnte alles, so einfach sein – isses aber nich“ Ja, und so grätscht dem Texter auch das Korrekturlesen in den wohlverdienten aber leider noch etwas zu früh eingeläuteten Feierabend. Aber wie ich immer wieder feststelle, lohnt sich das Korrekturlesen auf jeden Fall. Warum, wie lange es dauert und warum das Thema Korrekturen auch ganz schön empfindlich werden kann, hier steht’s – korrekturgelesen, selbstverständlich 😉

Guten Tag, ich bin die Wertschöpfungskette

Ja, so eine Wertschöpfungskette. Bei manchen Produkten besteht sie aus einem Netzwerk an globaler Logistik, vielen Produktionsschritten und Rohstoffen von mehreren Kontinenten. Ich als Texter bin eigentlich alles, was meine Produkte an Wertschöpfungskette brauchen. Ich bin die Wertschöpfungskette – Das wäre vielleicht eine Idee für das nächste Texter-Shirt.

Was mache ich so in meiner Funktion als Kette? Ich bekomme das Briefing vom Kunden, recherchiere inhaltlich und zu Keywords und erstelle den Text, ja und dann lese ich nochmal alles durch. Gerade im Text-Flow, wenn die Ideen nur so sprießen, will sich der Schreiber nicht mit so etwas Lästigem wie Fehlern auseinandersetzen und womöglich darüber einen wertvollen Gedanken verlieren.

Korrekturlesen – ein lästiges Muss?

Also sind Korrekturen nur lästiges aber eben leider unerlässliches Beiwerk wie die unumgängliche Werbung, wenn ich fernsehe oder ein Video online streame? Naja, man muss sich schon etwas aufraffen, um nach Fertigstellung des Texts noch einmal alles durchzulesen und nach Fehlern zu durchforsten. Jedenfalls geht das mir persönlich so. Vielleicht gibt es ja auch Texter, die gerade diesen Part an der Arbeit grandios finden – diese mögen sich bitte bei mir zwecks Kooperation melden 😀 Lästig ist es, aber vernachlässigbar leider nicht, das Korrekturlesen. Und warum?

Kunden wollen fehlerfreie Texte

Ist ja ganz klar, denn vor allem zahlende Kunden erwarten natürlich von ihrem Texter fehlerfreie Texte. Die Entwickler von Games haben es da etwas leichter: Die fangen mal mit einer Beta-Version an, wo Gamer sich schon mal angucken, wie schlimm es um den aktuellen Entwicklungsstatus eines Games bestellt ist und geben dann entsprechendes Feedback. Dann wird das Game irgendwann veröffentlicht und hat immer noch teilweise haarsträubende Fehler. Aber gut, dann wir halt nach-gepatcht. Ein Text ist natürlich viel weniger Komplex, sollte aber natürlich bei der Abgabe fehlerfrei sein, damit der Kunde ihn direkt verwenden kann. Fehler fallen sonst auf ihn zurück und der Kunde schmeißt sie dann dem Texter vor die Füße. Natürlich nicht zu Unrecht.

Korrekturlesen lohnt sich

Deshalb lieber nach dem Schreiben nochmal lesen und somit diese Negativentwicklung im Vorfeld vermeiden. Fehlerfreie Texte machen immer einen guten Eindruck beim Kunden und es lohnt sich eigentlich immer. Wie oben beschrieben, habe ich persönlich einfach manchmal keine Zeit oder Lust, während des Schreibens schon Fehler zu suchen, weil es mir eben in dem Moment wichtiger ist, den Text zu entfalten und die Ideen einzubringen. Fehler stören da wirklich den kreativen Schreibfluss. Aber ich finde doch eigentlich immer welche, wenn ich so eine Word-Seite geschrieben habe und sie mir nachträglich durchlese. Dann denke ich jedes Mal, dass der Aufwand des Korrekturlesens sich doch echt immer lohnt.

Achtung Korrekturschleifen

Ein Aufwand, den manche Kunden auch selbst leisten, indem sie die Texte auch noch einmal in Augenschein nehmen. Manche sind hier auch besonders emsig und dann hagelt es Korrekturwünsche. Passiert mir mittlerweile nicht mehr oft, weil ich im Rahmen von Vorabgesprächen und Briefings versuche, alle Wünsche und Sonderheiten schon als Aperitif vor dem textlichen Hauptgericht abzuklopfen. Aber es kann eben sein, dass man sich mit speziellen Kunden in nahezu endlosen Korrekturschleifen verliert. Davor kann ich nur warnen, wie hier auch zu lesen ist.

Und was ist mit externen Korrekturlesern?

Wieder andere Kunden holen sich aber auch noch einen externen, dritten Korrekturleser ins Boot. Lektoren sind für den Texter ja eigentlich eine Art doppelter Boden, denn schließlich könnte man ja einfach das eigene Korrekturlesen weglassen und sich auf den Lektoren verlassen. Könnte 😉

Sofern sich der Lektor rein auf unstrittige Fehler beschränkt, ist es ja auch nützlich, aber auch hier muss man aufpassen, sich nicht in endlosen Diskussionen über bestimmte Phrasen und Formulierungen zu verlieren.

Wie lange dauert Korrekturlesen?

Aber die meisten Kunden vertrauen darauf, dass sie von ihrem Texter korrekte Texte bekommen, und dieses Vertrauen will man natürlich nicht verletzen. Daher nehme ich mir nur zu gern die Zeit, meine Werke nach ihrer Erschaffung noch einmal durchzulesen und zu korrigieren. Und so viel Zeit nimmt das nun auch nicht in Anspruch, wenn man mal ehrlich ist. Für diesen Text habe ich vier Minuten korrekturgelesen und dabei auch ein paar Fehlerchen entdeckt. Das ist sicherlich ein absolut hinnehmbarer Wert im Verhältnis zu dem Preis, den ein Text mit derartiger Länge erwirtschaften würde. Vier Minuten, die sich also mehr als auszahlen, denn sie werden effektiv genutzt, um Fehler zu korrigieren und so dann die angesprochenen Negativfolgen mit dem Kunden zu vermeiden.

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Einfach Spam Emails erkennen

Spam-Emails sind fast so alt wie das kommerzieller Internet. Sie tröpfeln quasi den ganzen Tag über so rein und sorgen dafür, dass der Spam-Filter sich nicht überflüssig fühlt. Was aber, wenn er doch mal eine durchflutschen lässt? Ich habe heute mal wieder so eine im Posteingang gehabt, die sich gleich an mehreren Stellen als Spam verrät.

Spam Mails an Fehlern erkennen

Eine Taktik hinter den Spam Mails ist, sich als ein vertrauenswürdiger Absender zu tarnen, um so dann die Empfänger zum Klicken zu bringen. Diese Tarnkappen-Funktion hat in diesem Fall das Unternehmen „Saturn“ inne (sicher unfreiwillig):

Spam Mails erkennen an Fehlern

Doch wer hier denkt, dass hier wirklich das echte Unternehmen mit einer Gutscheinkarte winkt, handelt unüberlegt. Dabei muss man eigentlich gar nicht groß überlegen, sondern sich nur allein mal diesen merkwürdigen Betreff ansehen:

=?UTF-8?Q?Du wurdest als einer der m�glichen Gewinner ausgew�hlt ?=

Äh ja, ist klar! Komischer Buchstabensalat direkt zum Einstieg und keine Umlaute in der Orthographie verfügbar. Sieht aus, als käme diese Nachricht wirklich direkt vom Saturn

Spam Indiz Absender-Adresse

Auch ein Blick auf die Absender-Adresse macht stutzig: <from@XYZ.com> (ich habe mal sicherheitshalber die Adresse verfremdet, in den modernen Datenschutzzeiten weiß man ja nie). XYZ steht für einen Absender, der ganz offensichtlich nichts mit dem Unternehmen „Saturn“ zu tun hat. Zwar lautet der angezeigte Absendername „Saturn“, aber den kann jeder so gestalten, wie er will. Ich könnte auch so in jedem Posteingang angezeigt werden oder auch als King George oder sogar Boy George, wenn mir der Sinn danach stünde.

Keine Fehler bei echten, vertrauenswürdigen Absendern

Solche Fehler macht kein Unternehmen wie Saturn in einer ernst gemeinten Email-Marketing-Kampagne. Doch wenn wir weiterlesen, finden wir ja noch viel mehr knackige Fehler:

  • „Lieber(r) (Herr) (Frau)“ ist gleich mehrfach falsch. Hier sind zwar keine Rechtschreibefehler, aber es ist formal einfach total daneben.
    • In einer Email-Kampagne, für die ich mich angemeldet habe, kennen die Absender meinen Namen, weil ich ihn ihnen extra dafür zur Verfügung gestellt habe. Daher werde ich grundsätzlich persönlich und namentlich angesprochen. Fehlt die persönliche Ansprache, oder steht da so ein Murks wie hier, ist das ein starkes Indiz für Spam.
  • Dann fehlt nach der Ansprache ein Komma und der folgende Satz würde korrekterweise klein weiter geschrieben.
  • Der zweite Satz beginnt plötzlich mit „Du“, während ich in der Anrede noch mit Herr oder Frau angesprochen werde. Erstens ist das ein stilistisch sehr unglücklicher Wechsel in der Honorifikation und zweitens wird in solchen Anschreiben eher nicht geduzt – was aber subjektiv ist.
  • Der dritte Satz ist fehlerfrei!!!
  • Der vierte auch!!!!!
  • Dafür passt mir dann der fünfte nicht so ganz: „Mit ein bisschen“ klingt doch recht umgangssprachlich und wäre besser mit „mit etwas Glück“ formuliert. Zudem ist das „wirst“ ein typisches stilistisches faules Ei, wenn aus dem Englischen (you will) ins Deutsche übersetzt wird. Ich hätte „shoppst Du bald kostenlos“ geschrieben.
  • Beim Abschiedsgruß fehlt ein Satzzeichen.

Spam Emails erkennen binnen weniger Sekunden

Also: Wenn solche Emails es mal durch Raster des Spam-Filters fallen, kurz überlegen? Wollte ich von dem eigentlich Unternehmen überhaupt Produkt- oder Gewinnspiel-Empfehlungen erhalten? Oder anderes Beispiel: Bin ich überhaupt Kunde bei dieser Bank, die da gerade per Email nach dem PIN-Code für mein Konto fragt? Dann mal auf die genannten typischen Fehler achten. Man braucht in der Regel nur wenige Sekunden, um wenigstens einen davon zu finden und schon kann man den Spam-Filter mit einem Klick dezent darauf hinweisen, dass er hier ‚was übersehen hat.

 

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Ups, ich hab‘ mein Buch verlegt – Löwenkind im Handel

Seit ein paar Tagen ist es soweit: Der kleine Löwe und Papa Löwe gehen in die weite Welt hinaus. Sie gehen mit kleinen, langsamen Schritten, aber los gehen sie trotzdem. Löwenkind ist in seiner ersten Buchhandlung gelandet und hat einen neuen Untertitel bekommen!

Start ins Self-Publishing

Mit der Devise ‚Fragen kost‘ ja nix‘ packte ich ein Exemplar von Löwenkind in den Rucksack und marschierte in die kleine Buchhandlung. Ich leitete ein, ich hätte eine etwas ungewöhnliche Anfrage und erfuhr schon wenig später das Lob, dass unser Buch ja sehr professionell aussähe. Ich solle noch mehr bringen, sagte mir die Buchhändlerin und sie könne die Bücher ja mal ins Schaufenster legen. Und da sind sie:

Die Regenbogen Buchhandlung in Flingern…

 

…präsentiert: Löwenkind!

Da, vorne rechts versteckt sich der kleine Schnu 🙂

Irgendwo zwischen seinem Zuhause und seiner Schule entdeckt der echte kleine Schnu also dieser Tage das Kinderbuch, das Papa für ihn geschrieben hat. Die Buchhandlung liegt nämlich auf seinem Schulweg.

„Neues aus dem Viertel“

„Neues aus dem Viertel“ ist unser Buch jetzt, und nahezu täglich gehen wir als Sohn und Papa – also die beiden menschlichen Vorbilder für die Hauptdarsteller in Löwenkind – an der Buchhandlung vorbei. Es ist eine kleine Buchhandlung hier im Viertel, so ähnlich wie die vielen anderen kleinen Läden für Mode und „Nippes“, die es hier so gibt. Die Leute mögen die Sachen aus der Nachbarschaft, und das gilt hoffentlich auch für Kinderbücher.

In seiner Klasse hört Schnu jedenfalls schon das Buch, denn aktuell liest seine Lehrerin es in der Klasse vor, wie mir zu Ohren kam. Das findet er natürlich sehr cool und es gab auch schon einige Stellen, an denen die ganze Klasse gelacht hat.

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Ein Komma rettet Omma

Heute mal wieder ein linguistisches Thema, weil es auch einfach manchmal Spaß machen kann. Genau so spaßig und damit vielleicht auch einfacher zu verdauen legte ich neulich ein Thema meinem Sohn beim Waldspaziergang nahe: Bedeutungsdistingtivität. Leicht sperrig, dieser Term, aber ich habe ihn auch gar nicht gebrauchen müssen, um ihm zu erklären, was damit gemeint ist. Ich habe ein lustiges Beispiel gewählt, bei dem eine seiner Ommas nur um wenige Millimeter einem Unglück entgangen ist.

Gewisse Unterschiede in der Satzbedeutung

Da ich es hier ja mit Lesern zu tun habe (also, wenn überhaupt welche kommen), die älter als neun sind, gehe ich mal davon aus, dass ich das Wort Bedeutungsdistingtivität hier auch mal anbringen kann, ohne dass man direkt auf Durchzug stellt. Das ist ja meist das Schicksal von Eltern, die etwas erklären, was in den Augen der Kinder vollkommener Humbug ist – und das ist das Meiste. Jedenfalls ist Bedeutungsdistingtivität dann gegeben, wenn ein kleiner orthografischer Unterschied oder einer in der Betonung oder Interpunktion sich auch semantisch bemerkbar macht.

Kleine Betonung, feiner Unterschied

So können wir zum Beispiel durch die einfache Betonung des Wortes „Ja“ entweder fragen oder antworten. Probieren Sie’s mal aus:

  • Ja mit Betonung, die zum Ende hin hochgeht = Frage
  • Genau anders herum betont man ein bestätigendes Ja

Sowas geht mit vielen weiteren Beispiel, im chinesischen geht das mit der Betonung noch viel weiter, Chinesisch ist daher auch eine sogenannte Tonsprache, wie hier zu sehen, bzw. zu hören ist.

Das kleine Komma als großer Retter

Zu hören ist auch der Unterschied, der Omma also das Leben rettet. Das kleine Komma ist durch eine kurze Pause in der Aussprache zu hören und wird natürlich auch in der schriftlichen Sprache realisiert:

(1) Wir essen, Omma!

(2) Wir essen Omma!

Auf den ersten Blick zwei gleiche Sätze, die aber für Omma zwei ganz unterschiedliche Szenarien bedeuten. Denn während Omma im ersten Satz zum Essen eingeladen wird, ist sie im zweiten selbst das Essen! Das macht für Omma natürlich am Ende des Tages einen Riesen-Unterschied, ob sie isst oder gegessen wird. Mag sein, dass Satz 2 in manchen Kulturkreisen durchaus öfter mal gesagt wird, aber hierzulande sollte man doch lieber immer an das Komma denken. Denn die Bedeutung des kleinen Strichs ist dann doch recht groß – vor allem für Omma 😉

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3x Deutschland vs. England in der CL

Eigentlich bin ich immer dabei, wenn die KO-Runden in der UEFA Champions League ausgelost werden, aber gestern habe ich die Hälfte verpasst. Da standen schon zwei interessante Duelle fest, das von Dortmund gegen Tottenham und das der Blauen gegen die Sky Blues aus Manchester. Die Auslosung des dritten deutsch-englischen Duells, des Krachers, habe ich dann auch live gesehen. 3x Deutschland vs. England in der CL – für die Bundesliga eine Chance, in der 5-Jahres-Wertung ranzukommen.

So ist die Situation in der 5-Jahres-Wertung

Deutschland ist die viertplatzierte Nation in der 5-Jahres-Wertung der UEFA. Die Platzierung gibt vor, wie viele Startplätze eine Liga in den internationalen Wettbewerben bekommt. Hier ist Deutschland seit einigen Jahren in der Top-Riege, belegt dort aber auch den letzten Platz. Spanien ist momentan uneinholbar, zu gut punkteten alleine die Seriengewinner Real Madrid (dreimal in Folge Sieger der CL) oder FC Sevilla (3x Gewinner Euro-League 2014-2016). Aber die Engländer, die könnte man doch anvisieren, und die drei Achtelfinals in der Champions League könnten dabei die 6-Punkte-Spiele werden.

„6-Punkte-Spiele“ für Deutschland

Ein 6-Punkte-Spiel ist ein Spiel, bei dem Verfolger gegeneinander spielen. Wer siegt, gewinnt nicht nur drei Punkte, sondern nimmt dem anderen auch noch drei – deswegen die Bezeichnung eines 6-Punkte-Spiels. Zwar werden in der 5-Jahres-Wertung mehr Punkte als nur sechs für einen Sieg in der Champions League vergeben, aber der Effekt auf die Tabelle der 5-Jahres-Wertung wäre ein ähnlicher. Aber wer kann denn wirklich gegen die Engländer punkten?

Wer kann für Deutschland punkten?

Die Blauen aus Gelsenkirchen haben hier wohl die schlechtesten Chancen, Punkte für Deutschland zu sammeln. Zu deutlich ist der Unterschied zwischen ihnen und den Sky Blues aus Manchster.
Dortmund und Tottenham werden allgemein relativ ähnlich gesehen. Sie sind momentan sicherlich auf Augenhöhe – letzte Saison hätte ich das noch ganz anders gesehen.

Interessantestes Duell: FCB vs. LFC

Bei dem Duell Liverpool gegen Bayern geht die Tendenz leider auch eher nach England. Liverpool war schon in der letzten Saison im Finale, hat unter anderem City souverän aus. Diese Saison hat sich die Mannschaft noch einmal sehr deutlich verstärkt und verbessert. Nicht umsonst sind die Reds momentan der hartnäckigste und – so scheint es so langsam – auch einzige Konkurrent um die englische Meisterschaft für City. In der Champions League lief es gleichwohl nicht so gut mit drei Auswärtsniederlagen. Aber jetzt, in den KO-Spielen, wird Jürgen Klopp seine über die letzten Jahre gezielt und bewusst zusammengestellte Mannschaft wieder für die typischen Vollgasveranstaltungen fit machen.

Daher fürchte ich: 2:1 für England. 

 

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So schön rauscht das Wissensgefälle

Auch diesen Blogbeitrag muss ich mal wieder mit einer Entschuldigung an den Blog beginnen: Sorry, Du wirst einfach echt stiefmütterlich behandelt, obwohl ich weiß – und dies auch meinen Kunden (oh, und natürlich auch den Kundinnen!!!) predige -, dass regelmäßiges Bloggen wichtig ist und das Google da total drauf steht. Weil das Tell-Tale Heart immer stärker pocht, quäle ich mich nun an die Blogger-Tastatur.

Ja, und was habe ich mir den Kopf zermartert, worüber ich eigentlich bloggen soll. Der Blog (das geht übrigens auch als Genus für Blog) ist ja mittlerweile umgezogen, bzw. und besser gesagt von der Stammseite wieder abgerissen worden. Warum? Weil hier einfach zu viel vom Games Redakteur drinsteht und weil das Google von der richtigen Bewertung meiner Website ablenkt. Will sagen: Wenn ich als Texter erfolgreich sein will, geht das wohl eben nicht, wenn auf derselben Seite auch Informationen darüber vorkommen, wie man in Fallout 4 Klebstoff herstellt.

Helge, was ist das?

Wann ich endlich zu dem Thema komme, das im Titel angekündigt wird? Vielleicht jetzt. Es ist nur einfach zu schön zu sehen, wie man abschweifen kann, wenn man was zu sagen hat. Der Appetit kommt also anscheinend nicht nur beim Essen. Jedenfalls geht es jetzt dann schlussendlich hier doch noch um das Thema Wissensgefälle. „Was ist denn das, was ist denn das, Helge, was ist das?“

Wenn der Autor sich nicht auf den Leser einlassen kann

Also wenn Sie das Wort Wissensgefälle nicht kennen besteht zwischen Ihnen und mir per se schon eines. Reicht nicht als Erklärung? Ein Wissensgefälle besteht zwischen einem Emittenten – ich sag jetzt mal eines Textes – und dem Rezipienten, der nur Bahnhof versteht. Der Verfasser eines Textes ist also viel, viel schlauer als der, der den Text schließlich lesen muss. Die Schnittstelle zwischen beiden, Verfasser und Leser, der Text, sollte dieses Wissensgefälle aber idealerweise überbrücken können. Und da kommt durchaus ein guter Texter ins Spiel.

Italienische Packungsbeilagen lassen grüßen

In der Uni hatte ich mal ein Proseminar zum Thema italienische Packungsbeilagen – ja, es war genau so ein Thrill, wie es sich anhört. Darin ging es auch wochenlang über das Wissensgefälle und wie man es überbrücken könnte.
Manche meiner Kunden haben genau dieses Wissensgefälle vor sich, wollen aber immerhin, dass es zum Glück ihrer Kunden überwunden wird.

Boulevard-Redakteure schaffen das ja auch

Bewundernswert finde ich es übrigens, wie es Boulevard-Redakteure täglich bei ihrer Arbeit schaffen, beim Schreiben, sagen wir mal, an ihre Leserschaft zu denken. Dem wohnt durchaus eine Kunst inne, ein Masochismus schon fast, dessen Erzeugnisse ich zwar nicht selbst ertragen, die man aber durchaus bewundern kann.

Warum ist Wissensgefälle schlecht?

Aber warum interessiert es den Schreiber eigentlich einen feuchten Kehricht, wie und überhaupt ob seine geistigen Ergüsse beim Leser ankommen?

  1. Der ach so schlaue Emittent wirkt überheblich
  2. Der ach so doofe Leser fühlt sich womöglich auch doof (zurecht?) und versteht auch nicht, was der Überhebliche ihm da sagen will. Es macht sich Frustration breit. Der schwierigen Lektüre droht ein Ende im Müll

Bridge over troubled wordings

Dem Verfasser solch aufwühlender Texte muss natürlich erstmal bewusst sein, was er da anrichten kann, aber dann kann er einen Texter beauftragen, der als Brücke zwischen ihm und seinen Lesern fungiert. Der Texter schlägt diese Brücke, indem er das erklärungsbedürftige Thema in sich aufnimmt, seinen genialen Geist damit füttert, um alles dann in sprachlich mundgerechten Häppchen wiederzugeben. So versteht dann auch der einfachere Leser, wo z.B. der Unterschied zwischen radialer und femoraler Koronarangiographie liegt. Ja, diese Brücke habe ich schon geschlagen.

Zielgruppenansprache richtig, das ist richtig wichtig

Wichtig ist, dem Leser mit der richtigen Zielgruppenansprache zu begegnen. Sätze müssen womöglich verkürzt, Fremdwörter ersetzt oder (auch ganz beliebt, vor allem in Packungsbeilagen oder Beamtendeutsch) Substantivierungen und Passiv-Konstruktionen einfach um 80% reduziert werden.

Wenn auch Sie Inhalt haben, von dem Sie sicher sind, dass Ihre Leser ihn nicht verstehen können, können Sie mich gern haben, also als Texter für Ihr Wissensgefälle. Hoffentlich stehen Sie oben 😉

So, Blog, dann bis März – Frohes, Fest, guten Rutsch, Helau!!! 😀

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