Schreibblockaden – Ursachen und loswerden

Der Cursor blinkt, das Blatt ist leer, die Schreibblockade ist nicht fair! Aber sie ist jedem schon mal im Kopf herumgegeistert und hat sich vor jede noch so kleine Idee geschoben. Schreibblockaden können einen mitten im Text treffen oder bereits deren schieren Beginn vereiteln. Doch woran mag das liegen, das uns manchmal sagt: ‚Also dazu fällt mir jetzt gar nix mehr ein!‘

Was sind Schreibblockaden überhaupt?

Schreibblockaden kennen vor allem diejenigen, die viel schreiben, wie Journalisten, Autoren, Texter, aber auch Schüler und Studenten, die Arbeiten schreiben müssen, kennen das Problem mit der Schreibblockade. Dabei fühlt man sich völlig außer Stande, den Text zu beginnen, thematisch zu entfalten oder die erforderliche Menge zu erreichen.

Körperliche Ursachen für Schreibblockaden

Aber warum fällt uns nix mehr ein? Klar sollte ja sein, dass sich bei Schreibblockaden etwas im Hirn abspielt, bzw. nicht abspielt. Das gilt insbesondere dann, wenn man zum Beispiel große Sorgen oder gar Depressionen hat oder wenn es gar neurologische Probleme im Hirn gibt.

Konzeptionelle Ursachen für Schreibblockaden

Doch es muss nicht gleich ein solch schwerwiegendes Problem sein, mit dem man zum Arzt gehen muss. Auch die pure Herangehens- und Arbeitsweise können Ursachen für Schreibblockaden sein:

Text-Konzeptionierung

Jeder Text hat irgendein Konzept. Mein Blog-Text hier zum Beispiel will das Phänomen der Schreibblockaden erklären und Auswege aus der Schreibblockade aufzeigen. Vielleicht lese ich ihn bei einer späteren Schreibblockade selbst mal wieder und freue mich dann über die eigenen Tipps. Ein recht einfaches, überschaubares Konzept: Erklärung des Themas, Hintergründe zum Thema, Konklusion.

Es gibt aber auch Texte, die ein wesentlich umfangreicher und komplexer sind. Die muss man sich vorher natürlich zurechtlegen, um sie überhaupt stringent verwirklichen zu können. Sonst kann es sein, dass man sich mitten im Text verzettelt oder irgendwann bemerkt, dass man in die vollkommen falsche Richtung geschrieben hat . Kalssischer Fall von Thema verfehlt.

Gute Recherche, relevante Quellen

Um dies zu vermeiden, ist ein ausgeklügeltes Konzept zur thematischen Entfaltung des Textes nötig, aber natürlich auch das Futter dafür. Niemand kennt alle Aspekte zu einem Thema schon von vornherein, selbst erfahrene Wissenschaftler schaffen immer wieder neues Wissen, bevor sie publizieren.
ABER: Eine Sammlung aus zu vielen Informationen beinhaltet wahrscheinlich auch irrelevante Informationen, die uns auf den falschen Weg führen können: direkt vor die Schreibblockade.

Angst vorm Leser

In der Linguistik ist die Anjsprache des Rezipienten, also in Fall Text des Lesers, eine wichtige Komponente beim Verfassen von Texten. Die Diskursanalyse bindet den Leser unbedingt mit ein in die Textgenese. Wichtig sind hier zum Beispiel Aspekte wie eventuelle Wissensgefälle zwischen Autoren und Lesern, nachvollziehbare Schlussfolgerungen und natürlich auch eine adäquate Ansprache.

Die angst vorm Leser ist nur dann gewährleistet, wenn man derartige Leser-orientierte Leistungen nicht in einen Text mit einfließen lassen kann. Die Erwartung des Lesers an einen Text muss schließlich erfüllt werden, ein lustiger Text muss zum Lachen sein, ein informtaiver Text muss Fakten und Daten liefern, eine Rezension muss bewerten usw. Wer also Angst vorm Leser hat, weiß schon, dass sein Text etwas falsch macht: Schreibblockade.

Schreibblockaden überwinden

Nun muss man sicherlich nicht direkt bei der ersten Schreibblockade zum Arzt oder zum Therapeuten gehen. Sollten sie öfter auftreten, ist dies vielleicht schon ratsam.
Wer aber nur mal dann und wann vor der Schreibblockade steht, ist aber nur vielleicht nicht richtig vorbereitet oder hat viel zu viel Material. Auch Ablenkungen wie TV, Radio oder andererleuts Gespräche können zu Schreibblockaden führen.

  • Bin ich nicht ganz ausgeschlafen?
  • Habe ich Hunger?
  • Brauche ich einen Kaffee?
  • Oder mal frische Luft?
  • Muss ich erst ein bestimmtes Problem aus der Welt schaffen?

Manchmal hilft es auch, erst einmal einkaufen zu gehen oder sonst irgend etwas ganz anderes zu erledigen, um auch wieder neue Bereitschaft für die Schreibarbeit zu erlangen.

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