Selbstständig die Steuer machen

Ich beschloss in diesem Geschäftsjahr, meine Steuer selbst zu machen. Dieser Gedanke kam mir fast wie von selbst nach einer saftigen Rechnung meiner Steuerberaterin und einer noch viel saftigeren Steuerrückzahlung 2012. Also WISO Steuer-Sparbuch 2014 gekauft und die Steuer (tatsächlich relativ) einfach selbst gemacht. Und das Beste: So spare ich mir mehr als 1.500€ pro Jahr!

Ein Programm für alle, die selbst das/die Steuer übernehmen wollen

Dies ist kein Werbeartikel, ich möchte nur meine positiven Erfahrungen mit meiner ersten eigenen Steuererklärung weitergeben, um anderen Selbstständigen etwas die Angst vor dem Schreckensgespinst Steuererklärung zu nehmen.
Nach einer kurzen Web-Suche fand ich WISO Steuer-Sparbuch 2014 bei buhl.de. Das Programm konnte ich direkt benutzen, der Kostenbetrag von knappen 30€ wurde vom Konto abgezogen und kann natürlich von Steuer abgesetzt werden 😉

So funktioniert die Steuererklärung mit WISO

Es ist im Prinzip ganz einfach: Das Steuerprogramm startet mit einer simplen Entweder-Oder-Auswahl

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Screenshot – (C) WISO Steuer-Sparbuch 2014

Ich habe mich – so will es ja die Regel – um meine Einkommensteuererklärung 2013 gekümmert. Die EÜR ist ohnehin später Bestandteil der Erklärung gewesen.

Schon gewusst? Steuererklärung und Krankenkassenbeiträge hängen direkt zusammen. Denn Einkommensteuererklärung ist Grundlage für die Ermittlung der Krankenkassenbeiträge. Eine Steuerberatung hätte diese Erklärung erfahrungsgemäß erst im nächsten Jahr eingereicht. Da ich meine 2013er Steuererklärung selbstständig bereits eingereicht habe, zahle ich schon jetzt geringere Beiträge.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur selbstständigen Steuererklärung sieht bei WISO Steuer-Sparbuch 2014 folgendermaßen aus:

Screenshot - (C) WISO Steuer-Sparbuch 2014

Screenshot – (C) WISO Steuer-Sparbuch 2014

Mit der Erfassung der Daten hat man am meisten zu tun. Das liegt gleichwohl nicht am Steuerprogramm, sondern an der Masse der einzugebenden Daten. Punkt 1 „Daten erfassen“, von „Persönliches“ bis Verwaltung“ beinhaltet die meisten Angaben, die das Finanzamt wissen möchte.

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Screenshot – (C) WISO Steuer-Sparbuch 2014

So sieht dann in etwa durchgehend die Eingabemaske des Programms aus, optisch natürlich variierend, je nach Programmpunkt. Im Grunde kann man aber mit dem Programm wunderbar Schritt für Schritt die Steuererklärung abarbeiten. Dazu gibt es Tipps und Hilfen in schriftlicher wie auch audio-visueller Form.

Steuererklärung selber machen, Tipps:

  1. Alle Belege sollten übersichtlich in der Buchhaltung zugänglich sein. Sonst kann die Steuererklärung Tage dauern!
  2. Verträge über Versicherungen u.ä. sollten bereitliegen
  3. Unterhaltskosten können geltend gemacht werden, sofern der geschiedene Ehepartner dem auf der Anlage U per Unterschrift zustimmt.
  4. Rechnungen von Telefonen, Elektrogeräten usw. müssen unbedingt aufbewahrt werden, Stichwort „ohne Beleg keine Buchung“
  5. Alle Fahrten aus beruflichen Gründen müssen notiert werden, mit Datum und Entfernung. Bei Autofahrten die Kilometer, bei Zugfahrten braucht man ebenfalls die Belege.
  6. Wichtig ist auch das Home-Office: Soll ein Arbeitszimmer abgesetzt werden, wird dies anteilig zur Gesamtwohnfläche zur absetzbaren Aufwendung. Das heißt, mit einem 10qm-Arbeitszimmer kann ich auch 10% der Miete absetzen.

Am Schluss kann das Programm eine vollwertige Steuererklärung zusammenstellen und diese auch direkt an die Finanzverwaltung übermitteln.
Wichtig!!! Um genau diesen Vorgang durchzuführen, muss man sich bei www.elsteronline.de – dem Onlineportal der Finanzverwaltung – registrieren, sowie ein Zertifikat beantragen. Auch das ist nicht schwer und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.

Steuer selbst machen ist gar nicht so schwer, wenn…

Irgendwie bin ich sogar ein bisschen stolz, meine Angst vor dem Schreckensgespinst Steuererklärung bewältigt zu haben. Viele meiden ja schon Gespräche mit dem Steuerberater, geschweige denn sich selbst mit dem Thema zu befassen. Aus meiner ersten Erfahrung ist wirklich eine saubere, gewissenhaft geführte Buchhaltung die Basis für eine relativ flotte Steuererklärung – nach relativ kurzen 4 Stunden war ich fertig.

PS: Nicht bei der Einkommensteuererklärung die Umsatzsteuererklärung vergessen, sonst kommt Meckerpost!

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