TelKos, Büroräume – Alles muss raus!

Platz 3 bei der Wahl zum Unwort des Jahres 1996: Outsourcing. Begründung der Jury, Outsourcing sei ein Imponierwort, das der Auslagerung/Vernichtung von Arbeitsplätzen einen seriösen Anstrich zu geben versucht. Natürlich ist das ein sehr pragmatischer Ansatz, nachvollziehbar, aber mittlerweile, 17 Jahre danach, durchaus ausbaufähig. Denn unter Outsourcing verstehe ich als Unternehmer auch die Möglichkeit, bestimmte Dinge aus Kosten- oder Zeitzgründen einfach auszulagern.

50 Jahre Outsourcing  – So geht’s heute

Das Outsourcing ist ein oftmals missverstandener Begriff, der freilich negativ behaftet ist. Schon inde 1960er Jahren wurde gab es das Konzept des Outsourcing in der Fertigungsindustrie, die nach Asien auslagerte. In den 80ern folgten verschiedene weitere Branchen, die Computer-Arbeiten von externen Unternehmen erledigen ließen. 1996 dann der zweifelhafte Ruhm als deutsches Unwort. Seit Beginn dieses Jahrtausends macht es jeder. Und: Seitedem hat sich einiges getan! Outsourcing ist mittlerweile ein waschechtes Lehnwort und hat sich voll in die deutsche Grammatik integriert. Outgesourct zu haben, ist auch nicht mehr unbedingt schlecht, sondern unter bestimmten Umständen ein gesellschaftlich anerkanntes Phänomen.

Outsourcing für Freiberufler und Selbstständige

Wenn ich nämlich meine Arbeit als Texter für ein anderes Projekt ruhen lasse, bei dem ich mit anderen Networkern zusammenarbeite, treffen wir uns in speziell dafür angemieteten Büroräumen. Schließlich haben wir uns alle in sozialen Netzwerken kennengelernt und kommen somit nicht aus derselben Stadt; in vielen Fällen auch nicht aus demselben Bundesland. Also Zeitpunkt ausmachen, Treffpunkt vereinbaren, Büro anmieten und dort Konferenz abhalten. Natürlich lassen sich so auch internationale Geschäftsverbindungen pflegen. Mittels Videokonferenzen können wir von unserem repräsentativen Miet-Office aus mit jedem kommunizieren. bena.at bietet bisher Tagesbüros oder Projektbüros hauptsächlich in Wien an. Eine Idee, die ich mir aber auch hier sehr gut vorstellen kann und wünsche. Oder, anstatt zu warten, könnte ich auch selbst die Initiative ergreifen und mir jemanden aus Österreich ins Network holen.

Und übrigens: Beim Thema „böses“ Outsourcing hat sich noch mehr getan, denn mittlerweile wird auch wieder „ingesourct“.

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