Texten auf dem Smartphone: Einsprechen statt selber tippen?

Ich bin ja gerne fleißig und gewissenhaft, manchmal kommen mir aber Ideen, denen man ja wenigstens mal auf den Grund gehen sollte. So führte mich einst der Google-Übersetzer in Versuchung, einer Übersetzung mal mit seiner Hilfe auf die Sprünge zu helfen. Gleichwohl habe ich ziemlich schnell erkannt, dass ich anschließend mit dem Korrigieren der Übersetzung mindestens genauso viel Arbeit habe, als wenn ich gleich alles selbst übersetze. Entspricht auch nicht meinem Kodex, so zu arbeiten, war jedenfalls ein witziges Versuchsergebnis, der „englische“ Text, den ich da bekommen habe.

Hey, mein Smartphone kann doch für mich texten

Neulich auf dem Heimtrainer entdeckte ich eine neue digitale Versuchung: Ich saß auf dem Indoor-Trainingsfahrrad und war derart in Bewegung, dass ich die Mini-Tasten meines Smartphones nicht traf als ich eine Email beantworten wollte. Da sprach ich die Mail ein und überlegte danach, dass diese Funktion wohlmöglich meinen ganzen Berufsstand revolutionieren könnte: Texten auf dem Smartphone: Einsprechen statt selber tippen? Eine Frage, der ich nachgegangen bin und die ich verneinen kann/muss.

Mit drei Sätzen habe ich ausprobiert, wie gut mich mein Versuchsobjekt, ein Samsung Galaxy S2 versteht:

„bitte versteh mich nicht falsch“ – binnen Sekunden dargestellt und richtig bis auf das kleingeschriebene B am Satzanfang.

„wer in thailand urlaub machen will braucht ein schönes hotel“ – ein typischer SEO-Satz, der auch so falsch ist, wie leider viele SEO-Texte: Keine Großschreibung, Interpunktion fehlt völlig!

„der strand in papaya ist bekannt für einen schönen weißen sand und sklave blauer wasser“ – neben den üblichen Mängeln geht’s hier schon arg der Semantik an den Kragen: Fremde Stätten wie Pattaya kennt das Programm augenscheinlich nicht, aus dem klaren blauen Wasser wird ein Sklave oO

Denkste!

Also, auch hier zu viel Korrektur-Bedarf, ich muss weiter selbst in die Tasten hauen, selbst übersetzen, einfach alles selber machen. OK, aber immer ganz langsam, niemand bei Samsung hatte sicherlich je den Anspruch, dass das Telefon anspruchsvolle Texte verarbeiten könnte. Für Simsen und Emails, wo ja es ja eh kaum noch orthografische, syntaktische oder sonstige Regeln gibt, reicht das allemal. Das Smartphone versteht mich gut, wenn ich deutlich und langsam spreche und alle Umgebungsgeräusche möglichst minimiere. Und auch sonst bin ich übrigens sehr glücklicher Smartphone-Besitzer.

(Dies ist (leider) kein von Samsung finanzierter Promotion-Artikel)
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