Versicherungsbeiträge in der Selbstständigkeit

Wie die Zeit vergeht, vor nunmehr über zwei Jahren befasste ich mich in meinem Blog mit dem Thema Versicherungen in der Selbstständigkeit. Heute mache ich meine Steuern selbst und entdeckte dabei, dass der Zeitpunkt der Steuereinreichung auch viel Geld bei der Krankenversicherung sparen kann.

Steuererklärung an die Versicherung übermitteln

Wie sicherlich auch alle anderen, fragt meine Krankenkasse einmal im Jahr meine Umsätze ab. Dieser Angabe liegt wiederum die Steuererklärung zugrunde.

Beispielrechnung: So wird aus dem Steuerbescheid der Krankenkassenbetrag berechnet:
3000€ Einnahmen
14,9% Krankenversicherung = 447€
2,05% Pflegeversicherung = 61,50€
= 507,50€ monatlicher Beitrag zur Versicherung

Steuerbescheid zu spät? Vorsicht vor nachträglichen Kosten

Die Krankenkasse erwartet den Steuerbescheid jedes Jahr zum Mai. Wenn die Einnahmen gestiegen sind, steigen natürlich auch die Abgaben an die Krankenkassen entsprechend. Sollte der Bescheid später kommen, als zum Mai und sich die Einnahmen darüberhinaus erhöht haben, behält sich die Krankenkasse vor, die Erhöhung der Beiträge auch rückwirkend für die vergangenen Monate geltend zu machen.

Beispiel: Ich reiche meinen Steuerbescheid 2012 erst im September ein, die Umsätze sind höher als die bisher zugrundeliegenden. Nun steigt der Beitrag und die Krankenkasse zieht die Differenzbeträge aus den Monaten seit Mai nachträglich mit der nächsten Beitragsabbuchung ab.

Wer Fristen verpennt, der Euros verbrennt

Andersherum klappt es aber nicht: In diesem Jahr habe ich erstmals meine Steuererklärung selber gemacht und diejenige für 2013 bereits bei der Krankenkasse eingereicht. Dies wäre mit meiner ehemaligen Steuerberaterin erfahrungsgemäß erst im nächsten Frühjahr geschehen. Die Umsätze waren leicht geringer, doch die nachträglich abgebuchten Erhöhungsbeträge habe ich dennoch nicht zurückerhalten.
Die „zuviel gezahlten“ Euro bleiben aber bei der Krankenkasse.

Hätte ich also auf die Steuererklärung meiner Steuerberaterin gewartet, hätte ich bis Mai nächsten Jahres zuviel an meine Krankenkasse gezahlt – nicht, dass ich’s ihr nicht gönnen würde 😉

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