Wie wählt man die richtigen Keywords aus?

SEO Texte – sie sind informativ, sie haben Mehrwert, sie sind unwiderstehlich für die Suchmaschinen. Sind sie das? Das alles jedenfalls nicht immer, wie zahlreiche Beispiele im Netz zeigen. Ohne jetzt konkret „Kollegen“ an den SEO-Texter-Pranger zu stellen, finden sich viele SEO Texte, die eigentlich und wenn überhaupt nur eines sind, SEO oder eben Texte, aber beides zusammen ist ein Spagat. Die wichtigsten Standbeine für den Spagat sind Keywords. Mal gucken, wo man die findet und wie man sie richtig auswählt.

Wie schreibt man SEO Texte?

Vielleicht ist SEO-Texte-Schreiben sogar eine Kunst? Bin ich ein Künstler, bin ich in der Künstlersozialkasse? Naja, jedenfalls bin ich seit mehr als 6 Jahren SEO Texter, aber ich weiß auch, was das heißt.

  • SEO Texte beinhalten Keywords
  • …Informationen für den User
  • …können aber auch werbliche Aspekte abdecken
  • …brauchen Mehrwert

Diese Grundaspekte muss ein guter SEO-Texter schon draufhaben. Es ist nicht damit getan, das seelenlose Blabla eines gesichtlosen Texters mit Keywords anzu-„reichern“. Ein guter SEO Text muss auch – oh man, wo ist das Phrasenschwein? – den Leser ansprechen. Will sagen, wenn die Suchmaschine sich für einen Text interessiert, weil darin viele schmackhafte Keywords erwähnt werden, ist das zwar nicht schlecht. „Das liest eh kein Schwein“ ist aber eine eher lustlose, unambintionierte Herangehensweise an ordentliche Online Texte, und die fällt den gerissenen Suchmaschinen heutzutage sogar auch noch auf!

Daher gilt: Der Inhalt muss Mehrwert bieten, den Leser schlauer machen, anleiten, informieren….vielleicht sogar (um Gottes Willen) faszinieren.

Keywords – die Schlüssel zum Erfolg?

Gleichwohl verhalten sich Keywords zum SEO Text wie Sprit zum Auto. Denn ohne Sprit fährt auch das schönste Auto nicht – jedenfalls nicht, wenn es nicht aus dem Hause Tesla kommt. Und da es noch keine Tesla-SEO-Texte gibt, betanken wir unsere SEO Texte weiterhin brav mit Keywords. Aber wo findet man die und noch wichtiger: welche wählt man aus?

Keyword-Recherche nach WDF*IDF Richtlinie

WOW, WDF*IDF, alle reden davon, manche stellen sogar diese unsägliche mathematische Formel in ihren SEO Blogs ein, reißen damit eigentlich etwas aus dem Zusammenhang, aber egal. Alle wollen sie heute haben: WDF*IDF Texte. Was soll das heißen? Es geht ganz grob darum, diejenigen Keywords auszuwählen, die auch die Top-10-gelisteten Websites nutzen.

Wie finde ich WDF*IDF Keywords heraus?

Dazu nutzt man Tools, die eben solche Keyword-Sets ausspucken, und zwar in Bezug auf ein bestimmtes Keyword. Wer ist also am besten positioniert wenn ich ich Keyword A abfrage und welche Keywords nutzt er/sie/es außerdem? Die Bewertung dieser Methode ist natürlich Geschmacksache und die Meinungen gehen bei SEO ja grundsätzlich auseinander. Aber ich finde WDF*IDF Keywords gut.

Was ist von WDF*IDF zu halten?

Denn man findet hier wenigstens inhaltliche Ideen, Anregungen, Anhaltspunkte. Zudem sind wirklich bei jedem Keywordset Begriffe dabei, an die man einfach perse nicht unbedingt gedacht hätte. Daher ist die WDF*IDF Analyse vor der Texterstellung eine gute Idee.

Welche WDF*IDF Keywords auswählen?

ABER: Ja, das große ABER. Man muss längst nicht alle WDF*IDF Keywords mit in den Text aufnehmen, die zum Beispiel das Tool von onpage.org ausspuckt. Denn die Tools geben unter Umständen auch Streichkandidaten aus wie Menü, Angebot, Impressum oder Startseite. Stattdessen gilt es, folgende Keywords zu wählen:

  1. Synonyme des Hauptkeywords
  2. benachbarte Begriffe
  3. Unterbegriffe (Hyponyme)
  4. Oberbegriffe (Hyperonyme)
  5. Verben, die zum Keyword dazugehören
  6. Dienstleistungen, die dazugehören
  7. Eventuell auch Stadtnamen

Beispiel:

Im Kontext „Texter“ wären das aktuell WDF*IDF Keywords wie Werbetexter (1), Freiberufler (2), Ghostwriter (3), Werbeagentur (4), verfassen (5), SEO (6) oder Werbebrief (6)

in Klammern = Entsprechungen zur Aufzählung weiter oben.

Und das Google Keyword-Tool?

Doch lohnt sich der ganze Aufwand auch? Haben diese Keywords Suchvolumen? Dabei hilft uns dann ein ganz alter und auch relativ-gratis zugänglicher Bekannter: das Google Keyword Tool, ja ja, Keyword Planner. Wir nehmen uns also unsere Keywordliste, die wir uns aus dem WDF*IDF-Report rausgesucht haben und copy-pasten das Ganze einfach mal fein ins Keyword-Tool und siehe da: Suchvolumen und Wettbewerb. Das sind keine absoluten Zahlen, aber immerhin Tendenzen. Steht hier eine 0 (in Buchstaben: Null), generieren wir mit dem entsprechenden Keywords auch nicht Traffic ohne Ende.

Wie viele Keywords braucht ein SEO Text?

Bleiben wir beim Beispiel von oben. Allein durch die Analyse des Wortes „Texter“ habe ich jetzt sechs Keywords ausgesucht. Je nachdem, ob mir die Suchvolumina gefallen, behalte ich auch alle. Müssen dann noch mehr her, etwa indem ich nach der „Texter“-Analyse auch noch für „SEO“ eine WDF*IDF Analyse mache und dort neuerlich sechs, zehn oder gar 20 tolle Keywords finde? Dabei kommt es eben ganz auf die Textmenge an. Wenn mein Text nur 200 Wörter hat, muss ich mich schon bei sechs Keywords früh auf ein Kern-Keyword konzentireren und die anderen vielleicht nur einmal erwähnen. Wenn ich aber 2.000 Wörter habe, kann ich auch gleich mehrere Keyword-Sets zugrunde legen.

Kern-Keywords und Rand-Kewords

Wichtig ist eben die Auslese. Es bringt nichts, in einem Text über SEO Text auch das Keyword Werbebrief andauernd zu penetrieren, nur weil es sich aus der WDF*IDF Analyse so ergeben hat und/oder ein hohes Suchvolumen hat. Damit würde der SEO-Text-Text nämlich einem möglichen eigenständigen Text zum Thema Werbebrief im Wege stehen. Der Effekt: In der Bewertung der Suchmaschinen gibt es Durcheinander und möglicherweise ranken die falschen Unterseiten für entsprechende Begriffe.

Daher: Kern-Keywords, für die es eigene Bereiche gibt im Text häufiger verwenden, als die (sematischen) Nachbarn, die den Text „nur“ zum Zwecke des holistischen Contents anreichern. Und für die anderen Themenbereiche auch noch eigene Texte erstellen, und schon freut sich die Ranking-Analyse über noch mehr Breite 😉

 

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