Kalorien – Die Maßeinheit beim Abnehmen

Wenn es ums Abnehmen geht, kommt man um sie nicht herum: die Kalorien. Sie begegnen Dir ja sowieso ständig, weil sie heute auf jedem Lebensmittel verzeichnet sind, und das ist gut so. Denn Kalorien sind natürlich nicht alles – es gibt auch Gesundes, das viele Kalorien hat – aber sie sind auf jeden Fall einer der wichtigsten Faktoren dafür, wie Du Deine Nahrungsmittel aussuchen kannst. Auch für mich sind Kalorien ein wichtiges Thema und man darf sie nicht außer Acht lassen, wenn man abnehmen will. Daher habe ich mich mal näher mit dem Thema Kalorien beschäftigt und einige interessante Fakten darüber recherchiert.

Was sind Kalorien eigentlich?

Jetzt wird’s kurz mal etwas wissenschaftlich, aber es ist eigentlich ganz einfach: Mit Kalorien wird der Brennwert in Nahrungsmitteln angegeben und sie sind in verschiedenen Nahrungsmitteln in unterschiedlicher Menge enthalten:

  • Eiweiße haben 4 Kilokalorien (kcal) pro Gramm
  • Kohlehydrate ebenfalls
  • Alkohol hat 7 kcal / Gramm
  • Fett hat 9 kcal / Gramm

PS: Hier siehst Du übrigens, wie wenig zuträglich Alkohol fürs Abnehmen ist. Mehr dazu hier.


Das sind alles durchschnittliche Werte. Es kommt natürlich auf die Zubereitung der Nahrungsmittel und die Kombination mit anderen Lebensmitteln beim Konsum an sowie auch auf Deinen Körper und wie viel von den Brennwerten er verarbeitet. Hinzu kommt auch der Unterschied zwischen physiologischem und physikalischem Brennwert. Ohne da jetzt zu tief ins Detail zu gehen: Auch beim Verbrennen der zugeführten Kalorien verbraucht der Stoffwechsel Kalorien. Man sagt, dass zwischen zwei und zehn Prozent der zugeführten Kalorien (die auf der Verpackung Deiner Lebensmittel stehen) werden nicht genutzt und wieder ausgeschieden.

Was hat wie viele Kalorien?

So, gehen wir mal ans Eingemachte, das, was uns eigentlich am meisten interessiert: Welche Lebensmittel haben denn wie viele Kalorien? Ich persönlich bin ein Mensch, der viel mit absoluten Zahlen anfangen kann, und ich finde es gut, dass solche Zahlen auf den Lebensmitteln verzeichnet sind. So kann man sich wenigstens mal ansehen, was man da isst und dabei durchaus auch einige Überraschungen erleben!

Fangen wir mal mit den „Kalorien-Bomben“ an (alle Angaben pro 100 Gramm und in kcal):

  • Olivenöl 820
  • Butter 740
  • Margarine 720
  • Mayonnaise 710
  • Tüte Chips 500+
  • Vollmilchschokolade 500+

Gut, das sind natürlich die üblichen Verdächtigen, wo sich noch keiner wundert. Man muss sie ja nicht ganz verteufeln – wobei das ja z.B. bei Olivenöl auch keinem einfallen würde – sondern sie in Maßen genießen. Ist eigentlich klar, oder? Und wenn man bedenkt, dass man ja nicht 100 Gramm Butter auf seine Frühstücksbrote schmiert oder die Pommes in 100 Gramm Mayo ersäuft, relativiert sich das Ganze wenigsten ein bisschen.

Ach du Schreck! Überraschende Kalorien-Bomben

  • Beim Olivenöl fängt es wie gesagt schon an, dass man manche Dinge gar nicht so im Verdacht hat, eine Kalorien-Bombe zu sein. Ich hatte da einige einschneidende Erlebnisse, an denen ich Dich gerne mal teilhaben lassen will. Die Moral aus der Geschicht‘ schon vorweg: Schau wirklich mal auf die Nährstoffangaben auf den Verpackungen, es kann sehr aufschlussreich sein:
  • Gerade die Margarine war für mich eine der Überraschungen. Es scheint ja so eine urban legend zu sein, dass Margarine (da steckt ja schon das offenbar trügerische „mager“ irgendwie mit drin) Butter in Sachen Kalorien in nichts nachsteht – steht ja oben. Überraschung.
  • Auch mit Pesto erlebte ich eine Überraschung, die ich zu den Bomben sogar dazuzählen würde. Der Blick auf die Kalorienangabe meiner Lieblings-Pesto (482 pro 100 Gramm laut Hersteller) hat mich erschreckt. Aber gut, wenn man sich die Zutaten ansieht, ist das auch kein Wunder: fast 50% Fett, Cashewkerne, Käse, Zucker. Naja, irgendwo muss der Geschmack ja herkommen.
  • Apfelsaft vom Supermarkt: Dann dachte ich eine Zeit lang, ich nutze lieber Fruchtsaft als Ersatz für Softdrinks. Ich trinke wirklich viel Wasser, aber zu manchen Gerichten gönne ich mir auch ein- zweimal die Woche ein kleines Süßgetränk. Hier wollte ich eine schlechte wenn auch liebgewonnene Angewohnheit ausmerzen, indem ich Cola und Co. durch Apfelsaft ersetze. Aber siehe da: Mein Supermarkt-Apfelsaft hat stolze 45 kcal pro 100 ml. Also ein Glas mit 0,33 Litern (vollkommen normale Menge beim Essen) hat mehr als 130 Kalorien, was mehr ist als eine Milchschnitte. Cola hat nur 42, hm. Cola Zero hat gar keine. Tja, da denkst Du, Du machst was richtig, machst aber doch eher richtig was falsch.
  • Kalorien in Käse: Eine meiner neueren Überraschungen würde viele sicherlich gar nicht überraschen. Ich habe abends eine Zeit lang gerne einen Käseriegel gegessen. Ich dachte, wenn nach dem Abendessen mal das kleine Hüngerchen kommt, schließt Du den Magen damit. Käse schließt ja den Magen. Meine Augen wurden geöffnet als ich auf die Kalorienangabe schaute: 361 kcal auf 100 Gramm, fast 30 Gramm Fett. Ich schätze mal, 50 Gramm hatten meine abendlichen Käsesticks bestimmt, also kann man sich ja 1 und 1 zusammenrechnen.
  • Marmelade! Im Artikel zur Ernährungsumstellung zum Abnehmen schwärze ich sie auch schon an, die Marmelade. Aber auch nicht zu Unrecht, denn gerade die Fruchtaufstriche kommen irgendwie so unschuldig daher. Mit den Früchten auf den Etiketten haben sie irgendwie ein viel besseres Image als Schoko-Cremes. Letztere haben deutlich mehr Kalorien als die meisten Marmeladen, aber: Marmelade ist wirklich zu den Süßigkeiten zu zählen, denn hier sind mehr als 50% Zucker enthalten! Mit diesem Wert liegen viele Marmeladen sogar vor Nutella und Co.!
  • Erdnüsse – Nein, nein, ich meine nicht mal diese triefigen, gesalzenen Nüsse aus der Alu-Dose. Klar, die sind no bueno, wenn man abnehmen will, das war mir auch klar. Dann habe ich eine Zeit lang (es ist schon sicher ein Jahr her) abends naturbelassende Erdnüsse vor dem TV gesnackt. Super-Food dachte ich. Stimmt auch, aber wie so oft gilt hier: In Maßen, nicht in Massen. So habe ich mir manchmal sicherlich abends 500 Kalorien und mehr nur durch meinen Erdnuss-Snack reingepfiffen. Tja, Unwissenheit schützt vor Übergewicht nicht.

Das alles ist Dir persönlich vielleicht klar, das sind nur meine Highlights von kalorienbedingten Aha-Momenten. Geh mal in Deinen Kühl- und Vorratsschränken auf Entdeckungstour, schau mal ein paar Minuten auf die kleinen Nahrungsmitteltabellen und Dir wird vielleicht doch noch das eine oder andere klar.


Lies weiter: Was hat weniger Kalorien als gedacht? 

So berechne ich meine tägliche Klorien-Bilanz