Good Bye SEO – Kein Bock mehr

SEO macht keinen Spaß mehr. Alle nerven mit Linkentfernungen, Google nervt mit ständigen Updates, Abmahnanwälte nerven durch ihre bloße Existenz. Ich habe keinen Spaß mehr an einem einstmals lukrativen Hobby. Man muss auch loslassen können.

Was ist SEO überhaupt?

Klar, Sie lesen hier einen Texter Blog und das Thema SEO kommt Ihnen spanisch vor. Daher kläre ich dieses Abkürzung gerne kurz auf: SEO steht für Search Engine Optimization, zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es, unter bestimmten Suchwörtern in den Suchmaschinenergebnissen von Google möglichst weit nach oben zu klettern.

Das war SEO für mich bisher

Ich habe seit 2009 Kontakt zu diesem Thema. SEO ist wirklich sehr interessant und in seinem Wesen absolut logisch und nachvollziehbar. Das machte mich neugierig, ebenso, wie natürlich die Möglichkeit, durch die Suchmaschinenoptimierung meine Kundenakquise zu automatisieren. Das hat geklappt, genau wie das verkaufen einer Dienstleistung zum Optimieren von Kunden-Websites. Vor allem durch Links von anderen Seiten ließ sich das Google Ranking (die Platzierungen in den Suchergebnissen) stark beeinflussen. In den Jahren 2011 und 2012 konnte ich so teilweise mehr als 50% meines Umsatzes aus SEO-Dienstleistungen erzielen.

Zwischenzeitlich hatte ich mehr als 30 Websites. Gestern habe ich alle Domains gekündigt, die ich bisher hauptsächlich zu SEO-Zwecken genutzt hatte. Sie wurden aufgelistet und anderen SEOs (also Suchmaschinenoptimierern meines Schlags) zugeschickt. Man tauschte die Liste wie früher die Panini-Blidchen und schickte sich gegenseitig Texte mit Links zu Kundenseiten zu. Der Kunde bezahlte und kletterte im Ranking.

Das ist SEO heute (für mich) – Die Leiden des jungen SEOs

1. Ich habe alle Domains gelöscht, weil ich nunmehr zum dritten Mal wegen eines Bildes abgestraft wurde, das auf einer meiner Websites zu sehen gewesen war. Ich verwende bewusst den Plusquamperfekt, da das Bild bereits seit über einem Jahr offline ist. Dennoch kann ich abgemahnt werden. Bin ich die ersten Male noch glimpflich davon gekommen, wird’s diesmal schon etwas teurer. Die Lage ist absolut undurchsichtig, offenbar kann man für alles belangt werden, was jemals online war und die Forderungen der Abmahn-Anwälte sind absurd.

2. Linkentfernungen nerven tierisch. Alle, die früher viel SEO und auch viel falsches SEO gemacht haben, bitten mich nun, die Links auf meinen Websites zu entfernen. Dieses Entgegenkommen meinerseits wird als selbstverständlich angesehen, wird wöchentlich mehrmals beansprucht und nimmt eine Menge Zeit ein. Viele schicken ihrer Forderung gleich eine Drohung mit, eine Websites mittels eines Tools bei Google anzupranger.

3. Google’s Gegenmaßnahmen sind das, wovor ein SEO, einer der externe Verlinkungen vornimmt, den ganzen Tag ausweicht. Anders herum formuliert: Externe Suchmaschinenoptimierung ist zu einem großen Teil die Flucht vor Google’s Gegenmaßnahmen. Mittlerweile werden immer mehr Seiten abgestraft, wie Blog-Marketing-Seiten und Linknetzwerke (wie meines auch eins war) ebenfalls. Es scheint ausweglos.

Ich lasse los

…zumindest das SEO, wie es bisher war. Man muss sich eh andauernd selbst erfinden, vor allem als SEO. Alle Seiten sind gelöscht, meine Homepage ist nach wie vor gut optimiert und wird gefunden, den Rest brauch‘ ich nicht mehr. Und außerdem gibt es ja auch noch die OnPage Optimierung…

Dieser Beitrag wurde unter Texter Business, Werbung & Marketing veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.